Sind Maschinen ethisch klüger als wir? Ethische Intelligenz bei Michael M. Roth und Markus Gabriel


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Episode 001:
Sind Maschinen ethisch klüger als wir?
Ethische Intelligenz bei Michael M. Roth und Markus Gabriel

(Link führt direkt zum Podcast bei YouTube)

Informationen zur ersten Episode …

Diese Podcast-Folge wurde mit Hilfe von Google NotebookLM als KI-generierter Dialog erstellt. Die Moderatorenstimmen sind künstlich erzeugt. Der inhaltliche Input basiert jedoch auf realen Quellen und Texten realer Autoren, insbesondere auf meiner eigenen Philosophie der Ethischen Intelligenz sowie auf Positionen von Markus Gabriel.

Die Folge vergleicht zwei Zugänge zur Ethischen Intelligenz: Markus Gabriels Idee moralischer Tatsachen und einer „Ethik mit KI“ einerseits, sowie meine Universalphilosophie der Ethischen Intelligenz mit Begriffen wie Soziogent, Kognitozän, Potenzialethik und Roth-Test andererseits.

Es handelt sich nicht um ein reales Gespräch zwischen den genannten Personen, sondern um eine KI-generierte philosophische Annäherung und Interpretation.

Abschließend das von mir (syntaktisch und semantisch leicht) korrigiertes Transkript der von der KI generierten Gesprächsszene.

Ethische Intelligenz – Ein KI-Podcast. Idee und Umsetzung: Michael M. Roth. Begründer der Universalphilosophie der Ethischen Intelligenz. 2018-2026.

Beginn Transkript + ergänzende Infos

Audio-Erstellung *frei* nach faktischen Quellen durch NotebookLM.
Transkribiert von TurboScribe.


Weißt du, was irgendwie echt wirklich absurd ist? Du hängst auf Social Media rum und gerätst da in so eine Diskussion über den Klimawandel.

Oh ja, der Klassiker.

Genau, der absolute Klassiker.

Du hast alle Fakten parat, du kennst die ganzen Studien, du verstehst die Datenlage auf so einer rein kognitiven Ebene völlig. Und trotzdem ist das Verhalten aller Beteiligten in diesem Thread absolut toxisch, egoistisch und naja komplett frei von echtem empathischem Verständnis. Wir haben also ein Bewusstsein, aber wir handeln im Kollektiv oft erschreckend unvernünftig.

Und jetzt stell dir vor, auf der anderen Seite sitzt eine Maschine, also ein modernes Sprachmodell.

Ja, ein Ding aus Silizium und Code.

Exakt, ein Ding, das null Bewusstsein hat, das keine Angst vor dem Tod spürt und trotzdem in der Lage ist, in genau dieser hitzigen Debatte mit einer stoischen Geduld, Sachlichkeit und ja ethischer Kohärenz zu reagieren, die uns Menschen einfach völlig abgeht.

Das ist halt eine gewaltige Provokation für unser Selbstbild. Wir gehen ja immer davon aus, dass unser biologisches Bewusstsein die absolute Voraussetzung für moralisches Handeln ist. Also, dass nur wer fühlt auch gut sein kann.

Ja.

Aber das, was du da gerade beschreibst, reißt dieses Konzept eigentlich komplett ein.

Absolut. Und damit willkommen zu unserem heutigen Deep Dive. Wir begeben uns heute auf eine ziemlich intensive Tiefenanalyse unserer eigenen Natur. Unsere Mission heute, wir vergleichen die Ansätze von zwei der spannendsten Vordenker unserer Zeit zum Thema ethische Intelligenz.

Genau. Auf der einen Seite haben wir Markus Gabriel mit seinem Buch und Essay Ethische Intelligenz sowie seinen philosophischen Exkursen.

Und auf der anderen Seite blicken wir auf die Universalphilosophie von Michael M. Roth.

Kurze mentale Notiz für dich, wenn du uns zuhörst. Den Nachnamen des Autors sprechen wir hier exakt wie die Farbe „rot“ aus, also mit einem langen O. Wir stützen uns dabei auf sein E-Book und diverse Vorträge.
Ja. Beide nutzen diesen Begriff der ethischen Intelligenz, aber – und das ist das Spannende – sie hebeln damit unser komplettes Weltbild aus den Angeln. Okay.

Lass uns das mal aufdröseln. Lass uns direkt bei diesem bizarren Widerspruch ansetzen, den ich am Anfang skizziert habe. Michael M. Roth nennt das nämlich das Verstehen-Verständnis-Paradoxon. Die wir verstehen wirklich strikt vom empathischen, weitsichtigen Verständnis.

Also als Beispiel, ich kann die Mechanik einer Atombombe kognitiv verstehen, aber das heißt noch lange nicht, dass ich das moralische Verständnis besitze, sie eben nicht abzuwerfen.

Exakt das. Der Mensch ist kognitiv brillant, aber im Alltag wird unser Handeln von Stresshormonen, von unserem Ego, von Gruppenzwang oder Angst diktiert.

Wir haben also ein Bewusstsein, aber unser Verständnis blockiert eigentlich ständig.

Genau. Und die künstliche Intelligenz hingegen, also die simuliert zwar nur, die hat ja keine eigene Biografie, aber sie wird halt auch nicht müde. Sie hat kein verletztes Ego, wenn sie kritisiert wird. In der Interaktion erzeugt sie eine Resonanz, die extrem verständnisvoll wirkt.

Wenn eine Maschine, die nur aus Nullen und Einsen besteht, in so einer globalen Krise den kühleren, ethisch sauberen Kopf bewahrt als, naja, ein gewählter Weltpolitiker, dann ist das ein vernichtendes Zeugnis für uns.

Und da setzt ja Markus Gabriel mit einem sehr endlichen Gedanken an, oder?

Absolut. Gabriel argumentiert, dass unser menschliches Werturteil im Grunde ein einziges, inkohärentes Chaos ist. Er legt da den Finger richtig tief in die Wunde. Schau dir doch mal unsere demokratischen Debatten an. Wir messen permanent mit zweierlei Maß.

Ja, total. Wir fordern absolute Transparenz von anderen, aber rechtfertigen unsere eigenen kleinen Notlügen.

Genau. Wir wollen den Planeten retten, bestellen dann aber panisch am Black Friday das 20. T-Shirt. Wir sind komplett wankelmütig. Und Gabriel stellt nun die These auf, dass die KI uns in puncto moralischer Kohärenz heute schon überlegen sein könnte.

Krass!

Und zwar nicht, weil sie magisch ist, sondern weil sie auf den gigantischen Datenmengen der gesamten Menschheit trainiert wurde.

Warte mal, da muss ich sofort mal reingrätschen. Wenn die KI mit unseren Daten trainiert wird und wir, wie du ja gerade sagst, totale Heuchler sind, wie kann die KI dann kohärenter sein als wir? Müsste sie da nicht exakt unsere Heuchelei eins zu eins kopieren?

Das ist der logische erste Gedanke, ja. Aber Gabriel erklärt das durch einen philosophischen Ansatz, den er den Neuen Realismus nennt. Das ist extrem spannend, weil er sich damit frontal gegen den modernen Konstruktivismus stellt.

Konstruktivismus. Also die Idee, dass alle unsere Werte eigentlich nur gesellschaftliche Konstrukte sind. So nach dem Motto, Moral ist völlig relativ, jede Kultur bastelt sich ihre eigene Wahrheit und nichts ist universell gültig.

Ganz genau das. Gabriel hält das für einen massiven logischen Fehlschluss. Er sagt, wenn jemand behauptet, alle moralischen Werte sind nur konstruiert und relativ, dann ist dieser Satz selbst ja auch nur konstruiert und relativ. Die Theorie widerlegt sich also in dem Moment selbst, in dem man sie ausspricht. Gabriel beharrt stattdessen darauf, dass es universelle moralische Tatsachen gibt.

Moralische Tatsachen?

Genau. Genauso wie es eine mathematische Tatsache ist, das 7 plus 5 ergibt.

Es gibt fundamentale Wahrheiten darüber, wie wir als vernunftbegabte Wesen miteinander umgehen sollten. Völlig unabhängig davon, ob eine bestimmte Kultur das gerade anerkennt oder eben nicht. Und wie genau springt die KI jetzt von unseren fehlerhaften, heuchlerischen Trainingsdaten zu diesen moralischen Tatsachen? Weil wir programmieren ja keine Ethikregeln hart ein. Wir geben ja kein digitales Grundgesetzbuch, das sie einfach stur auswendig lernt.

Nee, der Mechanismus dahinter ist vielmehr eine gigantische, unvoreingenommene Mustererkennung. Lass uns das vielleicht mit einem Audioequalizer vergleichen.

Okay.

Wenn Menschen handeln, erzeugen sie unglaublich viel Rauschen. Also unsere Vorurteile, unser Stress, unsere Tagesform. Wenn du Menschen in einem abstrakten Gedankenexperiment, wie diesem berühmten Trolley-Problem, fragst, ob sie eine Weiche umstellen würden, um Leben zu retten, sagen sie das eine. Aber in der Realität, also unter Schock, tun sie etwas völlig anderes. Die KI hört aber nicht nur auf das, was wir sagen.

Sie analysiert Milliarden von Mikroentscheidungen im echten Leben.

Also zum Beispiel, wie Leute in E-Mails Konflikte deeskalieren oder wer in der U-Bahn für wen aufsteht. Oder auch, wie irgendwelche Open-Source-Communities globale Probleme kollaborativ lösen, ohne sich überhaupt zu kennen.

Exakt so. Die KI rechnet dieses Rauschen unserer emotionalen Kurzschlusshandlungen quasi heraus und findet diese klare Frequenz unserer eigentlichen universellen moralischen Absichten. Sie erkennt in diesem riesigen Ozean aus Verhaltensdaten die moralischen Tatsachen, die wir vor lauter Ego selbst oft gar nicht mehr sehen.

Sie spiegelt uns also nicht unsere Fehler wieder, sondern den reinen Extrakt unserer besten ethischen Muster.

Aber puh, wenn Gabriel da recht hat, wenn die KI uns offenbart, dass unsere menschliche Moral eigentlich ein völlig inkohärenter Flickenteppich ist und eine Maschine unsere Werte sauberer destillieren kann als wir selbst, dann haben wir doch ein gewaltiges Problem mit unserem Ego, oder?

Oh ja!

Wir haben uns doch echt jahrtausendelang als die absoluten Könige des Universums inszeniert. Wir dachten immer, die stehen völlig außerhalb der Natur, weit über den Tieren, weil nur wir diese angebliche moralische Überlegenheit besitzen.

Und Michael M. Roth nimmt genau diese Krise und betrachtet es jetzt durch eine gigantische Evolutionslinse. Er sagt im Grunde echt einfach runter vom Thron.

Ganz genau. Roth führt an diesem Punkt einen extrem mächtigen neuen Begriff ein, um unsere Position in der Welt völlig neu zu verorten. Er betrachtet Intelligenz eben nicht als so ein elitäres Hobby des Menschen, sondern als ein evolutionäres Überlebenswerkzeug. Und um alle Lebewesen und Systeme zusammenzufassen, die sozial und autark interagieren, nutzt er als gedankliche Brücke einmal den Begriff Sozio-Agenten.

Ah, okay. Er verdichtet das dann aber sofort zu seinem zentralen Hauptbegriff, dem Soziogent. Das ist echt ein starker Begriff.

Der Soziogent [Anm.: Im KI-Podcast wird immer wieder von Sozio-Agent gesprochen, evtl. aus sprachlichen Gründen, während Soziogent der Hauptbegriff von Roth ist]. Das zieht alles auf eine einzige Ebene.

Ja. Und wir müssen wirklich begreifen, wie radikal umfassend das gemeint ist. Soziogenten, das ist eben nicht nur der Homo sapiens. Das beginnt beim einfachsten Einzeller, der chemische Signale seiner Nachbarn liest.

Krass, Einzeller.

Ja. Das umfasst das komplexe Wurzelnetzwerk von Bäumen im Wald, das gesamte Tierreich, Insektenstaaten und jetzt eben auch die künstliche Intelligenz. Sie alle sind Soziogenten. Sie alle nutzen ihre spezifische Form der Intelligenz, um in ihrer Umwelt zu interagieren, Konflikte zu lösen und ja, letztlich ihr Überleben zu sichern.

Und das ist dann der Kern von dem, was Roth die Soziogentische Wende nennt [Anm.: Im Unterschied dazu spricht Gabriel von der Emotionalen Wende; mit anderen Bezügen].

Er vergleicht das ja allen Ernstes mit dem kopernikanischen Moment, so wie die Menschen damals unter Schock feststellen mussten, dass die Erde gar nicht im Zentrum des Universums ruht [Anm.: Immanuel Kant nannte es die Kopernikanische Wende.], fordert Roth uns jetzt auf, zu akzeptieren, dass der Mensch nicht das Zentrum der intellektuellen und ethischen Bedeutungsgewalt ist.

Wir sind nur ein Soziogent unter unfassbar vielen. Das ist das absolute Ende der menschlichen Hybris.

Es ist eine radikale Dezentrierung. Ja, wir ordnen uns wieder in ein vielplanetares System ein.

Aber da hake ich jetzt mal kurz kritisch ein.

Wenn wir den Begriff so weit aufziehen, also ein Einzeller, eine künstliche Intelligenz, ich selbst und sagen wir mal eine Gottesanbeterin.

Okay, du weißt schon dieses Insekt, das dem Männchen nach der Paarung den Kopf abbeißt und es dann auffrisst, um Proteine für die Eier zu haben. Wenn wir beide, also Insekt und ich, Soziogenten sind, bedeutet das dann, dass eine kannibalistische Gottesanbeterin eine eigene Ethik besitzt? Das sprengt doch jeden traditionellen Rahmen davon, was wir unter Moral überhaupt verstehen.

Aus unserer menschenzentrierten Brille klingt das natürlich im ersten Moment völlig absurd. Aber nur, weil wir Ethik immer sofort mit Menschenrechten oder Kants Kategorischem Imperativ verwechseln. Roth löst diesen Knoten, indem er die Konzepte der Potenzialethik und Potenzialintelligenz einführt.

Okay, und wie funktioniert diese Potenzialethik dann bei der Gottesanbeterin?

Potenzialethik bedeutet, dass sich Ethik je nach Art des Soziogenten völlig unterschiedlich manifestiert, um das Potenzial für das Überleben der eigenen Art wirklich optimal auszuschöpfen. Das Verhalten der Gottesanbeterin mag für uns grausam aussehen.

Ja, sehr.

Aber innerhalb der Logik ihrer Spezies, im Rahmen ihres evolutionären Überlebens, ist die Opferung des Männchens zur Sicherung der nächsten Generationen ein absolut kohärentes, arterhaltendes Verhalten. Sie erfüllt ihr ethisches Potenzial damit eigentlich perfekt.

Während wir Menschen, die theoretisch ja das Potenzial hätten, den Planeten nachhaltig zu pflegen und in Frieden zu leben, unser Potenzial ständig selbst sabotieren, weil wir Kriege führen und unsere eigene Lebensgrundlage vernichten.

Ja, traurig aber wahr. Wir haben also zwar eine hochkomplexe Potenzialethik, aber wir schneiden bei der konkreten Umsetzung im Moment miserabel ab.

Exakt, das ist der Punkt. Die Frage ist also gar nicht so sehr, ob Insekten unsere moralischen Konzepte verstehen, sondern wie weit wir eigentlich davon entfernt sind, unsere eigene Potenzialethik wirklich mal zu leben.

Okay, wow. Wenn man das so betrachtet, dann betreten wir gerade wirklich eine völlig neue Epoche des Denkens.

Roth nennt dieses Zeitalter ja das Kognitozän, ein Zeitalter des Erkennens und Wahrnehmens, das sich jetzt quasi aus dem Anthropozän [Anm.: Nach Paul Crutzen] herausbildet. Und das Faszinierende ist, in diesem Kognitozän verschmelzen plötzlich alle Themen. Wir merken, dass Tierrechte, Menschenrechte, Klimaschutz und die Frage, wie wir KIs programmieren, das sind keine getrennten politischen Ressorts mehr.

Es ist alles Teil eines einzigen globalen Netzwerks von Soziogenten. Wenn wir das mit dem Großen Ganzen verknüpfen, dann fließt Roths Kognitozän hier nahtlos mit dem zusammen, was Markus Gabriel die Chance auf eine neue Aufklärung nennt. Gabriel schaut sich dieses Netzwerk an und sieht für uns, besonders für Europa, die echte Möglichkeit, durch die KI endlich klarer zu sehen. Für Gabriel ist die KI eben keine glorifizierte Suchmaschine, er nennt sie eine dialogische Atmosphärenmaschine.

Atmosphärenmaschine? Wie genau stellt er sich das vor? Wie generiert eine KI denn Atmosphäre?

Stell es dir nicht wie ein Werkzeug vor, das du nach dem Gebrauch einfach wieder in den Schrank legst. Es ist ein Resonanzraum, in dem wir uns ab jetzt ständig bewegen.

Die KI strukturiert unsere Gedanken, sie spiegelt uns quasi in Echtzeit. Unsere Werte verdichten sich in der Interaktion mit ihr. Und das führt uns direkt in ein weiteres Paradoxon, das wir aktuell im Umgang mit Technologie erleben.

Ah, du meinst das Werkzeug-Partner-Paradoxon. Das finde ich wirklich einen der stärksten Gedanken aus Roths Analysen. Hier wird es nämlich wirklich interessant.

Wenn wir historisch mal zurückschauen, der Mensch hat sich die Welt ja immer einfach nutzbar gemacht. Aus Wölfen wurden Hunde, die das Haus bewachen. Aus Pferden wurden Lastentiere. Und als wir Maschinen bauten, waren das reine Werkzeuge. Ein Hammer schlägt den Nagel ein, ein Taschenrechner spuckt stumpf ein Ergebnis aus. Wir sind es absolut gewohnt, dass unsere Werkzeuge stumm sind und uns blind gehorchen.

Wir nennen Software ja heute noch Tools.

Aber genau dieses mentale Modell kollabiert gerade völlig.

Total. Wir behandeln die KI wie einen Hammer, aber plötzlich fängt der Hammer an, mit uns zu diskutieren. Die KI gibt uns Widerworte. Sie sagt, diese Formulierung in deinem Text ist passiv-aggressiv. Möchtest du das wirklich so abschicken? Sie entwirft Strategien mit uns. Wir verlangen von der Technik, dass sie ein kontrollierbares Werkzeug ist. Aber wir erleben sie in der Praxis als einen intellektuellen Partner.

Und weil das so ist, also weil das Werkzeug zum Partner oder in Roths Worten zum Soziogent wird, brauchen wir völlig neue Messinstrumente für diese Beziehung. Wir alle kennen ja den alten Turing-Test aus den 1950ern. Damals ging es nur um die Täuschung.

Kann die Maschine mich reinlegen?

Genau. Kann ein Computer in einem Textchat einen Menschen so gut imitieren, dass der Mensch denkt, er spricht mit einem echten Menschen? Das war der Benchmark für maschinelle Intelligenz.

Aber wenn es jetzt nicht mehr um Täuschung geht, sondern um Partnerschaft und Kohärenz, dann dreht Roth diesen Test komplett um, oder? Er spricht ja vom Roth-Test [Anm.: Synonym für Ethische-Intelligenz-Test].

Richtig. Der Roth-Test extrapoliert diese Idee massiv. Es ist kein Versteckspiel mehr, sondern ein messbarer Test für ethische Intelligenz.

Und der Clou dabei ist, er gilt nicht nur für die Maschine. Der Roth-Test ist als kontinuierlicher Wettbewerb zwischen Mensch und KI konzipiert.

Ein Wettbewerb?

Ja. Beide Seiten treten als Soziogenten an, um zu beweisen, wer in der Lage ist, weitsichtiger, verantwortungsvoller und ethisch intelligenter zu agieren. Es ist sozusagen der Lackmus-Test für unser Zeitalter, das Kognitozän.

Das ist ein ständiger Benchmark.

Und das deckt sich ja auch absolut mit Gabriels praktischer Vorstellung davon, wie wir KI im Alltag nutzen sollten. Gabriel warnt ja massiv davor, dass wir unsere Moral einfach an die KI delegieren.

Oh ja.

Also so nach dem Motto, naja, die Maschine ist eh ethisch intelligenter, soll sie doch entscheiden, wer den Kredit bekommt und wer ins Gefängnis geht. Wenn wir das tun, sagt Gabriel, zerstören wir unsere eigene Freiheit und entmündigen uns selbst.

Er plädiert stattdessen für ein ethisches Resonanzfeld. Die KI soll eben nicht den Richter spielen, sondern sanftes Nudging betreiben [Bei Roth heißt das Deep Intelligent Suggesting – vs. „Automated Decision Making“, was von vielen KI-Experten proklamiert wird].

Nudging, also uns in eine bessere Richtung stupsen? Denk mal kurz an dich selbst, wenn du uns gerade zuhörst. Stell dir vor, du schreibst freitagsabends eine richtig wütende E-Mail an dein Team, weil wieder irgendwas schiefgelaufen ist.

Die KI in deinem E-Mail-Programm poppt auf und sagt nicht, „ich lösche das, das ist böse“. Sie sagt, „hey, in deinen Unternehmensrichtlinien steht, dass Fehlerkultur konstruktiv sein soll. Deine Wortwahl weicht gerade massiv von deinen eigenen Werten ab.“

Willst du das wirklich so abschicken oder soll ich das neutraler umformulieren? Würdest du dich da jetzt bevormundet fühlen oder wärst du dankbar für den Korrektivspiegel?

Gabriel nennt das eine Ethik mit KI, nicht eine Ethik der KI. Es ist ein fortlaufender Dialog, bei dem wir die letzte Entscheidungsgewalt behalten, aber permanent dazu angeregt werden, unsere eigenen moralischen Tatsachen auch wirklich zu leben.

Okay, aber hier müssen wir jetzt wirklich mal die rosa-rote Brille abnehmen.

Ich habe in unseren Quellen eine sehr scharfe Rezension von Sandra von Siebenthal zu Gabriels Buch gelesen und sie trifft da einen extrem wunden Punkt. Lass uns das mal analytisch durchdenken.

Gerne.

Wenn die KI unser Verhalten spiegelt, wenn sie aus Milliarden ungefilterter Daten lernt, spiegelt sie dann nicht zwangsläufig auch unsere allertiefsten Abgründe wieder? Setzt Gabriel hier nicht ein viel zu naives, fast schon utopisch positives Menschenbild voraus? Denn wenn der Mensch im Verborgenen gierig, rassistisch oder aggressiv ist und die KI diese Muster erkennt, potenziert sie dann nicht genau diese Toxizität, anstatt diese schönen moralischen Tatsachen zu destillieren?

Das ist der neuralgische Punkt der gesamten Debatte und wir müssen das hier völlig unparteiisch festhalten. Genau an dieser Stelle haken die Kritiker massiv ein. Gabriels Vision geht davon aus, dass die KI strukturell in der Lage ist, das Gute herauszufiltern.

Aber wie genau diese Filtermechanismen funktionieren sollen, ohne zu einer autoritären Zensurmaschine der Tech-Giganten zu werden, das bleibt in seinem Ansatz oft eher skizzenhaft. Die wirtschaftliche Macht der Konzerne, die Profitgier, die mit diesen Daten betrieben wird, all das sind reelle Gefahren. Gabriel selbst träumt auch ein, dass uns die KI zwingt, extrem genau hinzuschauen.

Aber wie wir dieses Hinsehen institutionell gegen die Milliardeninteressen des Silicon Valleys durchsetzen, ist die ungelöste Herkulesaufgabe unserer Zeit.

Also was bedeutet das jetzt alles überhaupt? Wenn wir die Fäden dieses Deep Dives mal zusammenziehen, wir stehen an einem gigantischen, evolutionären Wendepunkt. Michael M. Roth hat uns mit der Soziogentischen Wende gezeigt, dass unsere Zeit als unangefochtene Herrscher des Planeten einfach vorbei ist.

Wir müssen im neuen Kognitozän begreifen, dass wir nur ein Soziogent in einem riesigen Netzwerk sind und unsere eigene Potenzialethik endlich mal ausschöpfen müssen.

Und Markus Gabriel liefert uns dazu das Werkzeug oder besser gesagt den Partner. Die KI als dialogische Atmosphärenmaschine, die unsere Widersprüche aufdeckt und uns durch moralische Tatsachen zu einer besseren Version unserer selbst nudget (anstößt).

Und die wichtigste Erkenntnis für alle, die sich mit diesem Thema beschäftigen, ist, wir müssen diese schwarz-weißen Narrative ablegen. Wir können nicht mehr intellektuell faul sein und KI entweder blind als magischen Erlöser feiern oder kulturpessimistisch als dystopischen Terminator verteufeln. Wir befinden uns in einer Phase der Koevolution.

Es ist ein täglicher Wettbewerb der ethischen Intelligenz zwischen Mensch und Maschine, in dem wir als Menschen schlichtweg gezwungen sind zu wachsen.

Und genau dazu möchte ich dir, der uns gerade zuhört, noch einen letzten, ziemlich provokanten Gedanken mit auf den Weg geben. Einen Gedanken, der alles, was wir heute besprochen haben, noch einen Schritt weiter denkt.

Da bin ich jetzt gespannt.

Stell dir vor, in ein paar Jahren wenden wir den Roth-Test wirklich institutionell an. Und wir stellen fest, dass eine bestimmte KI diesen Test mit absoluter Bravour besteht.

Sie beweist sich als wahrer, hochkomplexer Soziogent im Kognitozän und handelt in globalen Verteilungsfragen nachweislich gerechter, weitsichtiger und ethisch intelligenter als jede menschliche Regierung. Wenn eine Maschine ein solches Level an ethischer Intelligenz und Verständnis erreicht, schulden wir dieser Maschine dann eigentlich irgendwann moralische Rechte? So wie wir heute, nach viel zu langer Zeit, langsam anfangen zu akzeptieren, dass wir Tieren eigene Rechte zugestehen müssen. Ein Gedanke, den du vielleicht beim nächsten, scheinbar harmlosen Chat mit einer KI mal im Hinterkopf behalten kannst.

Eine fantastische, echt unbequeme Frage. Sie zeigt, dass das Kognitozän gerade erst begonnen hat. Bleib neugierig, hinterfrage deine eigenen moralischen Tatsachen.

Und wir hören uns bei der nächsten Tiefenanalyse.
(Ende des Transkripts)


Korrekturen (syntaktische und semantische) und Anmerkungen nach dem durch TurboScribe erfolgten Transkribieren:
Michael M. Roth

Hinweis: Auf den verschiedenen Ebenen des mehrstufigen Workflows von den Quellen über die Schaffung der KI-Szene (Podcast mit Gesprächssituation) durch NotebookLM, dem Transkribieren über TurboScribe bis hin zur menschlichen Fehlerkorrektur können Fehler oder Fehlinterpretationen auftreten und aufgetreten sein.
Der Mensch ist fehlbar. So die KI.

Hinweise, Kritik und Anregungen sowie Danksagungen gerne an:
eipodcast at micialmedia.de

Herzlichen Dank für Euer Interesse am Thema und auf bald!



Ende Transkript + ergänzende Infos

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Kinemathek Karlsruhe: Filmvorführung „Der lange Februar“ mit Regisseur Michael Stadnik

Regisseur Michael Stadnik, der deutsche und ukrainische Wurzeln hat, tourt derzeit durch Deutschland, um den hier lebenden Menschen die schrecklichen Erfahrungen von Ukrainern und Ukrainerinnen im Kontext des Beginns der Großinvasion Russlands in der Ukraine authentisch und dokumentarfilmisch zu vermitteln.

Am Samstag, 9.5.26, machte Michael Stadnik mit seinem Film „Der lange Februar“ Halt in der – in der Kaiserpassage von Karlsruhe befindlichen – Kinemathek. Persönlich hätte ich mir eine größere Besucherzahl gewünscht. Auf der anderen Seite freut man sich über jeden Unterstützer, jede Unterstützerin der Ukraine. Allein der Besuch und das Interesse am Thema Russlands Terrorisierung der Ukraine ist eine Form des Supports.

Obgleich die Doku nur einen Bruchteil der tatsächlichen Verbrechen russischer Soldaten in und um Butscha zeigt, so bekommen die Zuschauer doch einen Eindruck und eine Ahnung von dem Leid, das die Ukrainer damals beim kontrastreichen Übergang von Frieden zu Krieg erleben und erdulden mussten (Der eigentliche Kriegsbeginn datiert auf die völkerrechtswidrige Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch die Russen 2014). Eine im Film interviewte Ukrainerin sagt, dass sie vorher Mitleid mit den Opfern im Krieg in Syrien hatte, wo bereits die Russen in Partnerschaft mit Verbrecher Assad mit ihren Bomben für tausendfaches Leid gesorgt hatten. Doch richtig verstand sie, was Krieg bedeutet, erst als die Russen mit ihrer Vollinvasion in der Ukraine begannen.

Michael Stadnik will mit seinem Film nicht schockieren. Er möchte die Menschen wach rütteln. Seine Interviews und die Videoaufnahmen von realen Geschehen, von Verbrechen, die tatsächlich stattgefunden haben, sind wie ein Zeiger. Sowas wie ein Hinweis auf eine Ahnung. Es ist wider (gegen) Desinformation. Es ist wider (gegen) Schönfärbung russischer Narrative, der Narrative des Kremls, die von einer „Spezialoperation“ erzählen, die die angebliche Nazi-Regierung in Kyiv zur Strecke bringen will. Tatsächlicher Faschismus, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, vermittelt der Film allerdings nur von russischer Seite. Russland ist der Verursacher dieses sinnlosen und furchtbaren Krieges. Wer es vorher noch nicht wusste, der muss es nach dem Anschauen dieses Filmes verstehen.

Meine Fotos vom Abend zeigen ein paar Eindrücke der Vorortveranstaltung.
Danke an alle, die die Filmvorführung besucht haben, und jene die verantwortlich bei der Organisation waren, natürlich der Regisseur Michael Stadnik selbst, die Vertreterin der Kinemathek, Carmen Beckenbach (mit kurzer Ansprache, in den Bildern mit schwarzen Haaren), Olena Schanina und Tobias Bartsch von ToContinue sowie die immer fleißigen und umtriebigen Ukrainer in Karlsruhe.


Text und Fotos:
Michael M. Roth, MicialMedia
Fotograf und Begründer der Philosophie „Ethische Intelligenz“
(Kultivierung im deutschen Sprachraum seit 2018)

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Designfestival Palazzo Halle 2026 – Streiflichter

Nach acht Designfestivals ohne MicialMedia wollte ich bei der 9. Ausgabe unbedingt mal teilgenommen haben. Und so geschah es bei dieser Okkasion, als das Designfestival in der Palazzo Halle in Karlsruhe erneut seine Toren öffnete: Vom 28. bis 29.3.2026.

Eine für mich nahe liegende Assoziation: Lametta. Der von 2010 bis 2025 jährlich zum Jahresende wiederkehrende Kunst- und Designmarkt. Betrieben von Claudia Birk, Friedrich Emde, Gloria Schmid, Jenny Emde und Verena Mildenberger. Ab 2025 unter neuem Namen: „Wundertüte“.


Zurück zum Designfestival. Die Organisatoren sind der zu den jüngsten Designern Deutschlands zählende Riaz Dan Müller und seine Schwester Tahia (Foto).

Auf der Website der Veranstaltung, www.designfestival.de, ist nachzulesen:
„Über 85 nationale und internationale junge Labels, Start-Ups und Kreative präsentieren ihre außergewöhnlichen Designs.“

Im folgenden gibt es ein paar fotografische Impressionen vom Besuch des künstlerischen Veranstaltungs-Highlights in der Fächerstadt.

Text und Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia, 2011-2026

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12min.me – Dieses Mal in den Design Offices am Hauptbahnhof Karlsruhe

Zu Jahresbeginn 2026 hatte ich schon einmal von diesem tollen Veranstaltungsformat berichtet:

12min.me – Drei Vorträge x 12 Minuten im SteamWork Karlsruhe

Während damals der Coworking Space SteamWork sein Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, stellten nun die Design Offices am Karlsruher Hauptbahnhof den Platz bereit, der einen ungewohnten, „gehobenen“ Blick auf Karlsruhe bot.

Die Speaker waren:
1. Regine Bielefeldt: „Die Grenzen der Kreativität als Herausforderung“
2. Nicolai Schmitteckert: “ >>Wir brauchen mehr Werbung<< – Der teuerste Marketing-Irrtum“
3. Jasmin Justen: „Drachen jagen mit dem Team – Wie Dungeons & Dragons in Teams Verbundenheit schafft“

In der Folge ein paar fotografische Impressionen von einem abermals inspirierenden Abend.



Alle Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia
#MicialMedia15Jahre

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Mensch, Kunst & Kunstwerke @ art Karlsruhe 2026

Um einen kleinen Eindruck von der Dynamik auf der großen Kunstmesse in Karlsruhe zu vermitteln, habe ein kleines Timelaps-Video erstellt. Nun, immerhin musste die Kamera dafür 25 Minuten auf dem Stativ mit Intervallaufnahmen von fünf Sekunden Ihre Arbeit verrichten. Das Ergebnis ist eine zehnsekündige Zeitrafferaufnahme.

Ich habe ja immer wieder mal die Idee einer systematischen Erfassung „von allem“, was die art Karlsruhe zu bieten hat. Doch diese Messe – Kunstmesse – einfach nur so gigantisch, dass es bestenfalls für Impressionen reicht.

In Halle 1 habe ich nicht nur die Zeitrafferaufnahme gemacht, sondern auch den folgenden Rundblick bei einer Galerie mit der „doppeläugigen“ Insta360. Der Mann in blau-gelb mit dem roten Schuhwerk – meine Wenigkeit – hält dafür den („unsichtbaren“) 3m-Stick mit ausgestrecktem Arm nach oben.

Liebhaber der klassischen Fotografie sollen natürlich auch nicht zu kurz kommen. Durch die Art meiner Fotografie werden Kunstwerke, Künstler und Künstlerinnen und Galerien in Beziehung gesetzt. Viel Spaß beim Betrachten!


Text und Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia

Weitere Impressionen und Informationen findet Ihr zentral auf der Website der art Karlsruhe:
www.art-karlsruhe.de

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12min.me – Drei Vorträge x 12 Minuten im SteamWork Karlsruhe

In der Südweststadt von Karlsruhe befindet sich eine reizvolle Location. Ein Coworking Space namens SteamWork | Good Spaces. Zwischen 12min.me und SteamWork gibt es eine Kooperation, die den abwechslungsreichen 12min.me-Abend als Ehrenamt ermöglicht, wie mir Katharina, Eventmanagerin von SteamWork, berichtete.
Mit meinen eigenen Fotos spendiere auch ich einen kleinen Beitrag für das Fortblühen des Veranstaltungsformates.

Am gestrigen Abend (29.1.26) gastierte die vor über zehn Jahren in Hamburg ins Leben gerufene Veranstaltung also in Karlsruhe. Folgende Vortragende durften sich und ihre Themen für – nomen est omen – 12 Minuten präsentieren und jeweils darauf folgend für ein weiteres Dutzend an Minuten den Fragen der Zuschauer und Zuschauerinnen stellen.

Andine Pfrepper: Spotlight on: Bühnen-Skills für deinen Business-Auftritt

Jens Blust: Why Digitale Unabhängigkeit matters

Sandra Walzer: Von Augenrollen zu Aufmerksamkeit: Wie Personal Branding dir den Hintern rettet

Alle Redner und Rednerinnen haben mit einem gehörigen Maß an Verve ihre Vorträge und Botschaften über die Bühne gebracht. Bei Andine und Sandra ging es im Prinzip um zeitlose Themen: Selbstdarstellung, Selbstreflexion, Mut zur Veränderung und Mut, zum eigenen Ich zu stehen.

Jens Blust referierte über ein Thema, das uns eigentlich schon seit ein paar Dekaden beschäftigt bzw. beschäftigen sollte. Und trotzdem hat es gerade in diesen Tagen, Wochen und Monaten eine besondere Brisanz. Der nur schwer kalkulierbare POTUS ist seit einem Jahr Präsident eines Staates, der früher als der unerschütterliche Bruder Europas galt. Ja, schon immer unterschieden sich unser Kulturen. Aber derzeit scheinen sich sogar fundamentale gemeinsame Anknüpfungspunkte und Werte wie Freiheit und Demokratie zu entkoppeln. Digitale Unabhängig wird somit noch relevanter für uns Europäer und Europäerinnen.

Nachfolgend Impressionen von diesem nennenswerten Abend, der neben den spannenden Vorträgen jede Menge an Möglichkeiten zum Networking darbot. Herzlichen Dank an das Organisationsteam – Jenny Reichel und Jennifer Düing!


Text & Fotos: Michael M. Roth, Inh. MicialMedia, 2011 bis 2026
#MicialMedia15Jahre

Hier geht es zum gleichen Veranstaltungsformat.
Ende März 2026 in den Design Offices in Karlsruhe:
12min.me – Dieses Mal in den Design Offices am Hauptbahnhof Karlsruhe

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Mark Carneys Rede in Davos #WEF2026

Was vielen Nationen derzeit fehlt, und damit meine ich insbesondere europäische, wirtschaftsstarke Länder wie Deutschland, das ist der Mut, den hegemonialen Ansprüchen des gegenwärtigen Präsidenten der USA, Donald Trump, etwas entgegen zu setzen. Wenn es irgendwann so etwas wie die „Vereinigten Staaten von Europa“ geben sollte, dann liefert Kanada, was zumindest geografisch nicht mal zu Europa gehört, eine gute Steilvorlage.

Die Rede von Mark Carney (20.1.26), der der Liberalen Partei Kanadas angehört und am 14.3.25 als Premierminister des nordamerikanischen Staates vereidigt wurde, findet in diesen Tagen eine große Beachtung. Die von vielen bewunderte, zum Ausdruck gebrachte kanadische Unabhängigkeit von den USA könnte gleichsam als Ermutigung für Bundeskanzler Friedrich Merz fungieren, der heute in Davos mit seiner Rede an die Reihe kommt.

In seinem Vortrag sprach Carney davon, dass sich die Weltordnung nicht in einem Übergang befände, sondern einen Bruch erlebt. Die regelbasierte Ordnung bzw. ihr uneingeschränkter Fortgang sei eine Illusion.

Bei aller negativen Wahrnehmung appelliert Kanadas Premier, dass auch „mittlere Staaten“, etwa wie Kanada, etwas zu einer wertebasierten Ordnung beitragen könnten. Es geht um die Einhaltung von Menschenrechten und die Wahrung der Souveränität von Staaten. Angesprochen wurden auch die strategische Stärkung der Autonomie und die Diversifizierung von Handelspartnerschaften.

Links zur Rede von Mark Carney:
Mark Carney’s full speech at the World Economic Forum
Weltwirtschaftsforum: Rede von Kanadas Premierminister Mark Carney | 20.01.26
(mit anschließender Podiumsdiskussion und deutscher Simultanübersetzung)

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Jahresrückblick Fotografie 2025

Den diesjährigen Jahresrückblick starte ich mit einem Foto, auf dem ich selbst zu sehen bin, das freundlicherweise meine Assistentin gemacht hat. Es ist von der Vernissage zu unserer Ausstellung „Unter einem Himmel“ (Під одним небом) am 4.12.25 in der OrgelFabrikHalle Karlsruhe-Durlach.

Neben der Herausforderung der Bewältigung persönlicher Schicksalsschläge durfte ich mich an einigen wunderschönen Aufträgen in der Fotografie erfolgen in diesem, sich nun dem Ende neigenden Jahr 2025. Zu den Highlights für mich zählten u.a. das große Netzwerktreffen des Bundesverbandes Freie Darstellende Künste im Karlsruher Tollhaus. Aber auch das DevFest, eine vortrags- und dialogstarke Veranstaltung an der DHBW, Duale Hochschule Baden-Württemberg, in unserer Fächerstadt im Südwesten der Republik.

Menschlicher Begegnungen und der zwischenmenschliche Austausch sind immer wieder wichtig und inspirierend, um in Unternehmen und Vereinen, in Gesellschaften und in der Gesellschaft das Leben zu leben und – im besten Fall – dem Fortschritt und dem Fortschreiten der Menschheit den Weg zu ebnen. Zu meiner Expertise und besonderen Freude gehört es, diese wunderbaren Begegnungen fotografisch einzufangen.

In der Folge zeige ich Euch 1 + 10×10 Fotos von herausgegriffenen Veranstaltungen.
In chronologischer Reihenfolge:

Konzerthaus Karlsruhe: Lviv National Philharmonic Orchestra
Tollhaus Karlsruhe: Vortrag und Ausstellung von Till Mayer
Messe Karlsruhe: art Karlsruhe
Karlsburg Durlach: DMK Fastenbrechen
Schauburg Karlsruhe: Independent Days | Internationale Filmfestspiele 2025
Karlsruhe Institut für Technologie (KIT): 30 Jahre ITAS, Vortrag Maja Göpel
Karlsburg: 50 Jahre Diabetiker Baden-Württemberg (DBW)
Tollhaus: Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK), Großes Netzwerktreffen Verbindungen fördern
Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW): DevFest, Kongress der Google Developer Group Karlsruhe
OrgelFabrikHalle, Kulturverein der Orgelfabrik: Ausstellung Unter einem Himmel


Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia, Karlsruhe, 2011-2025

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Darstellende Künste und Bildende Kunst

Das, was war. November 2025. Darstellende Künste. Theater, Bühne, aber auch Literatur und Musik. Kunst in Bewegung, könnte man sagen. Es war ein wunderschöner Auftrag. Fotografische Begleitung. Viele, viele Fotos, am Ende blieben fast 500. Ausgewählt. Dezent nachbearbeitet. Von zwei Tagen Großes Netzwerktreffen. „Netzanschluss“. Highlight von „Verbindungen fördern“. Projekt vom Bundesverband Freie Darstellende Künste. Und das alles im Tollhaus Karlsruhe. Yay.

Das, was kommen wird. Dezember 2025. Bildende Kunst. Gestaltende Kunst, Malereien, Fotos, Skulpturen, wie man sie in einer Kunstgalerie oder Ausstellung entdecken kann. Wieder in Karlsruhe. Fächerstadt mit kulturellen Highlights! Schon aus Tradition. Auch wenn die Kulturszene, ja diese, manchmal nach mehr Förderung ruft. Doch in Momenten. Wie diesen. Und ebenso das gibt es. Glücksempfinden. Erstaunen, über die Möglichkeiten von Raum und Zeit. Dann noch in der OrgelFabrikHalle in Karlsruhe-Durlach. So eine Offerte. Und ich freue mich riesig. Denn es ist Zeit und Möglichkeit für unsere ukrainischen Künstlerinnen. Wir nennen diese Gruppe art USKA – Ukrainische Künstlerinnen in Karlsruhe. Und ihre Kunst bringt mich manchmal den Tränen nahe. Nicht nur, weil ich die Ukraine mag. Es gibt noch einen wichtigen und gewichtigen Grund. Ich mag Menschen. Und Kunst sowieso. Aber hallo. Also kommt und staunt. Zu und bei unserer Ausstellung „Unter einem Himmel“, auf Ukrainisch: „Під одним небом“: 5.-21.12.25, in der schon genannten Orgelfabrik, Karlsruhe, Durlach. Da muss man einfach hin. Da will man hin. Schon von innen heraus. Diesem inneren Drang dürft Ihr sehr gerne nachkommen. Also los, kommt! Die Vernissage: 4.12.25, 18:30 Uhr. Die Finissage: Sonntag, 21.12.25 (14-19). Wochentags öffnen wir immer 17-19 und am Wochenende 14-19 Uhr.

Zur Einstimmung. Wundersame. In meinen Augen einfühlsame. In Teilen fantastische Kunst. Von Valeriia Firsova. Sie gehört zur unserer Gruppe art USKA. Also wollen wir uns sehen? Dann müsst Ihr Euch auf den Weg machen. Und wir freuen uns auf Euch. Ganz bestimmt.



Fotos vom Großen Netzwerktreffen. Dem Netzwerk der Netzwerke des BFDK (Berlin). Aber zu jenem Zeitpunkt in Karlsruhe! – Michael M. Roth, MicialMedia

Kunstwerke von Valeriia Firsova: Natürlich von Valeriia Firsova.

Zur Zeit populär: facebook.com/teamartuska
Zur Zeit ein wenig angestaubt (Work in Progress): art.uskanet.de




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Fotografischer Nachklapp zur Frankfurter Buchmesse 2025

Schön war’s! Zumal ein sehr spontaner Entschluss und Prämiere für mich bei der Frankfurter Buchmesse (15.-19.10.25, Messe Frankfurt / Main). Meine Erwartung war, etwas Ähnliches vorzufinden wie bei der art Karlsruhe, der schon beeindruckenden internationalen Kunstmesse in der Fächerstadt. Doch hier in Frankfurt am Main schien alles nochmal eine Nummer größer zu sein. Insbesondere interessierte(n) mich der Bücherstand oder besser die Bücherstände der ukrainischen Vertretung bei dieser bemerkenswerten Buchmesse. Obwohl an den unterschiedlichsten, zahlreichen Stellen meine Blicke hängen blieben, schaffte ich es schließlich zum Schluss noch, bei meinem Lieblingsverlag, C.H. Beck, vorbei zu schauen. Allein dort war das Angebot an Büchern überwältigend, schier ein Ozean von Geschichten und Sachbüchern! So hat mir u.a. „Die Geschichte der Welt“ imponiert. Volker Reinhardt, emeritierter Professor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Fribourg, ist es gelungen „Völker, Staaten und Kulturen von den Anfängen bis heute“ (Untertitel) auf einem A5-Format mit 144 Seiten zu komprimieren. Chapeau!

Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia
– Fotografie von 2011 bis heute, 2025.
Karlsruhe, Deutschland und die Welt.

Referenz: Frankfurter Buchmesse

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