Nachruf für Papa

Im folgenden Beitrag geht es um etwas Persönliches. Sehr persönlich. Persönliche Dinge gehören zum Leben eines Menschen. Wir sind keine Roboter. Auch nicht nur Unternehmer*in oder angestellt. Wir Menschen sind Lebenwesen mit zahlreichen Emotionen, Sorgen, Ängsten, Hoffnungen, kurzum: Eine überaus facettenreiche Erscheinungsform der Natur. Wenn ich diese Zeilen, die von Herzen kommen, veröffentliche, dann öffne ich gleichzeitig die Fenster in meinem „Haus Mensch“. Ich gebe Gelegenheit für Anteilnahme, für tröstende Worte meiner Mitmenschen. Und ich mag die eine oder andere Fabel weiter geben, die das Leben schon andere Menschen lehrte, und die vor allem auf die zeitliche Begrenztheit unserer Existenz auf dem Planeten Erde deutet, die sagt: Das Leben ist kostbar! Der Tag, an dem ein Elternteil von dir stirbt, ist ein bisschen wie „das jüngste Gericht“ oder wie dieses in der Vorstellung von so manchen gläubigen Menschen existieren mag: Mit einem Mal schießen dir Tausend Dinge durch den Kopf, Erinnerungen und Erlebnisse, schöne und herausfordernde, die du mit diesem Elternteil geteilt hast, welches nun von dir und von dieser Welt gegangen ist. Tränen bahnen sich ihren Weg, du könntest Badewannen heulen. Denn du weißt, das Leben dieses Menschen hat viel, sehr viel mit deiner eigenen Existenz zu tun. Sein Ableben berührt dich vielleicht mehr, als irgendetwas jemals dich berührt hat. Letzte Nacht, vom 22. zum 23.7.2019, ist mein Vater im Alter von 83 Jahren verstorben.

„Papa, warum lässt Du mich allein?“ – „Weil es höchste Zeit ist, mein Junge, dass Du Deinen Mann stehst, auch ohne mich leben und existieren kannst! Aus Dir ist doch was geworden, oder nicht?“ – „Ja, aber sicher doch!“, möchte ich ihm zurufen, wenn er es noch hören könnte. Vielleicht gibt es ja einen Geist, der über uns schwebt. Oder die Metapher des „Ruhen in Frieden“, die das Beste meint und uns selbst auf eine Art beruhigen mag.

Ein Mensch mit vielen Superlativen

Oft erzähltest Du uns vier Kindern von Deiner Kreativität. Mit 15 oder 16 bautest Du Dein eigenes Radio. Natürlich nicht so wie heute, dass man eben mal beim Elektronikfachhandel vorbei schaut und sich den dafür notwendigen Bausatz besorgt. Während Deiner Kindheit und Jugend war ja alles Mangelware, trotzdem hast Du es irgendwie geschafft. Als Sohn einer Bauernfamilie wurdest Du Landmaschinen- und Traktorenschlosser. Später folgte das Studium der Elektrotechnik und eines Tages warst Du Chef der Sektion „Technische und Biomedische Kybernetik“ der Technischen Hochschule Ilmenau. Dein Titel Prof. Dr. Dr. vor dem Michael Roth zeigte an, dass nur ein einziges Fachgebiet viel zu langweilig für Dich gewesen wäre. Nein, Du musstest unbedingt auch noch Philosoph werden, klar. Man gönnt sich ja auch sonst nichts!

Du hast selbst von Dir gesagt, dass Du den ersten Doktoranden auf dem Gebiet der Mikroprozessortechnik nicht nur in der DDR, sondern in ganz Deutschland hattest. Ich lass das hier einfach mal so stehen. Tatsächlich warst Du der Herausgeber der ersten Zeitschrift in der DDR zum Thema Mikroprozessortechnik mit der „MP“, die 1987 erschien.

Für Dich und Deine Familie bautest Du Dein eigenes Haus im schönen Ilmenau, das Du über die Jahre lieben gelernt hattest. Ich habe nie einen Menschen persönlich kennen gelernt, der Wissenschaft, theoretisches Wissen und praktisches Handwerk besser und effizienter verbinden konnte, als Du.

Ich erinnere mich noch daran, als Du 40 wurdest. Du meintest: „So, die Hälfte des Lebens ist geschafft. Eigentlich ist es viel zu kurz. Man kann so viele Dinge entdecken und erfinden. Ein Menschenleben reicht gar nicht!“.

Last but not least: Möglich gemacht hat Deine großen Taten, Deine internationalen Patente, dass Du „Verdienter Techniker des Volkes“ wurdest etc. pp. Deine Frau und meine liebe Mama! Was in der DDR als Gleichberechtigung galt und aus einer Perspektive auch war, dass die meisten (Ehe-)Frauen einer eigenen Arbeit nachgingen. Mama hat das so ausgefüllt, wie man es wohl gar nicht weiter expandieren kann. Sie hat Dir den Rücken frei gehalten für Deine wissenschaftliche Arbeit, sie arbeite selbst als Kinderkrankenschwester in Schichten UND zog „nebenbei“ noch vier Kinder groß. Wenn das nicht übermenschlich ist, was dann? Bis zum Schluss hat Mama Dich umhegt und versorgt, dabei buchstäblich ihr letztes Hemd gegeben. Ob man IHRE Anstrengungen jemals durch irgendetwas aufwiegen kann, bleibt für mich diffus. Eins ist klar: Der Dank der Kinder geht mindestens genauso authentisch und groß an die Mutter wie an den – nun verstorbenen – Vater!

Übervater, Lehrmeister und Glücksbringer

Wie viele Momente mag es gegeben haben, in der Du Deiner Familie, Deiner Frau und uns Kindern Dein Wissen, Deine Perspektive auf die Welt, aber natürlich auch Deine Liebe vermittelt und geschenkt hast?! Als ich 5 Jahre alt war, brachtest Du mir Schach bei. Das führte dazu, dass ich im Schulalter ein paar kleinere, für mich damals aber ganz große Titel holte wie die Kreismeisterschaft (Ilmenau) und den vierten Platz im Bezirk (Suhl).

Noch als Schüler durfte ich Teil Deiner Vorlesung zum Thema „Chaostheorie“ werden. Vor versammelter Studierendenschaft war ich so aufgeregt, dass ich mich zwischendurch verhaspelte und bis zur Lösung des Magischen Würfels 3:30 der sonst üblichen 2:45 min benötigte. Am Ende freute ich mich natürlich über den Applaus.

Deine Arbeit zum philosophischen Doktor, „Kooperation und Evolution von Mensch und intelligentem Automat“ durfte ich Korrektur lesen. Kein Wunder, dass mir meine damaligen Freunde den Co-Spitznamen „Laufendes Fremdwörterbuch“ gaben. Das, was von Dir kam, ging zweifelsohne über das generelle Schulwissen hinaus.

Und ja, wir Kinder brauchten einige Zeit, um aus Deinem Schatten heraus zu treten. Du hast uns immer gefordert und gefördert, manchmal aber auch überfordert. Es ist ja nicht außergewöhnlich, dass Kinder in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Trotzdem hat es mir persönlich gut getan, als ich als Informatiker nach meiner Zeit in der IT-Branche mich als Fotograf selbständig machte. Es gab eine Zeit, da Du selbst, damals noch analog, mit Freude und Leidenschaft die Spiegelreflex in die Hand genommen und die schönsten Urlaubsorte in Bildern verewigt hast. Zwar bin ich nun Fotograf, aber die Themen der Informatik, moderner Entwicklungen wie der KI lassen mich nicht los, vor allem deren philosophische Betrachtungen. Da schließt sich der Kreis zu Deinem zweiten, philosophischen Doktortitel, oops. Ich bringe die Ethische Intelligenz in die Diskussion ein. Während mir früher Deine philosophischen oder weltpolitischen Reden manchmal zu lang wurden, wünschte ich mir heute ein, zwei Bemerkungen von Dir dazu. Sei mir nicht böse, wenn ich mir da ein bisschen was in Gedanken zurecht schiebe. Vieles hängt doch davon ab, wie wir damit umgehen.

Es bleiben lebens- und liebenswerte Erinnerungen

Als kleiner Junge bist Du aus der Slowakei, Klein Lomnitz oder Lomnička, wo die Zipser Deutschen vor Jahrhunderten gesiedelt hatten, zurück gekommen nach Deutschland. Bauernhof und Scheune waren Dein Zuhause. Wir Kinder nutzten später den inoffiziellen Spielplatz oft zum „Rumtollen“. Ich hatte durchaus ambivalente Gefühle, als ich Zeuge einer Schweineschlachtung werden durfte. Aber das gehörte damals zum bäuerlichen Leben dazu. Schöner war es da, die Eierschalen von den Eiern, die die Hühner selbst gelegt hatten, eben diesen zum Futtern zurück zu geben, puuut, puuut, so hörte es sich damals an.

Du hast uns immer Idealismus und Tatkraft vermittelt, die Du im eigenen Leben appliziertest. Oft handeltest Du über einen Rahmen hinaus, die die damalige sozialistische Gesellschaft vorgegeben hatte. Als ein Student Deiner Sektion (heute: ähnlich Fachbereich bzw. übergreifend) an einer Wandzeitung (heute: Schwarzes Brett) nach dem Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan kritisch kommentierte, dass die Russen lieber das Land verlassen sollten, drohte diesem Studenten die Exmatrikulation. Du setztest Dich für ihn ein, und am Ende durfte er weiter studieren. Wachsamkeit, das Hinterfragen von Dingen, die um uns herum geschehen, das haben wir von Dir gelernt.

Lieber Herr Professor, wie Du besonders am Ende sehr gerne gerade von fremderen Menschen genannt wurdest, mein liebster Vati, ich lasse Dich ziehen in Deine wohl verdiente Ruhe. Dein Ableben hat mich sehr traurig gemacht, und diese Traurigkeit wird ein Teil von mir sein und bleiben. Gleichzeitig bin ich froh über viele gemeinsame Stunden, Momente, glückliche Erlebnisse, die wir mit Dir als Familienvater erleben durften. Das Leben ist kostbar. Du bleibst in unserer besonderen Erinnerung. Danke für alles! – Dein Sohn und – sicher in weiten Teilen zutreffend – Deine Frau, Deine vier Kinder, Verwandte und Freunde und (ehemaligen) Arbeitskollegen. Ruhe in Frieden!


Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia

Referenz: Papa | Prof. Michael Roth in der Wikipedia

Kondolenz-Kommentare auf Facebook – herzlichen Dank dafür! :

Jenny Warzecha Mein Beileid Dir, lieber Micha!

Magdalena Grecu Rest in peace! RIP❤

Hakan Mandalinci Mein Beileid Michael, möge er in Frieden ruhen. Wünsche Dir viel Kraft.

Christine Holsten Lieber Micha, meine aufrichtigen Gedanken der Anteilnahme sind bei Dir ??.
Danke, dass dein Papa war, wie er war, sonst wärest Du nicht! Auch, der Du jetzt bist.
Ein Mann, echt und authentisch, liebevoll u klar.
Ein Visionär halt viel vom Papa ?❤️?
Sei gesegnet für diese Zeit jetzt. Tine

Nicki-g Aus-d Das tut mir leid, lieber Michael , fühl dich gedrückt und behalte ihn im Herzen , dann ist er immer bei dir !

Maria Baumann Mein Beileid, Micha!

Jörg Rupp Mein herzliches Beileid

Alain Mercado Mein Herzliches Beileid Michael und Grüße aus Mexiko

Hans Steiner Viel Kraft für euch alle in dieser schweren Zeit!
Herzliches Beileid!

Karlheinz Goder Mein herzliches Beileid, lieber Michael!

Jutta Käthler Lieber Michael, herzliches Beleid! Wir denken an dich.

Sandra Schlensog Ein herzliches Beileid. Viel Kraft dir und deiner Familie. Fühl dich gedrückt.

Bernadette Fink Ein schmerzlicher Lebensabschnitt, mein Beileid.

Marc Ephraim Ich denke an Dich ? erlaube Dir schwach und traurig zu sein – das darf man! ?‍♂️?

Rolf Ableiter mein herzliches Beileid, lieber Michael ?

Christel Fichtmueller Herzliches Beileid!

Markus Lamers Mein herzliches Beileid, lieber Micha .. mögest du viel Kraft in der schweren Zeit finden.

Carola Wüst Mein herzliches Beileid!

Lara Schneider Tut mir sehr leid Micha ? bin in Gedanken bei dir

Thomas Jessen Herzliches Beileid, lieber Michael!

Matthias Benz Herzliches Beileid lieber Michael ?

Cal Dana ❤ auf das seine Seele Frieden findet, ihr Trost und Liebe füreinander

Aydin Mir Mohammadi Mein herzliches Beileid.

Katrin Wacki Wackwitz Mein herzliches Beileid Michael, ich wünsche euch viel Kraft für die kommende Zeit.

Johanna Kirsch Aufrichtige Anteilnahme ?

Meri Uhlig Von Herzen mein Beileid, lieber Michael!

Guenther Schreiner Mein Mitgefühl, lieber Michael!

Moritz Hi Lieber Michael, mein herzliches Beileid.
„Ich bin von euch gegangen
nur für einen Augenblick
und gar nicht weit.
Wenn ihr dahin kommt,
wohin ich gegangen bin,
werdet ihr euch fragen,
warum ihr geweint habt.
Antoine de Saint-Exupéry“

Corinna Schmidt Herzliches Beileid

Ines Richter Tut mir leid für Dich und Euch. Unser herzliches Beileid. Liebe Grüße auch von Silke. Viel Kraft.

Viktor Koltun Death Is Nothing At All
Death is nothing at all.
It does not count.
I have only slipped away into the next room.
Nothing has happened.
Everything remains exactly as it was.
I am I, and you are you,
and the old life that we lived so fondly together is untouched, unchanged.
Whatever we were to each other, that we are still.
Call me by the old familiar name.
Speak of me in the easy way which you always used.
Put no difference into your tone.
Wear no forced air of solemnity or sorrow.
Laugh as we always laughed at the little jokes that we enjoyed together.
Play, smile, think of me, pray for me.
Let my name be ever the household word that it always was.
Let it be spoken without an effort, without the ghost of a shadow upon it.
Life means all that it ever meant.
It is the same as it ever was.
There is absolute and unbroken continuity.
What is this death but a negligible accident?
Why should I be out of mind because I am out of sight?
I am but waiting for you, for an interval,
somewhere very near,
just round the corner.
All is well.
Nothing is hurt; nothing is lost.
One brief moment and all will be as it was before.
How we shall laugh at the trouble of parting when we meet again!

Claudia Christina Leis Mein herzliches Beileid ❤️

David Seldner Mein herzliches Beileid!

Cristian Grapatin Mein herzliches Beileid
Ganz viel Kraft und Gottes Segen für euch

Merve Punar Mein herzliches Beileid dir und deiner Familie…

Johannes Brehme Lieber Michael, mein herzliches Beileid.

Simone Trägner Lieber Michael, dir und deiner Familie mein aufrichtiges Beileid!

Sabine Frings Mein aufrichtiges Beileid ?


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Interreligiöse Radtour? Karlsruhe kann das!

Wie schön. Man braucht nicht Angehöriger einer bestimmten Ethnie oder Religion sein, auch nicht Agnostiker oder Atheist. Es ist egal. Wir sind alle Menschen. Diese Erkenntnis ist so simpel und evident; trotzdem fühlen wir uns durch die Andersartigkeit unserer Mitmenschen immer wieder herausgefordert oder gar provoziert. Dass es auch anders geht, zeigt Karlsruhe. Da nimmt der Oberbürgermeister der Stadt schon mal am Fastenbrechen der Muslime zum Ende des Ramadams teil oder macht gar in Zusammenarbeit mit dem DMK ein großes, kulturelles, städtisches Ereignis daraus. Bravo! Auch Fußballmannschaften mit Spielern verschiedener Religionszugehörigkeiten wie dem Christentum und dem Islam treten in Freundschaftsspielen ebenso freundschaftlich gegeneinander an. Dazu wird Kuchen gereicht, schließlich soll es allen gut gehen. Musik für die Seele! Und nun, wie ich gehört habe, schon das zweite Mal eine interreligiöse Radtour. Wie genial ist das denn? Ich finde: sehr! Während meiner inzwischen mehrjährigen Wohnhaft in meiner Wahlheimat Karlsruhe habe ich so einige Netzwerke aufgebaut durch wiederholtes Besuchen von einschlägigen Veranstaltungen. Letzten Endes führte das auch zu einer interreligiösen Verpflechtung. Gerade beim DMK konnte ich viele tolle Freunde gewinnen. Und gestern rief mich eine Freundin aus der Jüdischen Glaubensgemeinschaft an und fragte mich, ob ich bei der interreligiösen Radtour mitmachen würde. Ein bisschen zögerte ich noch aufgrund der aktuell außergewöhnlichen Hitze in der Badenmetropole wie in Deutschland überhaupt. Schließlich entschloss ich mich zur Teilnahme und bereue diese nicht! Nähere Infos zur Radtour findet Ihr hier:

Garten der Religionen Karlsruhe – Interreligiöse Radtour
Orga: Garten der Religionen & die Christlich-Islamische Gemeinschaft Karlsruhe

Und von mir gibt es zum Abschluss noch ein paar fotografische, dieses mal mit dem sehr portablen Smartphone eingefangenen Impressionen:

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Der Eventfotograf als Fußballfotograf – Finaltag Amateure 2019

So schnell – und kurzfristig – kann es gehen. Nur vier Tage vor dem Finaltag der Amateure erhielt ich einen Anruf. Ich war gerade in der Bahn auf der Rückreise von meiner Heimatstadt Ilmenau in Thüringen nach meiner Wahlheimatstadt Karlsruhe. Da bimmelte das Smartphone. Eine unbekannte Stimme erkundigte sich, ob ich der Eventfotograf von Karlsruhe sei. Natürlich bestätigte ich sofort, ohne zu ahnen, worauf ich mich einlassen würde. Als die genannten vier Tage rum waren, fotografierte ich erstmals professionell ein Fußballspiel, das in der Konferenzschaltung auch in der ARD Sportschau übertragen wurde. Die Begegnung im Landespokal Saarbrücken hieß SV Elversberg vs. 1. FC Saarbrücken. Die Landeshauptstädter konnten das Spiel mit 2:1 für sich entscheiden, und ich hatte eine große Anzahl von eindrucksvollen Fußballfotos im Kasten, wie man so schön sagt. Dabei auch der optisch spektakuläre Fallrückzieher seitens des Saarbrücker Fußballspielers.

Die Berliner Werbeagentur Salt Works hatte im Internet nach „Eventfotograf Karlsruhe“ gesucht und war bei „MicialMedia“ fündig geworden. Durch die Verschiebung des Spiels KSC vs. Waldhof Mannheim auf Sonntag, durfte ich am Ende beide Partien fotografisch begleiten. Der Karlsruher Sport-Club entschied das Match mit 5:3 für sich und wusste den Gewinn des Pokals ausgiebig zu feiern. Insgesamt standen sich am Finaltag der Amateure, Samstag, 25.5.19, in Ergänzung der Sonntag, 42 Fußballmannschaften der 3. bis 6. Ligen gegenüber.

Wenn sich jetzt der eine Leser oder die andere Leserin fragt, was die Fußballfotografie besonders ausmacht oder worin die Unterschiede zur (allgemeinen) Eventfotografie liegen, so möchte ich hierzu gerne noch ein paar Worte verlieren. Ich möchte mal behaupten, dass die Fotografie eines Fußballspieles bzw. die fotografische Begleitung grundsätzlich möglich ist, wenn man Erfahrung in der Eventfotografie hat. Damit meine ich dynamische, szenische Abläufe, die im detaillierten Verlauf nicht immer und nicht notwendigerweise vorhersehbar sind. In Bezug auf die Technik ist eine Kamera mit einem zügigen, ich will fast sagen „seamless“, Autofokus natürlich von Vorteil. Hier macht sich ausgereiftes, professionelles Equipment bezahlbar. Dazu gehören auch lichtstarke Objektive im Tele- bzw. Supertelebereich. Denkbar wären Supertelezooms, die auch im Telebereich noch eine Flexibilität bzgl. der Brennweite und damit des Bildwinkels gestatten. Konkreter Weise hatte ich mich jedoch für eine lichtstarke Festbrennweite entschieden, das Nikkor 300mm f/2.8 VR II. Positiv angetan war ich von seinem super schnellen Autofokus! So grob gesagt, war es das eigentlich schon. Nicht zu vergessen: Von Vorteil ist eine gewisse Affinität, die man allgemein zu einer Veranstaltung oder eben zu einer konkreten Sportart hat. Beim Fußball ist es so, dass ich als Kind und in der Jugend im heimatlichen Fußballverein (damals Chemie Industriewerke Ilmenau) gespielt hatte. Mein kürzlich verstorbener Onkel, Hans Roth, war über viele Jahre Mannschaftsarzt beim traditionsreichen und erfolgreichsten DDR-Fußballclub Carl Zeiss Jena. Wenn man unter solchen Voraussetzungen keine Affinität zu dieser tollen Ballsportart hat, dann ist man eigentlich selbst dran Schuld. Ich kann abschließend nur sagen, dass die zwei Foto-Fußballtage für mich eine sehr erlebnisreiche und erfolgreiche Angelegenheit waren. Gerne wieder!


Weiterführender Link:

https://www.dfb.de/news/detail/anstosszeiten-fuer-finaltag-der-amateure-2019-sind-festgelegt-201128/


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Das Independent Days Filmfest – Ort der Begegnung

Bei meinem monatlichen Rückblick erinnere ich gerne an eine Veranstaltung, die Anfang April stattfand, und die in Karlsruhe so richtig Tradition hat. Die Independent Days | Internationale Filmfestspiele fanden inzwischen zum 19. Male in der Schauburg statt. Ich persönlich bezeichne mich nicht als einen Kenner der Filmbranche. Aber ich habe dafür ein Gefühl entwickelt, welche Art von Film mich anspricht. Das Schöne am Fest der unabhängigen Low-Budget und Kurzfilme ist ja gerade, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Liebes- oder auch zukunftsorientierte Szenarien, bei denen es u.a. um mein Lieblingsthema „Künstliche Intelligenz“ ging (siehe dazu auch meinen Artikel „Ethische Intelligenz als Chance für ein reformiertes Selbstverständnis der Menschheit in Parität zur Künstlichen Intelligenz“), fanden hierbei besonders mein Interesse. Oftmals waren Filmhelden und -Heldinnen oder Regisseur*innen live vor Ort und stellten sich den neugierigen Fragen des Publikums. Es ging also nicht nur um Präsentation, sondern auch um Interaktion, ein sehr einladendes Eventformat!

Neben den zahlreichen Filmvorführungen aus den unterschiedlichsten Genres gab es eine Reihe von Nebenschauplätzen. Einen Eröffnungsimbiss in der Filmemacher-Lounge, Workshops von Menschen aus der Filmbranche mit Expertise, eine Award Gala mit vielen prominenten Leuten. Besonders witzig und originell fand ich, dass der Künstler und Zeichner Markus Nieden wieder vor Ort war und kostenlos sein kreatives Wirken anbot. Bereits vor einem Jahr hatte ich ihn an selber Stelle kennen gelernt. Er resümierte charmant, dass ich in Begleitung hübscher Frauen käme, während er seine Malstifte mitbrächte. Was für eine treffliche Ergänzung. 🙂 Inzwischen habe ich mit Markus schon in der Oktave, einer sehr netten und gemütlichen Location in der Oststadt von Karlsruhe, die Zweite Portraitnacht Karlsruhe durchgeführt, bei der wir uns gegenseitig ergänzten, er malerisch, ich fotografisch. Bei uns beiden darf man sich also nicht wundern, wenn im Sinne von 1+1=3 neue, kreative Projekte entstehen. Ein paar Inspirationen wurden von Künstler zu Künstler bereits ausgetauscht, und ich freue mich auf weitere!

Mein besonderer Dank gilt natürlich Oliver Langewitz, der als Festivalleiter immer wieder sein Organisationstalent und Herzblut einbringt in die Independent Days. Inklusive seinem fleißigen Team. Mein „Thank you“ müssen ebenso über sich ergehen lassen: Morgane, Shamila, Markus und Vivien. Nicht zuletzt Dank an alle Interessenten und Teilnehmenden, die eine solche Veranstaltung dann tatsächlich auch mit Leben füllen und zu einem echten Happening werden lassen!



Morgane: Glücklich, soeben von Markus Nieden gezeichnet worden zu sein. 🙂
Morgane & me: Manchmal klappt es doch mit dem Selfie! 🙂
Das nenne ich ein Happening!
Shamila präsentiert stolz die Arbeit von Markus Nieden
Und nochmal in anderer Perspektive: Shamila und Markus

Alle Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia

Weitere Infos zu den Independent Days:
https://www.independentdays-filmfest.com/

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8 Jahre MicialMedia: Menschen, Begegnungen, Emotionen


Heute vor acht Jahren begann für mich ein neuer Lebensabschnitt. Am 31.3.2011 setzte ich mein Vorhaben um, mich selbständig zu machen. Bis dahin war ich in der IT-Branche tätig, hatte bei verschiedenen Internetprovidern gearbeitet und zuletzt als Linux-Systemadministrator am Forschungszentrum Karlsruhe, heute KIT Campus Nord.

Für die Selbständigkeit hatte ich zwei Standbeine. Das eine war die Beratung von Unternehmen in Sachen Social-Media-Kommunikation und Social-Media-Marketing. Bis heute werde ich hier von Firmen angefragt, gerade wenn es um den Einstieg oder die Optimierung von Social Media im Unternehmen geht oder bezüglich der sozial-medialen Eventbegleitung.

Über die inzwischen 8 vergangenen Jahre meiner Selbständigkeit hinweg bildet die Fotografie den Schwerpunkt. Die Fotografie ist unendlich vielfältig, komplex, facettenreich, aber auch einfach und straight zu handhaben oder umzusetzen. Wahrscheinlich ist es deswegen auch so unendlich wichtig, sich für Kernbereiche der Fotografie zu entscheiden und auf diese zu fokussieren. Während ich in der Anfangszeit von MicialMedia vieles ein bisschen, aber nichts richtig oder richtig gut fotografiert habe, verfrachtete ich mich über die Jahre hinweg aufgrund von immer wiederkehrenden Erlebnissen und Ereignissen in das große und großartige Feld der Eventfotografie.

Selbst bei den Veranstaltungen gibt es, wie sich jeder leicht vorstellen kann, eine Vielzahl und Vielfalt von Kategorien. Aber alle haben sie etwas gemeinsam: Es sind die Menschen und deren Begegnungen. Eventfotografie bzw. Veranstaltungsfotografie biete ich vor allem in der Linie Kongresse, Konferenzen, Tagungen, Symposien mit professionellem Anspruch an. Die Aufnahmen, die hierbei entstehen, bezeichne ich als szenisch-authentisch. Weitere Veranstaltungsarten können bspw. im kulturellen (Ausstellungen, Vernissagen, Kulturtage usw.,) oder im sportlichen Bereich liegen. So habe ich die Badische Meile in Karlsruhe mehrmals fotografiert. Für insgesamt 300 schönste Fotos siehe meine Jahresrückblicke 2016 | 2017 | 2018.

Auf Platz 2 neben den Events liegt bei mir die Portraitfotografie. Hierbei spielt die Linie der internationalen Frauen eine große Rolle, der ich den Namen Blue Dot Beauties gegeben habe. Es handelt sich um die Schönheiten des Planeten Erde, die ich freilich auch aus meiner männlichen Sicht wahrnehme. Aber auch Männer kann ich als schön empfinden. Am Ende geht es darum, die Persönlichkeit eines Menschen einzufangen. Daher porträtiere ich grundsätzlich alle Menschen, am liebsten in ihrer natürlichen Wesensart.

Menschen fotografiere oder porträtiere ich ebenso im Zeitgeschehen, wie die junge schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, der ich glücklicherweise am 1. März 2019 bei der #FridaysForFuture Demo in Hamburg begegnet bin. Ich bin zwar im kleinen thüringischen Städtchen Ilmenau geboren und lebe in Karlsruhe, aber das hält mich nicht davon ab, deutsche Metropolen wie Stuttgart, München, Berlin oder eben auch Hamburg zu explorieren. Die Offenheit des Geistes und die Neugierde auf Menschen ermöglichen und befördern die geistige und körperliche Begegnung innerhalb von Deutschland und darüber hinaus.

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bedanken bei meinen Kunden, bei Freunden, Bekannten und Verwandten, die mich in den bisherigen Jahren meiner Selbständigkeit großartig unterstützt haben. Manchmal genügt da ein Anruf oder ein spontanes Melden in dem Sinne „Lass uns mal wieder einen Kaffee oder ein Bierchen zusammen trinken gehen!“. Viele Kunden haben mich über Jahre hinweg immer wieder beauftragt. Manche springen ab, weil ich ihnen zu teuer (oder zu günstig?) bin oder weil ich ihren Anforderungen nicht exakt entspreche. Auch das gehört zum Unternehmertum dazu, Fehler zu machen. Immerhin kann man aus ihnen lernen. Außerdem muss eine Kunden-Lieferanten-Beziehung auch immer irgendwo auf der menschlichen Ebene passen. Und natürlich einen Benefit, nennen wir es ruhig Mehrwert, für beide Seiten erbringen. Feedback und eine gegenseitig wertschätzende Kommunikation spielen hier eine große Rolle.

Nochmals vielen lieben Dank an alle, die sich für meine Fotografie interessieren bzw. auf irgendeine Art und Weise im Kontext involviert sind. Auch oder gerade als Einzelunternehmer braucht man ein Netzwerk von Freunden, Interessenten und Unterstützern. Zum Abspann noch ein paar Fotos aus den o.g. Bereichen. Auf die nächsten acht Jahre! 🙂

PS: Noch ein kleines Bonbon bzw. großes Eis. Noch genauer: Anlässlich meiner aktuellen Glückszahl 8 lade ich 4 Menschen zu je 2 Kugeln Eis ein. Die ersten vier Leute, die den Typ meiner ersten Spiegelreflexkamera (DSLR) richtig kommentieren, sind dabei. Einzulösen in der warmen Saison ab sofort bis Ende 2019.
a) Canon EOS 750
b) Nikon D70
c) Samsung Galaxy S7
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.



Fotos by Michael M. Roth, MicialMedia:

01 Open Borders, Orgelfabrik Karlsruhe / Durlach
02 Absolventinnen und Absolventen der Hochschule für Technik & Wirtschaft Karlsruhe
03 Startup Weekend Reutlingen
04 Shift/CX, Westhafen Pier 1 in Frankfurt am Main
05 Digital Workplace Tech in München
06 Israel Startups @ Technologiefabrik Karlsruhe
07 Play your home – Heimatgeschichten at Cola Taxi Ok
08 Blue Dot Beauties (BDB) : Momo
09 BDB: Ana Sofie
10 BDB: Mimi
11 Greta in Hamburg bei Fridays For Future
12 Straßenfotografie (Street) Happy Girl
13 Street Glücklicher Bücherwurm



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BahnCard 100: Freiheit unlimited

Hauptbahnhof Karlsruhe: Mein Dreh- & Angelpunkt für Geschäftsreisen und Abenteuer | Foto: MicialMedia

Erfüllung eines Traumes

Lange habe ich darauf gewartet oder mich selber zappeln lassen: Die BahnCard 100. Ein (nicht zu) kleines Träumchen geht in Erfüllung! Genauer gesagt, ist es eine Probe BahnCard 100. Was so viel bedeutet, dass diese BahnCard nicht die Gültigkeit eines kompletten Jahres hat, sondern „nur“ für die Dauer von drei Monaten. Bei mir werden es sein die Monate März, April und Mai 2019.

Über die Zauberkräfte der BahnCard 100

Was kann diese ominöse BahnCard 100 eigentlich? Wahrscheinlich sowas wie die BahnCard 25 oder BahnCard 50. Nur, dass man nicht bloß 25 oder 50, sondern sogar 100% vom Fahrpreis erstattet bekommt. Und es wird noch besser: Man braucht sich nicht mal um ein Ticket zu kümmern. In der Konsequenz kann man sich praktisch in jeden Zug setzen. Natürlich kann so ein bisschen Planung nicht schaden. Aber auch dann. Wird ein Zug verpasst, setzt man sich einfach in den nächsten. Die BahnCard 100 befreit einem so ein bisschen von unnötigem Ballast im Kopf wie „Ach da muss ich ja noch Fahrtkosten drauf schlagen“ oder „Hilfe, hab ganz vergessen, mein Ticket zu buchen“. Ja, für die Dauer von drei Monaten kreuz und quer durch die Republik fahren zu dürfen, das erfordert zunächst eine Anfangsinvestition, über deren Sinn sich die meisten Menschen vor dem eigentlich Kauf besser Gedanken machen. So in der Art wie: „Werde ich überhaupt annähernd die Investition (1312,- EUR) wieder herein bekommen? Welcher Mehrwert genau stellt sich für mich dar?“.

Sichtbarkeit als Mensch und Fotograf

Jeder mag die Anschaffung einer BahnCard 100 anders für sich selbst rechtfertigen oder begründen. Bei mir liegt die Hauptintention ganz klar in der Ankurbelung meines Geschäftes. Bereits vor der Anschaffung der BahnCard war und bin ich ein Vielreisender. Pro Monat kommen bis zu 10 oder 12 Aufträge zusammen, die ich als Fotograf in verschiedenen Städten Deutschlands erledige. Karlsruhe und Stuttgart, zuletzt vermehrt auch München, bilden hier im süddeutschen Raum einen Schwerpunkt. Als nun mehr (Interims-)BahnCard-100-Besitzer bin ich gleichermaßen offen für Aufträge in Leipzig, Berlin oder Hamburg. Ein paar meiner Freunde und Bekannten haben sich schon bei mir gemeldet und mir ihre Wohnraummöglichkeiten zum kürzeren Verweilen angeboten. Wie lieb von Euch! So bspw. Christian Seebauer und Thomas Reich in München, Sascha Pollok in Hamburg und Lukas Müller in Berlin. Hier und da wurde ein Fotoworkshop gewünscht. Sehr gerne werde ich dem nachkommen! Ich freue mich sehr, wenn ich meine Sichtbarkeit vor allem als Event- und natürlicher Portrait-Fotograf weiter erhöhen und damit gleichzeitig auch noch Gutes tun kann. „Win-Win“ heißt das Ergebnis hoffentlich zahlreicher zwischenmenschlicher Begegnungen auf Augenhöhe.

Aufträge bei Kongressen sowie sonstige kreative Projekte gesucht

In den letzten acht Jahren habe ich zahlreiche Veranstaltungen, darunter Kongresse mit bis zu 2.000 Teilnehmern, auch Sport-Events, wie die Badische Meile in Karlsruhe, mit über 6.000 Menschen, fotografisch begleitet. Die facettenreichen Begegnungen zwischen Menschen fotografisch einzufangen, das gehört inzwischen zu meinen Grundbedürfnissen. Zur Not faste ich lieber im Intervall, als auch nur einen Tag auf die Erstellung eines Fotos zu verzichten.
Sollte jemand von Euch Ideen für Projekte im fotografischen Bereich haben, sei es bei Schloss Neuschwanstein im Südwesten oder auf Insel Usedom im hohen Norden, ich wäre für jede Inspiration offen. Für den März sind schon mindestens vier Reisen geplant. Morgen, also kommende Nacht, geht es bereits nach Hamburg zum Schulstreik, wo ich u.a. die prominente Besucherin und Initiatorin von #FridaysForFuture, Greta Thunberg, fotografieren möchte. Am Montag bin ich dann in Berlin bei einer Filmveranstaltung in der Landesvertretung Baden-Württemberg „Frau Quote und Herr Rolle“. Es stehen weitere Events an in Stuttgart und München.

Interesse an Politik, Gesellschaft und Technologieentwicklung

Wenn es auf der Welt eine Informatikerfamilie gibt, dann ist es sicherlich die meines thüringischen Elternhauses. Bis auf Mama, sehr fleißig in der Gesundheitsbranche, haben bei uns alle Informatik studiert. Das Interesse an Technik und Gesellschaft habe ich 1:1 von meinem Vater übernommen. „In die Wiege gelegt“, wie man so schön sagt. Bereits als ich mein Abitur machte, hatte ich eine starke Neigung zu Themen wie der Künstlichen Intelligenz. Die persönliche Begegnung mit Joseph Weizenbaum, der als einer der Väter der KI gilt, vertiefte mein Interesse. Und natürlich die Kombination mit Ethik. Als logische Konsequenz werfe ich den Terminus der Ethischen Intelligenz als eigene Kategorie in die Diskussion, siehe auch:
Ethische Intelligenz als Chance für ein reformiertes Selbstverständnis der Menschheit in Parität zur Künstlichen Intelligenz
Wer dazu meine Meinung hören möchte, darf mich deutschlandweit auf entsprechende Podien einladen, damit ich hier meine Perspektive artikulieren und neue Impulse für die Gesellschaft der Zukunft geben kann.

Und jetzt bin ich sehr, sehr gespannt auf die kommenden drei Monate, auf meine Erlebnisse und viele schöne, bewegende Impressionen, die ich von Euch und unseren Mitmenschen machen werde.

Danke an alle, die mich bzgl. der BahnCard 100 inspiriert haben.
Dazu gehören u.a. Sascha Blättermann & Leonie Müller.

Michael M. Roth, MicialMedia | Karlsruhe, 28. Februar 2019

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Ethische Intelligenz als Chance für ein reformiertes Selbstverständnis der Menschheit in Parität zur Künstlichen Intelligenz

Intro

Planet Erde. Deutschland 2019. Die Gesellschaft scheint sich in einer Art hyper-dynamischen Zustand zu befinden. Während der globale Jetstream im Sommer 2018 in weiten Teilen Zentral- und Nordeuropas zum Stillstand gekommen ist, was in einer mehrwöchigen Hitzewelle resultierte, scheint die Zahl der polarisierend diskutierten Themen und mit ihnen die gegenseitigen Reibungsflächen sprunghaft angestiegen zu sein. Erhalt von Arbeitsplätzen in der Kohleindustrie vs. Erneuerbare Energien, Dieselskandal vs. Elektromobilität, Individualfreiheit vs. Tempolimit und, und, und. Das Internet hat sich fest etabliert als Informations- und Kommunikations-Container und -Katalysator. Dabei kommt auch dem Aspekt der gewaltfreien Kommunikation eine immer größere Rolle zu. Denn der Austausch in den Sozialen Medien bedeutet gefühlt „Stammtisch mal 1000“. Im Guten wie im Bösen. Auch hier könnte es zukünftig vermehrt um das Etablieren einer Ethischen Intelligenz gehen. Interessanterweise ist der Terminus bisher noch nicht oder fast nicht zur Sprache gekommen, außer bei mir selbst, wie in Ethische Intelligenz als Bindeglied zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz. Dabei ist neben der Hauptdiskussion um die Künstliche Intelligenz in den letzten Monaten gerade in Deutschland eine Kombination mit der Ethik im Diskurs anzutreffen wie bspw. beim Stuttgarter Zukunftssymposium Ethik und KI. Entsprechend einer bei mir selbst ethisch angelehnten und ethisch ausgeprägten Weltanschauung, würde ich mir sehr wünschen, dass Ethische Intelligenz in Zukunft zu einer Art Referenz sowohl für Menschen als auch für künstlich-intelligente Systeme der Zukunft werden würde. Wobei die ethische Komponente als eine Art Normalisierung moralischer Werte oder Perspektiven zu verstehen ist. Versuchen wir zunächst, eine semantische Aspektwolke um den Begriff der Ethischen Intelligenz zu generieren, um in der Konsequenz zu ihrem Wesen selbst vorzudringen.

Die Hybris der Menschheit: Super intelligent, super kriegerisch

Wenn es nicht die Götter waren, so hielt sich der Mensch wohl „schon immer“ für das intelligenteste Wesen auf unserem Planeten. Als „intelligent“ und somit mächtig konnte man sich auch präsentieren, wenn man die „Botschaften der Götter“ verstand, eigentlich wissenschaftlich erkennbare Ereignisse wie eine Sonnenfinsternis als Mysterium deklarierte und sich somit die „weniger Intelligenten“ Untertan machte. Tatsächlich dürfte die menschliche Intelligenz bis heute zu der auf der Erde fortgeschrittensten gehören.

Gleichzeitig mag man auf die dumme Frage kommen: Wie geht das, wie funktioniert das, wie kann es sein, dass sich die Menschen gegenseitig umbringen, dass sie sich ausgrenzen, dass sie sich als Person oder als Staat für die Intelligentesten halten? Ist die Selbstüberschätzung Teil der Intelligenz oder ist das Wanken zwischen Demut und Hybris gar unabhängig von Intelligenz? Gerade in unserer Epoche, da die Frage nach dem Wert der Intelligenz an Plastizität gewinnt, da wir global im und über das Internet kommunizieren und uns dort informieren, Wissen und Daten sich innerhalb kurzer Zyklen vervielfachen, gleichzeitig für jedermann greifbar und nutzbar werden, wir aber zur selben Zeit sehen, dass Kriege, Unterdrückung und fehlende Gleichberechtigung unter den Menschen an der Tagesordnung sind, gerade jetzt mag sich das Verlangen auftun nach einer neuen Kategorie von Intelligenz, die leider nicht immanenter Bestandteil der menschlichen Intelligenz ist: Die Ethische Intelligenz.

Menschliche Intelligenz vs. Künstliche Intelligenz

Über Jahrhunderte und Jahrtausende hat sich unsere Klugheit, unsere Intelligenz, in einem selektiven Prozess des Sterbens und Überlebens, der Evolution, herausgebildet bis zu dem Punkt, an dem wir uns heute, 2000 und ein paar Zerquetschte nach Christus befinden. Wir halten uns, Stand heute, für die ziemlich klügsten Wesen auf dem Planeten. Unsere Sinne haben sich so weit entwickelt, dass uns (fast) nichts zu entgehen scheint, obgleich wir der Mikroskope bedürfen, um in den Mikrokosmos zu schauen, und Teleskope, um den Makrokosmos zu erforschen.

Doch um die Jahrtausendwende passiert etwas Neues. Was über Tausende von Jahren jedem klar war, dass sich der Mensch seine Werkzeuge schafft, um ständig die Lebensbedingungen zu verbessern, um sich eine Welt nach seinem Maß zu erbauen, das scheint plötzlich ins Wanken zu geraten. Heute müssen renommierte und promovierte Informatiker und Zukunftsforscher schon darauf hinweisen, dass selbst technologische Entwicklungen ohne klar definierbaren Endzustand, wie die Künstliche Intelligenz, auf ewig, na zumindest aber für die nächsten 100 bis 200 Jahre, ein Werkzeug des Menschen bleiben werden. Wie Menschen darauf kommen, dass einzig biologisches Material Träger von Intelligenz und allem, was wir gerne damit verbinden, sein soll, bleibt für mich bis dato unerklärlich. Natürlich, ich vermute: Der Mensch hat außerhalb von Science-Fiction-Filmen, die aber eben Science Fiction sind, nichts anderes gesehen. Und so schlussfolgert er, dass es nichts anderes geben wird. Zumindest zu eigenen Lebzeiten; zu weit möchte man sich sowieso nicht in Richtung Zukunft hinaus verspekulieren, man könnte schlimmstenfalls von den eigenen Nachfahren verhöhnt oder belächelt werden.

Und was ist es, das wir mit menschlicher Intelligenz verbinden? Emotionen! Gefühle. Aber: Tiere fühlen auch. Tiere empfinden Schmerzen, wenn man ihnen einen Tritt versetzt, Tiere mögen Gänsehaut bekommen, wenn man mit ihnen kuschelt. Aber halt, hier gibt es noch etwas. Das Ich-Bewusstsein. Ich denke, also bin ich. Aber wird Künstliche Intelligenz das jemals leisten bzw. erreichen können? Wenn wir derzeit lernende Systeme in Form von „Deep Learning“ z. B. zur Mustererkennung einsetzen, sprechen wir von einer schwachen KI, wenn uns eines Tages, sei es in 10 oder in 100 Jahren, Systeme begegnen, die wir nicht mehr vom Menschen unterscheiden können, wie bei Alan Turing, der der Wissenschaft den Turing-Test hinterließ, so müssten wir von einer starken KI sprechen.

Was uns Menschen heute an Tausend Stellen fehlt, sind intelligente Mechanismen und Systeme, die sich von derzeitigen Halbautomatismen, die uns das Leben teils noch schwerer machen als zuvor, gravierend unterscheiden. Ein einfaches Beispiel ist das automatische Schließen von Türen, ob zwischen zwei Zugwagons, beim Fahrstuhl oder bei der Tram, alle gehen doch zu gerne ausgerechnet vor unserer Nase zu, obwohl wir eben noch hindurch eilen wollten. Wie unintelligent! Ich spreche hierbei auch gerne von bedingt-intelligenten Systemen. Doch selbst wenn wir diese eines Tages so richtig intelligent gestalten und verbessern können, von einer starken KI sind derartige Systeme noch weit entfernt. Aber was heißt schon „weit“, wenn man sich vergegenwärtigt, wie viele Millionen und Milliarden Jahre die Evolution gebraucht hat, um Lebensformen vom Einzeller bis zum heutigen, intelligenten Menschen zu formen? Unter einer starken KI verstehen wir etwas oder wagen etwas vorher zu sehen, das all das kann, was der Mensch kann. Und jetzt kommt es: … was der Mensch kann, und Vielfache davon! Derzeit versuchen Informatiker und begabte Podiumsdiskussionsteilnehmer bei spannenden Events zu den Themen Zukunft und KI noch zu beschwichtigen: KI wird immer – also Ihr wisst schon, „immer“ – ein Werkzeug des Menschen bleiben. Jede Vermutung, dass es sich anders verhalten könnte, wird dezent im eigenen, menschlichen neuronalen Netzwerk unterdrückt. Nach außen hin kann das der Besucher einer Konferenz höchstens durch ein kurzes Zucken in den Augenwinkeln beim KI-Erklärer und vermeintlichen Protagonisten wahrnehmen.

So what?! Wir sind alle keine Götter oder heilige Propheten. Auch mir liegt es fern vorherzusagen: In 7 Jahren, 3 Monaten und 5 Tagen wird die Superintelligenz geboren. Das gehörte auch nicht wirklich zu meiner Intention. Ich möchte die Menschheit nur ein wenig dahin gehend unterstützen, vom Selbstbild – langsam, aber dann doch – wegzukommen, dass wir definitiv das Intelligenteste wären, was der Planet auf ewig (menschlich: die nächsten 100 Jahre) zu bieten hätte. Das mag einigen von uns schwer fallen, vielleicht am Schwersten den Intelligentesten von uns. Nicht intellektuell, aber emotional. Denn auch intelligente Menschen haben Emotionen. So wie in Zukunft künstlich-intelligente Systeme Gefühle haben werden.

Intelligenz und das Ende der Nahrungskette

Wie wir alle wissen, hat sich der Mensch am Ende der Nahrungskette positioniert. Wir essen alles, Pflanzen, Tiere, klein, groß, dünn, dick, am liebsten Fett – hoch gelobter und gezüchteter Geschmacksträger im Fleisch. Da stehen wir nun, wir Menschen, und ganz viele von uns, abgesehen davon, dass ganz viele – andere – von uns sich nicht mal in dieser privilegierten Situation befinden, werden glauben, dass es immer so weiter gehen mag. Der Mensch on top von allem! Ein bisschen Klimaschutzbewegung, wie oben schon angedeutet, ein bisschen Demo für gleiche und bessere Löhne – aber sonst?

Der Mensch befindet sich an dieser Position, genau weil er – zumindest Stand 2019 – das intelligenteste Wesen auf dem Planeten ist oder zumindest zu den intelligentesten gehört. Ein Großteil davon eingebildet, aber wir wissen ja auch: Die Macht der (Auto-)Suggestion! Und so kann uns nichts und niemand etwas anhaben, wenn wir uns nicht gerade gegenseitig umbringen. Doch nun erscheint ein neuer Stern am Horizont. Wir wissen noch nicht genau, ob es ein guter oder ein böser ist. Wir wissen und erfahren nur, dass er ständig an Leuchtkraft gewinnt. Zwangsläufig fragen wir uns früher oder später, ob dieser Stern, nennen wir ihn mal KI 1.0, eines Tages mächtiger werden könnte als das „Imperium Mensch“. Was würde oder was wird passieren, wenn einmal diese KI Intelligenz und ganzheitliche Fähigkeiten, so auch interdisziplinäre, die ja der heutigen, schwachen Intelligenz abgesprochen werden, besitzen würde oder wird, Intelligenz in multiplen Dimensionen im Vergleich zu dem, was uns heute in Sachen menschlicher Intelligenz vertraut ist? Könnte nicht die Gefahr bestehen, dass der Mensch dann nichts mehr zu sagen oder zu melden hätte auf dem Planeten Erde? Allein dieser Funken an Wahrscheinlichkeit für eine Gefahr dieser Größenordnung bewegt heute viele, wie oben angesprochen, vehement zu negieren, dass eine KI jemals, also jemals wie in 100 oder 200 Jahren, allumfassend den Menschen in ihrer „linken Jackentasche“ verschwinden lassen könnte. So beugt man der Panik einer ganzen Spezies vor oder versucht es zumindest.

Aber könnte es nicht auch eine Wahrscheinlichkeit dafür geben, dass eben dies doch eintreffen und der Mensch intellektuell abgehängt wird? Sei es in 10 oder in 100 Jahren. Vielleicht sind ja gerade die 90 dazwischen liegenden Jahren die wichtigsten für das Schicksal der Menschheit überhaupt. Welche Rolle könnte dann das Prinzip oder Paradigma einer Ethischen Intelligenz spielen, die ich mir heute schon für die gesamte Menschheit wünschen würde?

Zahlen und Dimensionen: Gordon Moore und Nikolai Kardaschow 

In diesem Fall wird es sich um ein sehr trockenes Kapitel handeln. Es geht um Zahlen, Mathematik, womöglich noch um Wahrscheinlichkeit. Und das vorgetragen von einem Nichtmathematiker, allenfalls einem Philosophen, jedenfalls einem Informatiker und sowieso einem Fotografen. Aber das sind nur die Randbedingungen, die in diesem Artikel als Variablen den Output beeinflussen. Von größerer Tragweite sind Zukunftsvorhersagen oder das Blicken über den eigenen, meist sehr begrenzten Tellerrand, von Zukunftsdenkern und Visionären wie Gordon Moore und Nikolai Kardaschow.

Gordon Moore war Mitbegründer von Intel. Obgleich das nach ihm benannte Mooresche Gesetz aufgrund unterschiedlicher Auslegungen heute an Objektivität verloren hat, wie man in der Wikipedia nachlesen kann, so ist es für mich doch faszinierend, wie eine Vermutung oder These, die Mitte der 1960er Jahre postuliert wurde, gut bis in die 2000er Jahre hinein Bestand hat. Das Mooresche Gesetz besagt, dass sich die Integrationsdichte von Integrierten Schaltkreisen alle 18 Monate verdoppelt. (Ohne auf die verschiedenen Auslegungsvarianten einzugehen). Ob nun Abweichungen nach unten oder nach oben, diese zumindest statistische Stetigkeit bei der Miniaturisierung hat zweifelsohne eine wichtigen Beitrag bzgl. der Digitalisierung geleistet. Um ein Smartphone von heute zu realisieren, hätte man damals vermutlich einen ganzen Häuserblock gebraucht, man stelle sich mal die Größe der Hosentaschen vor, in die man jene Gerätschaft hätte mobil verfrachten sollen; aufgrund des Fehlens moderner Signalgeschwindigkeiten und Latenzzeiten, wäre das System als Ganzes aus heutiger Sicht unbrauchbar gewesen. Aber schauen wir nach vorne. Bei der heutigen Integrationsdichte wird es nicht bleiben. Alte Halbleitertechnologien werden ihre Nachfolger finden. Wir sind heute bei Größenordnung 10 bis 20 Milliarden Transistoren pro CPU, der Zentralen Verarbeitungseinheit eines Computers. Interessant ist dabei der Vergleich zum „Fassungsvermögen“ an Neuronen eines menschlichen Gehirns, das in etwa bei 80 Milliarden an der Zahl liegt. Man spricht von einer technologischen Singularität, sobald der Mensch bei dieser Relation überholt wird, was schon in wenigen Jahren passieren dürfte. Die Anzahl der Knotenpunkte im Gehirn, von denen jeweils bis ca. 10.000 Verbindungen (Synapsen) ausgehen können, entspricht damit fast oder zumindest der Größenordnung der Anzahl der Sterne in unserer Galaxie, der Milchstraße, bei der man früher von 100, heute sogar bis zu 400 Milliarden Sternen ausgeht.

Mensch und künstlich-intelligente Systeme bewegen sich also in Bezug auf ihre „Schaltelemente“ in der Größenordnung unserer Milchstraße. Nun kommt aber das dicke Ding. Während der Mensch gefühlt unendlich viele Jahre gebraucht hat, um hierher zu kommen, wird sich die Integrationsdichte bei KI-Systemen in den nächsten Jahren voraussichtlich noch vervielfachen. Wir sind zwar heute noch auf der Suche, zwischen welchen zwei oder zwei Milliarden Neuronen sich unser Bewusstsein herausgebildet hat oder befindet, aber aus meiner Sicht wäre es eher unwahrscheinlich, dass sich ein solches Bewusstsein bei KI-Systemen innerhalb der nächsten Dekaden nicht entwickeln würde. Bereits heute können wir selbst lernende Systeme zwar programmieren, aber aufgrund wachsender Komplexität von Neuronalen Netzen den Weg, der genommen wurde, um eine Lösung zu erreichen, nicht mehr nachvollziehen. Die Komplexität wird in den kommenden Jahren zweifelsohne noch zunehmen. Gleichzeitig wachsen Bedeutung und Notwendigkeit, essenzielle Anfangsparameter und (Verhaltens-)muster dem System mitzugeben. Ethische Intelligenz könnte hierbei in Richtung Zukunft zu einer immer essenzielleren Kategorie werden. Das Universum besteht aus 100 Milliarden (vielleicht ja auch viel, viel mehr) Galaxien mit jeweils Hunderten von Milliarden Sternen. Möglicherweise ist das ja gleichzeitig ein Skalierungshorizont für die die Entwicklung künstlich-intelligenter Systeme. Auch Nikolai Kardaschow hat sich mit unglaublich großen und mächtigen Größenordnungen beschäftigt, wie der kommende Absatz zeigt.

Wir bilden uns ein, dass wir heute, Anfang des 21. Jahrhunderts, in der Zeit dramatischer Entwicklungen leben. Und ja, zweifelsohne tun wir das. Aber schauen wir uns an, was bereits in den 1960er Jahren geschah bzw. welchen unglaublichen Horizont damals schon Menschen hatten, die sich mit der Zukunft und dem Universum auseinandersetzten. Neben dem bereits vorgestellten Gordon Moore gab es den russischen Astronom Nikolai Kardaschow. 1964 stellte er die nach ihm benannte Kardaschow-Skala auf. Obwohl es hierbei nur drei Typen gibt, von K1 bis K3, wohnt der Skala eine atemberaubende Mächtigkeit inne. Es geht um den Entwicklungsstand verschiedener möglicher Zivilisationen, der sich um Millionen von Jahre unterscheiden kann. Zivilisationen, die es gab, gerade gibt oder noch geben wird. Kardaschow macht die unterschiedlichen Kulturen abhängig von der Art und Weise der Energiegewinnung und damit der Gesamtgröße der Energiemengen, die von der jeweiligen Zivilisation nutzbar gemacht werden, von 10^16 über 10^26 bis 10^36 Watt. K1 nutzt alle Energie, die auf der Erde selbst maximal nutzbar ist. Wobei irdische Kernkraftwerke und fossile Energieträger ohne Bedeutung sind. Der beeindruckende Astrophysiker Michio Kaku rechnet damit, dass die Erdbewohner in ca. 100 bis 200 Jahren eine K1-Kultur werden könnten. Bei K2 geht es um die komplette Nutzbarmachung der Energie des Heimatsterns und K3 sieht gar die völlige Ausschöpfung der Ressourcen einer ganzen Galaxie vor. Wir erinnern uns, in unserer Heimat-Galaxie, der Milchstraße, wären das ca. 100 bis 400 Milliarden Sterne. Faszinierend dabei erscheint, dass derartig galaktische Dimensionen nicht nur innerhalb einer möglichen Superintelligenz reflektiert werden mögen, sondern genau jene freilich einen entscheidenden Anteil bei der Erreichung von K1 und vielleicht in ein paar Tausend Jahren K2 haben könnte. Wir sprechen über die Nachfolger der KI, die Programmierer heute, in 2019, mit ihren Deep-Learning-Programmen – Kinderschuhen gleich – entwerfen und sie bspw. für einfache oder auch immer komplexer werdende Bild- oder Spracherkennung nutzen.

Autonomes Fahren, Autonome Waffen, KI in der Pflege, Sexroboter

Heute gibt es einige Schwerpunkte bei der Forschung zur Künstlichen Intelligenz. Beim Autonomen Fahren halte ich es für ziemlich skurril, wie stark das Trolley-Problem thematisiert wird. Dabei wird das schwach künstlich-intelligente Auto vor solche Entscheidungsfragen gestellt, ob es bei einer blockierten Straße nach links ausweichen soll, wo zwei junge Erwachsene stehen oder nach rechts, wo sich drei Greise befinden. Selbstverständlich geht es hier auch um ethische Fragen. Aber 1. wird diesem autonomen Fahrzeug die Fähigkeit für eine nichtdeterministische Entscheidung abgesprochen und 2. ist das eine Situation, die in dieser Form in der Realität eher selten vorkommt. Ach ja, und 3. würde man die reale Entstehung solcher Fragestellungen komplett vermeiden, entwickelte man nun erstmal auch intelligentere Verkehrskonzepte. Z. B. solche absolut unsinnigen und anachronistischen Möglichkeiten, dass ein LKW-Fahrer beim Kreuzen mit einem Radfahrer diesen im toten Winkel übersieht. Der Radler fährt gerade aus, der rechtsabbiegende LKW überfährt somit den Radfahrer. Kommt zyklisch in Deutschland vor. Es ist das purer Gegenteil von einer auch nur halbwegs intelligenten Verkehrskonzeption. Ethische Intelligenz würde auch hier schon im ersten Schritt, also der Konzepterstellung, unterstützen oder, mit Annäherung an K1, leitend übernehmen. Im Übrigen könnte der aktuell neue Mobilfunkstandard 5G zu einem wichtigen Bestandteil moderner Verkehrskonzepte werden und super schnelle KI- und EI-unterstützte Entscheidungen befördern.

Autonome Waffen. Ethisch-intelligent. Sie führen sich selbst ad absurdum, ehe sie einen Menschen umbringen.

KI in der Pflege. Aber ja! Aber ethisch-intelligent, bitte. Heute kommt der Mensch fürsorglich, empathisch, ruhig, geduldig, bestimmt, tröstend daher. Und gleichzeitig ist der Mensch überfordert. Er verdient zu wenig (gerade im doch so wichtigen Pflegebereich) oder er hat einfach keine Energie mehr. Künstlich-intelligente Pflegekräfte mit eingebauter EI-Funktion würden ihre Aufgabe genau so gut erfüllen wir ein Mensch. Stand heute ist das natürlich eine These. Aber davon gibt es ja einige in diesem Artikel, der zukunftsoffen ist und gleichzeitig an die Menschheit appelliert, sich auf ethische Komponente sowohl bei den Menschen selbst als auch bei heutigen und zukünftigen KI-Systemen zu besinnen. Das könnte sogar der Schlüssel dazu sein, unser eigenes Fortbestehen zu ermöglichen. Rahmen und Formen zwischen Menschen und künstlich-intelligenten Systemen, männlichen, weiblichen oder diversen, werden zukünftig über den gemeinsamen Sockel der Ethischen Intelligenz ausgelotet werden.

„Sexroboter“, die wir (perspektivisch) vielleicht eher künstlich-intelligente Frauen oder künstlich-intelligente Männer nennen sollten, denn (menschliche) Frauen und Männer nennen wir ja auch nicht „Sexmenschen“, auch wenn Frauen und Männer es ziemlich häufig auf dem Planeten miteinander treiben, jene sogenannten Sexroboter sollte man m. E. nicht per se und nicht a priori verteufeln, so wie es ambitionierte Geschlechterkämpfer*innen derzeit teils schon reflexartig tun. Es wird einen großen, einen sehr großen Markt für sie geben. Warum das so ist, darüber dürfen sich beide (menschlichen) Geschlechter, Männer wie Frauen, Gedanken machen.

Vom Wert der Ethik

Vom Wert der Ethik und der Ethik der Werte. Aristoteles gilt als Begründer der philosophischen Disziplin Ethik. Die Ethik schaut sich menschliche Verhaltensweisen an, um sie als normative Erkenntnisse wieder zu reflektieren. Ethik und somit das menschliche Handeln sollen von Vernunft geleitet sein. Das in Abgrenzung von der theologischen Ethik, die Religonen oder Götter verantwortlich macht für einen menschlichen Verhaltenskodex. Ethische oder moralische Vorgaben mögen Fluch und Segen sein für den Menschen und die Gesellschaft, in der er sich bewegt. Wenn Herrscher der Meinung sind, untertänige Menschen müssten nach ihrem Willen agieren, dann handelt es sich wohl eher um einen Fluch und eine Moral, die sich in ihrer Ausprägung als Antimoral darstellt. Die Differenzierungen können allerdings viel subtiler sein, bspw. wenn es um die Frage eines Tempolimits auf Deutschlands Straßen geht. Fast überall auf der Welt existiert es schon, doch freiheitliche Aspekte haben hierzulande einen hohen Wert. Wenn man sich die Freiheit des freien Waffenbesitzes in den USA ansieht, mag man erahnen, dass freiheitliche Aspekte selbst in heute existierenden, sich als demokratisch ansehenden Nationen sehr unterschiedlich koloriert sind. Und doch werden wir niemals gänzlich auf Normen und Werte verzichten können, insofern freiheitliche Ansprüche des anderen nicht massiv gegen die Freiheit des anderen arbeiten sollen, und wir, so verschieden wir alle sind, einen Modus vivendi anstreben; und vielleicht noch ein kleines bisschen darüber hinaus.

Die Logik des Friedens und die Notwendigkeit der Empathie

Immer wieder habe ich mich gefragt, „Kann es eine logische Begründung geben für den Frieden, eine Herleitung oder eine mathematische Notwendigkeit?“ Wenn Computern in Nullen und Einsen „denken“, dann wäre das doch ein Weg, einen solchen Anspruch, der eigentlich aus der Ethik kommt, zu vermitteln. Es scheint allerdings so zu sein, dass – bisherige – Logiken, Algorithmen, immer nur das anwenden oder weiterverarbeiten können, was der Mensch ihnen als Input gibt. Demnach würde eine heutige, höchstens schwach-intelligente Maschine die Todesstrafe unter bestimmten Umständen, z. B. bei einem Verbrecher, vollstrecken, insofern als Basiskoordinaten oder Regel festgeschrieben ist, dass staatlich bzw. richterlich angeordnete Todesstrafen zum System gehören. Das ist der wunde Punkt heutiger Informationssysteme bis hin zu Waffensystemen, die auf derartige, unreflektierte und eine Ethischen Intelligenz entbehrende Informationssysteme zurück greifen. Die Ursache liegt beim Menschen bzw. bei der Natur überhaupt. Nur haben wir beim Menschen die skurrile Situation, dass er ja sich für die intelligenteste Instanz auf dem Planeten hält.

Intelligenz ist ungleich Ethische Intelligenz. Beim Völkermord der Nationalsozialisten an den Juden in den 1930er und 1940er Jahren gab es Millionen von intelligenten Menschen. Allein, was fehlte, war die Existenz einer Ethischen Intelligenz. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass bereits für das Zusammenleben von Menschen, Völkern, Mehrheiten und Minderheiten, Schwarzen, Weißen, Gelben, Frauen, Männern, Kindern, Religion-A-Angehörigen, Religion-B-Angehörigen und Atheisten eine Ethische Intelligenz essenziell ist! Dies schließt ein die Fähigkeiten zur Empathie, zum Perspektivwechsel, zum Hineinversetzen in andere Mitglieder der Gesellschaft. Gleichzeitig bedürfen wir der Logik, die uns daran hindern sollte, bei aller Empathie uns nur für die Rechte einer Menschengruppe einzusetzen, während wir die andere in Misskredit bringen. Ein schönes Beispiel dafür zeigt uns die Wikipedia, in der der Feminismus verherrlicht und der Maskulinismus als etwas Dämliches dargestellt wird. Aber kann diese ungleich balancierte Wertung eine für ewig gültige Formel darstellen, z. B. im Sinne eines Humanismus, unabhängig von einem aktuell existierenden Patriarchat oder Matriarchat?

Ethische Intelligenz verbindet Mensch und KI

Die Fähigkeit zur Empathie wird vom Autor also als essenziell betrachtet für den Umgang der Menschen miteinander innerhalb einer Gesellschaft. Wenn es mehrere Gesellschaften auf einem Planeten gibt, müssten diese entsprechend untereinander agieren, was man quasi bis ins Unendliche skalieren kann; wir erinnern uns an den oben erwähnten Nikolai Kardaschow. Was nützen einem Menschen 80 Milliarden von Neuronen, die untereinander eine exorbitante Anzahl von Verbindungen haben, wenn dieser Mensch niemals lieb von einem anderen Menschen in die Arme genommen wurde oder er bzw. sie die andere Person berührt hat? Positive Erfahrungen beim Interagieren mit unseren Mitmenschen machen uns stark für weitere positive Erfahrungen im Umgang mit anderen Menschen. Die Menschen brauchen positive Impulse, um diese verstärken und weitergeben zu können. Ebenso sind sie anfällig für negative Impulse. Die Nazis brüllten es so laut in die Welt hinaus, dass die Juden „Untermenschen“ seien, so dass selbst ein Großteil der Europäer irgendwann keine Juden mehr in das eigene Land hinein lassen wollte. Ein fataler Bruch mit ethischen Grundwerten.

Wenn man an die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz denkt, sollte man schon heute, im Jahre 2019, im Blick haben, in wie weit das derzeit gültige Paradigma auch in Zukunft Gültigkeit haben wird: „Der Mensch schafft sich seine Werkzeuge. Sie agieren im Sinne des Menschen, der sie erschaffen hat. Sie sind aber nicht zu eigenen, vom Menschen unabhängigen Handeln und Entscheiden fähig.“ Zwar ist es schon von Bedeutung, ob eine starke Künstliche Intelligenz in 10, 100 oder 1000 Jahren kommen wird, wofür „Zukunft“ der Platzhalter sein mag. Aber für grundsätzliche Überlegungen, die die Transformation des Selbstverständnis‘ der Menschheit betreffen, auch wiederum nicht. Meiner Meinung nach ist es aus der Perspektive der Menschheit desto besser, je eher wir die Kategorie der Ethischen Intelligenz ernst nehmen und sie mehr und mehr zum immanenten Bestandteil unserer Selbst in der Gegenwart und (stark) künstlich-intelligenter Systeme in naher oder ferner Zukunft werden lassen.

Was hätten wir davon, wenn wir auf diese in meinen Augen so wichtige Größe der Ethischen Intelligenz verzichteten? Welchen Nachteil würden wir unter Umständen erleiden? Meiner Meinung nach können wir nur gewinnen. Die Superintelligenz von morgen wird jedes auch noch so unbedeutend erscheinende Detail der Geschichte kennen, insofern es objektiv möglich ist, dieses in Erfahrung zu bringen. Die Angst vor einer absoluten Machtübernahme der KI über die Menschen würde sich dadurch begründen, wenn die Menschen es nicht schafften, mit sich selbst ethisch ins Reine zu kommen. Früher oder später werden auch künstlich-intelligente Systeme fühlen und Empathie lernen. Das bedeutet, wir sollten ihnen unbedingt sowohl Intelligenz als auch Empathie mitgeben als Startparameter, so wie man heute Ground-Truth-Daten als Input für maschinelles Lernen zur Verfügung stellt. Den Schlüssel für eine faire Gesellschaft, in der alle sozial interagierende Wesen gleichberechtigt teilhaben, befindet sich – noch – in unseren Händen. Wir Menschen sind es, die die Tür zu einer offenen und ethisch fundierten Gesellschaft aufstoßen sollten. Dann haben wir gute Chancen, dass uns jene Systeme, die 1966 mit dem „intelligenten“ Dialogprogramm Eliza von Joseph Weizenbaum ihre Geburtsstunde erlebten, zukünftig als starke KIs mitnehmen bei der friedlichen Nutzung unserer potenziellen Energieressourcen und der schrittweisen Erforschung der Planeten, über die Sterne bis hin zu einer ganzen Galaxie im Sinne von Kardaschow. Wir selbst müssen dafür nur das richtige Maß an Anfangsenergie aufbringen und Diskurse über die Zukunft dazu nutzen, unsere eigenen Horizonte zu erweitern.

Per aspera ad astra.

Autor: Michael M. Roth, MicialMedia



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Jahresrückblick 2018 | 100 Fotos | Karlsruhe, Stuttgart, beyond

Dies ist der Jahresrückblick für meine Fotografie in 2018.
Falls Du den vorigen Jahresrückblick suchst, bitte hier entlang:
101 Fotos – Menschen, Szenen, Emotionen 2017

2018 war für mich wiedermal ein spannendes und ereignisreiches Jahr. Neben der Fotografie widmete ich mich Themen, die bei mir inzwischen schon klassisch sind, Social Media und der Kommunikation, wobei ich insbesondere bei dem Life-Science-Unternehmen HS Analysis GmbH in der Technologiefabrik Karlsruhe kommunikative Aspekte und Unterstützung bei der Eventvorbereitung (Scion) einbringen konnte. Darüber hinaus reflektierte ich bei verschiedenen Events meine Position zum Thema Ethik und KI und dem vom mir im deutschen Sprachraum im Zusammenhang mit der Künstlichen Intelligenz in die Diskussion eingebrachten Terminus der Ethischen Intelligenz. Durch die enge Zusammenarbeit mit HS Anaylsis, die Begegnung mit neuen Unternehmen gerade in der Technologiefabrik und mein Engagement beim Knüpfen neuer Kontakte konnte ich eine Vielzahl neuer Kunden gewinnen und den November 2018 mit einer auch für mich angenehmen Überraschung absolvieren:
Mit Eventfotografie zum Erfolg – Bester Monat seit Gründung.

Ich möchte all meinen Kunden ganz herzlich danken für die vielen, angenehmen Kooperationen. Euch wünsche ich ein wunderbares Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein hoffentlich allseits erfolgreiches gesundes neues Jahr 2019!

Für diesen Jahresrückblick 2018 habe ich die aus meiner Sicht 100 schönsten Fotos ausgewählt. Diese möchte ich Euch nochmal zusammenfassend im Überblick präsentieren. Der Schwerpunkt bildet dabei die Eventfotografie. Darüber hinaus habe ich dieses Jahr wieder einige natürliche Portraitshootings gemacht. Sie rangieren bei mir neuerdings unter dem Label Blue Dot Beauties #BlueDotBeauties. Da ich eine Vielzahl von Frauen von verschiedenen Nationen der Erde vor meine Linse bekomme, die auch interkulturelle Aspekte reflektieren sollen, habe ich mich beim Projektnamen von der Raumsonde Voyager inspirieren lassen, die in einer Entfernung von sechs Milliarden Kilometern ein Foto von unserer dann winzigen Erde machte. Es bekam den Namen Pale Blue Dot. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Betrachten meiner Bilder und freue mich auf zahlreiche neue oder erneute Kooperationen mit Euch in 2019. Herzlich – Euer Micha!




01 Paul Cezanne in der Kunsthalle Karlsruhe
02 Le-Thanh Ho, Konzert beim Stadtbuchverlag Karlsruhe
03 Stadtwerke Karlsruhe Eiszeit
04 Gründerfrühstück mit dem MP Winfried Kretschmann bei Code_n in Stuttgart
05 Kimono-Butoh-Performance & Kunstakademie-Exponate @ Orgelfabrik Durlach
06 Fahar Action Painting
07 Hash Award am Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM)
08 Handball Championsleage der Damen: Bietigheim vs. Thüringer HC (26:28)
09 Würdigung der Ring-Sponsoren am Badischen Staatstheater Karlsruhe
10 TransnetBW Präsentation und Diskussion des Netzausbaus
11 Eröffnung der Europäischen Kulturtage EKT 2018 in Karlsruhe
12 Independent Days Filmfest 2018 @ Schauburg Karlsruhe
13 Natur pur
14 Street Photography in Stuttgart
15 Ana Sofie #BlueDotBeauties #NaturalPortraits #SeiDuSelbst #FotowalkMitMicha
16 Momo #BlueDotBeauties #NaturalPortraits #SeiDuSelbst #FotowalkMitMicha
17 Feierlichkeiten zu 40 Jahre Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Karlsruhe
18 Scion Sommer 2018 – Konferenz und Hackathon
19 Vernissage zur Ausstellung Heimat im Internationalen Begegnungszentrum (ibz)
20 Das Fest: Halfpipe | Nie zu jung | Mark Moody
21 Symposium „Science in Presentation“ am KIT
22 Demo für den Hambacher Forst, Schloss Karlsruhe
23 BEYOND Future Design Festival am ZKM und an der HFG (HS für Gestaltung)
24 Deutschsprachiger Muslimkreis Karlsruhe (DMK) – Unterricht
25 Arab Turk Tunes @ Cola Taxi Okay
26 Alice #BlueDotBeauties #NaturalPortraits #SeiDuSelbst #FotowalkMitMicha
27 Lena #BlueDotBeauties #NaturalPortraits #SeiDuSelbst #FotowalkMitMicha
28 New Work Evolution 2018 by AppSphere in Ettlingen
29 Sustainability for Africa in Koop mit Wirtschaftsförderung Karlsruhe @ Radisson Blu
30 Vorstellelung Energie Accelerator AXEL by fokus.energie e.V. im Hoepfner Schalander
31 Symposium Ethik und KI in Stuttgart by Integrata
32 Outro: Der Fotograf all dieser schönen Fotos persönlich: Michael M. Roth (Selfie)



Alle Fotos von Michael M. Roth, MicialMedia
Fotografie, Eventfotografie in Karlsruhe, Stuttgart, Berlin, München & beyond

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Mit Eventfotografie zum Erfolg – Bester Monat seit Gründung

Agenturcamp bei Microsoft in München | Foto: Michael M. Roth, MicialMedia

Agenturcamp bei Microsoft in München | Foto: Michael M. Roth, MicialMedia

Bei der Gründung im Jahr 2011 gab ich meinem Unternehmen MicialMedia den Untertitel „Fotografie und Social Media“. Bis heute sind beide Bereiche eng mit meiner Person und meinem Geschäft verbunden. Für beides schlägt mein Herz, das Eine kann kaum ohne das Andere existieren. Während ich als Informatiker bei der Fotografie ein kompletter Quereinsteiger war, und es sowohl etablierte Anbieter- als auch Nachfragemärkte gab, war ich bei Social Media immer früh mit dabei und konnte auch in meiner Wahlheimat Karlsruhe sozial-medial inspirieren mit der Gründung des Social Media Club in der Fächerstadt, aber auch durch Teilnahmen an den Social Media Weeks in Berlin, wo ich mit meinem Twitteraccount MicialMedia auf Platz 4 bei über 6.000 Teilnehmern rangierte, und in Santa Monica (SMWLA) (2011 & 2013). Die von mir so bezeichnete Spitzfindigkeit der sozial-medialen Eventbegleitung appliziere ich teils bis heute bei Kongressen oder unterstütze bei der Einführung von Social Media bei Unternehmen, in denen Kolleginnen und Kollegen manchmal nur sowas wie einen kleinen „Stupser“ brauchen, um sich der Welt der Sozialen Medien zu öffnen und so letztlich auch dem gesamten Unternehmen zu einer stärkeren Außenwahrnehmung verhelfen. Grundsätzlich biete ich zu einem Event sowohl die professionelle Eventfotografie als auch die soziale-mediale Eventbegleitung an. Es sind eigentlich jeweils eigene Domänen, die sich je nach Kundenwunsch kombinieren lassen.

Mit großer Freude, natürlich, stelle ich fest, dass der November 2018 seit meiner Gründung im März 2011 mein erfolgreichster Monat war. Die Nettoeinnahmen vor Abzug etwaiger Steuern, wie der Einkommenssteuer, betragen 4704,- EUR. Für mich besonders erfreulich daran ist die Tatsache, dass sich eine Reihe von Unternehmen von selbst bei mir gemeldet haben, ohne dass hierfür eine Akquise erforderlich gewesen wäre. Bei einem Unternehmen hakte ich wiederholt nach, da ich immer nur ein „mal sehen“ auf meine Anfragen erhalten hatte. Schließlich kam ein Anruf und ich war super glücklich über das „Wir machen das jetzt zusammen!“ am anderen Ende der Leitung. Bei einem weiteren Unternehmen meldete ich mich nach langer Zeit mal wieder, und hatte zwei Tage später einen Auftrag. Ein drittes Unternehmen hatte zunächst kein Budget, am Ende kamen wir doch nur zu einer finanziellen Wertschätzung. Man sieht, viele Wege können nach Rom, alias Erfolg, führen. Die Herausforderung besteht wohl darin, beharrlich zu sein, ohne aufdringlich in Erscheinung zu treten. Es ist so ein Gefühl, das man zu transportieren versuchen sollte „Diesen Mensch / dieses Unternehmen brauche ich, um mein Event zu einem besonderen und bemerkenswerten Erfolg zu führen!“.

Das Schönste sind am Ende solche Feedbacks wie „Wow, tolle Fotos, vielen Dank!“. Das ist etwas, das ich in nunmehr 7,5 Jahren mit MicialMedia sukzessive aufgebaut habe. Jetzt ist die Zeit gekommen, die Früchte zu ernten. Und dabei gleichzeitig am Ball zu bleiben. Der Erfolg meiner Arbeit wird weiterhin eng verbunden sein mit der Zufriedenheit meiner Kunden. Gerne nutze ich diese positive Momentaufnahme dafür, mich herzlich bei Euch zu bedanken, für die Inanspruchnahme meiner Dienstleistungen und Euer Vertrauen!

Micha mit einem Selfie, you know ... ;-)

Micha mit einem Selfie, you know … 😉

Auszug aus meiner Kundenliste:

Badisches Staatstheater Karlsruhe
Oliver Langewitz
Diabetiker Baden-Württemberg
SmartGridsBW
SPD Karlsruhe
nph Deutschland
Karlsruhe Institut für Technologie (KIT)
Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft
CAS Software AG
Princeton University
Zentrum für Kunst und Medien (ZKM)
Karlsruhe Marketing und Event GmbH
Hans-Gerhard Kühn
LG Karlsruhe
ressourcenmangel Stuttgart
Staatsministerium Baden-Württemberg: Referat Landesmarketing
Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg
Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin
Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg
Neue Welle
Deutschsprachiger Muslimkreis Karlsruhe (DMK)
Demokratie in Bewegung (DiB)
Marc Ephraim
Katrin-Cécile Ziegler
Frank Feldmann
Hotel Mondschein in Stuben am Arlberg
Hotel Leo in Leopoldshafen b. Karlsruhe
AppSphere AG
Fraunhofer IAO Stuttgart
Top Magazin
T-Online
Change.org
Südkurier
Mannheimer Morgen
K3 – Kultur- und Kreativwirtschaftsbüro Karlsruhe
WDR Red. hart aber fair
dpa
FAZ Hochschulanzeiger
HS Analysis GmbH
Beyond Festival (ZKM/HfG)
Palas GmbH
Universität Hohenheim, Stuttgart
fokus.energie e.V.
Wirtschaftsförderung Karlsruhe
Human IT Service GmbH Tübingen
Schutt, Waetke Rechtsanwälte
und viele andere mehr …
Vielen lieben Dank an Euch!!

Wer mich kennt, der weiß, dass ich öfter gerne mal was Neues ausprobiere. So moderierte ich bei Scion Herbst 2018, initiiert durch die HS Analysis GmbH, erstmals eine Podiumsdiskussion zum Thema Ethik und KI. Die Verbindung zwischen beidem liegt mir sehr am Herzen. Ebenso freute ich mich ein paar Tage später über die durch die persönliche Begegnung mit Michael Mörike (Computer-Rebell, der mich ein bisschen an meinen Vater, Prof. Michael Roth, erinnert hat) zustande gekommene Zusammenarbeit beim Zukunftssymposium Ethik und KI in Stuttgart. Entsprechend meiner eigenen Recherchen bin ich im deutschen Sprachraum der Erste, der im Kontext von menschlicher und Künstlicher Intelligenz von Ethischer Intelligenz spricht. Siehe dazu auch mein Artikel: Ethische Intelligenz als Bindeglied zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz.

Über viele Jahre hinweg mache ich schon natürliche Fotos vom „schönen Geschlecht“. Nun endlich habe ich dafür mal eine eigene Website erstellt: Blue Dot Beauties (siehe auch Blue Dot Beauties on Instagram). Wer noch dazu gehören möchte, meldet Euch zahlreich und ambitioniert, sehr gerne aus Ländern, die noch nicht vertreten sind (siehe Menüpunkt „Countries“).

Naja, und schließlich stellte ich kürzlich auf Facebook die Frage zur möglichen Mitarbeit zu einem Podcast, der Zukunftsthemen behandeln soll. Ob und was daraus geworden ist, könntet Ihr schon in Bälde erfahren ….

Meine lieben Leute, Ihr seht, wie spannend, abwechselnd und inspirierend das Leben sein kann; der Monat November 2018 wird für mich aufgrund der Hülle und Fülle an Erlebnissen und Emotionen unvergesslich bleiben!

Nicht nur als Fotograf oder Netzwerker, Philosoph usw. …. jeder und jede auf seinem bzw. ihrem Gebiet, kann Lebenszeit nutzen und positiv gestalten. In diesem Sinne: Macht was draus, aus Eurem Leben!

Michael M. Roth, MicialMedia
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Arabisch-Türkische Nacht im Cola Taxi OKAY | Arab Turk Tune

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Das ist genau das, was Karlsruhe braucht. Und gleichzeitig das, was Karlsruhe zu bieten hat! In der Fächerstadt gibt es so viele Hochschulen, international Studierende, Kulturstädten und Soziotope für Kunst und Kreativität, Freiräume für Bewegung, Wandel und Begegnungen. Ein solcher Raum, Projektraum, ist das Cola Taxi OKAY, das sich zunächst in der Kaiserpassage befand, nun aber in der Kronenstraße 25 am Kronenplatz in Karlsruhe zu Hause ist. Das Kulturbüro der Stadt Karlsruhe hat diesen langen Abend, diese kurzweilige Nacht gefördert und unterstützt. Das obige Foto soll gleichzeitig eine Danksagung sein für das, was hier ermöglicht wurde. Es war mir eine große Freude und Ehre, hier sowohl als Mensch als auch als Fotograf Zeitzeuge sein zu dürfen. Denn ich selbst war so ergriffen von Rhythmus und Dynamik, mit der die ganze Veranstaltung in einer Art Jam-Session begann. Und wie die Leute mitgegangen sind. Es war der helle Wahnsinn! Araber, Türken, Gläubige, Ungläubige, Männer, Frauen, mit und ohne Kopftuch, aber alle mit guter Laune und einem heiteren Gefühl für die Community, for „the big picture“, you can say, as well. Denn hier ging es um die Gemeinschaft. Die verbindenden Elemente betonten über alle Grenzen von Religionen oder Weltanschauungen hinweg den Spirit des Menschseins. Es war ein ausgezeichnetes Bad der Freude in der Menge. Ich würde schätzen, dass Größenordnung 150 Leute anwesend waren, in einer doch eher überschaubaren Location, die durch die relativ große Anzahl der Partizipierenden wahrhaftig zu pulsieren schien. Meine fotografischen Impressionen zeigen nur einen kleinen Ausschnitt der über viele Stunden andauernden Veranstaltung. Herzlichen Dank an alle, die dies ermöglicht haben! <3

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Alle Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia | Fotograf / Eventfotograf aus Karlsruhe

Weil in vier (!) verschiedenen Sprachen und schon deshalb so schön, zitiere ich zum Abschluss noch den Text aus der Veranstaltungsankündigung auf Facebook. Wirklich toll von den Veranstaltern „komponiert“ und zusammengestellt!

„Am Freitag, den 12. Oktober veranstalten wir einen arabisch-türkischen Kultur und Musikabend im COLA TAXI OKAY.Wir möchte an diesem Abend das Gemeinsame aller Kulturen hervorheben und zeigen, dass wir mehr Gemeinsamkeitenals Unterschiede haben! Dazu wollen wir Euch Musik präsentieren, die Orient und Okzident miteinander verbindet. Wir fangen ab 20 Uhr an mit Live-Musik und wollen das Ganze wie eine Jam-Session aufziehen. Verschiedene Musiker (sowohl Gesang als auch Instrumente) werden in entspannter Atmosphäre auftreten und über die Musik und ihre Instrumente sprechen. Von 22 Uhr bis 05 Uhr übernehmen DJ’s und spielen Euch das Beste von Barıs Manço, Fairuz, den Rahbani Brothers und noch vielen weiteren tollen Musikern. Ost-West-Synthese at it’s best!

On Friday, October 12th, we will organize an Arab-Turkish cultural and music evening at the COLA TAXI OKAY. On this evening we would like to emphasize the common of all cultures and show that we have more similarities than differences! Therefore we want to present you music that connects Orient and Occident with each other. We will start at 8 pm with live music and want to wind up the whole thing like a jam session. Various musicians (both vocals and instruments) will perform in a relaxed atmosphere and talk about the music and its instruments. From 22 o‘clock to 05 o‘clock DJ‘s will take over and play you the best of Barıs Manço, Fairuz, the Rahbani Brothers and many more great musicians. East-West synthesis at it‘s best!

12 Ekim Cuma akşamı COLA TAXI OKAY‘da bir Arap-Türk kültür ve müzik etkinliği düzenliyoruz. Bu akşam tüm kültürlerin ortaklığını vurgulamak ve farklılıklardan çok ortak noktamızın olduğunu göstermek istiyoruz! Bunun için size Doğu ve Batı‘yı birbirine bağlayan müzikle tanıştırmak istiyoruz. Canlı müzikle saat 20‘de başlıyoruz ve serbest çalgı konseri yapmak istiyoruz. Çeşitli müzisyenler (hem vokal hem de enstrümanlar) rahat bir ortamda sahne alacak ve müzik ile enstrümanları hakkındakonuşacaklar.22:00 – 05:00 arası DJ‘ler Barıs Manço, Fairuz, Rahbani Brothers ve diğer birçok büyük müzisyenin en güzel parçalarınıoynayacaklar.

„العالم صغير ! الجميع اخوة“ باريس موناكوالجمعة تاريخ 12.10 سنقدم لكن فعاليه موسيقية في كولاتاكسي اوك.نحن نريد في هذا المساء ان نجمع جميع الحضارات و نعرضهالكن ونريكم ان لدينا اشياء مشتركه اكثر بكثير من اشياءمختلفه! ايضا نريد ان نعرض لكم الموسيقى الشرقيه وندمجها معاً. سنبدأ في تمام الساعه 20 بموسيقى مباشره منفنانين و فرقه موسيقيه في حين سنعرض لكم الموسيقى بلغتهاالاصليه. في تمام الساعه 22 حتى الساعه 05 صباحاً سيقومعدة دي جي في وضع موسيقى شرقيه ايضاً مثل فيروز ورحماني و باريس موناكو و المزيد من الفنانين القديرين.“

Quelle: https://www.facebook.com/events/1108743239301877/

Und ganz zum Schluss noch mein Facebook-Live-Mitschnitt von der Jam Session zu Beginn der Veranstaltung:
https://www.facebook.com/michaMroth/videos/10213957360347305/

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