Reserven in der Kommunikationsarchitektur bei Xing

Xing, 2003 als „OpenBC“ (Open Business Club) gegründet, gehört zu den Sozialen Netzwerken. Es dürfte derzeit zu den wichtigsten Social Networks im deutschen Internet zählen, die (überwiegend) geschäftlich genutzt werden. Laut Wikipedia hatte Xing Ende des 1. Quartals 2012 insgsamt mehr als 12 Millionen Mitglieder, über 5 Millionen davon aus Deutschland. Im Verhältnis zu Facebook, dessen Nutzerzahl in DE inzwischen auf 30 Mio. zugehen dürfte, erscheinen 5 Millionen Xing-Nutzer zweitrangig. Man bedenke aber, dass Facebook schon ab 13 Jahren und früher und für alle möglichen Arten der Kommunikation eingesetzt wird. Das direkter vergleichbare und in den USA ansässige Business-Netzwerk LinkedIn hat laut englischer Wikipedia über 175 Millionen Mitglieder (Stand Juni 2012), davon kommen  – Größenordnung – 2 Millionen Menschen aus Deutschland.

Ich selbst bin seit 2004 Xing-Mitglied (s. Xing-Profil von Michael M. Roth). Während ich in den ersten Jahren sehr von der Idee des Netzwerkens per se begeistert war und man mich evolutions-bedingt wohl eher den Jägern und (Kontakte-) Sammlern zuordnen konnte, habe ich in den letzten Jahren doch mehr und mehr das Bestreben entwickelt, mich dialog- und themenorientiert mit anderen Menschen zu verbinden.

Xing hat sich auf dem Zeitstrahl von 2003 bis zum aktuellen Jahr 2012 sukzessive entwickelt von einer statischen Seite vergleichbar mit einer Webseite aus der Jahrtausendwende hin zu einer dynamischen Plattform mit einer Reihe von Kommunikationsendpunkten, oder, wie man auch sagen könnte, -ausgangspunkten.

Ich gehöre nicht zu jeden Xing-Experten, die Bits und Bytes der Plattform kennen, so wie Joachim Rumohr, dessen Webinar zur Optimierung des Xing-Profils ich kürzlich mit großem Interesse verfolgte – danke nochmal an dieser Stelle an den Xing-Experten Nr. 1 in Deutschland! -, aber ich nutze Xing schon recht intensiv, um geschäftliche und zwischenmenschliche Beziehungen zu etablieren bzw. zu pflegen, und ich gebe Xing (meist zwitschernd, siehe Twitter-Account von Michael M. Roth) immer wieder Tipps, wie die Plattform verbessert werden könnte.

In der Folge möchte ich, natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aus meinem Blickwinkel heraus ein paar Punkte benennen, die Reserven oder Potentiale in der Kommunikationsarchitektur von Xing zeigen:

  1. Interessant finden (like)
  2. Erwähnen (mention)
  3. Gästebuch
  4. Abonnieren
  5. Events

In Analogie zu Facebook ergänzte Xing die Plattform um diese sozial-mediale Funktionalitäten:

Like –> Interessant finden | Kommentieren | Teilen –> Empfehlen

Die Einführung des „Interessant finden“ war sicher ein Meilenstein in der Geschichte von Xing! Seitdem kann man das gefühlte „Like“ auf Status-Updates von anderen Xing-Mitgliedern bzw. den eigenen Kontakten, die man im Update-Stream sieht, applizieren. Hier sollte Xing den nächsten Schritt tun und die Interessenbekundung auch auf die Kommentare zu den Status-Updates anwendbar machen. Schließlich könnte sich das zu einem Katalysator für themenbezogenes (!) Networking entwickeln.

Das Erwähnen. Überall haben wir es! Auf Facebook, bei Twitter und bei Google+. Nur bei Xing ist es noch nicht angekommen. Facebook hat es inzwischen auch in die mobile Version übernommen. Warum? Weil es so wichtig ist. Weil heutige Netzwerke dynamische Gebilde sind, bei denen nicht nur frei wählbar 2 Knoten (Menschen) über eine Kante (Verbindung) genutzt werden können, sondern im Bedarfsfall, abhängig von Zeit und Thema, mehrere Knotenpunkte über verschiedene Kanten erreicht werden. Wenn wir an unser Gehirn denken, müssen dort wohl ständig „Mentions“ passieren. Im Menschen selbst findet also ein stark vernetztes Denken statt. Warum sollten wir das nicht auf die Gesellschaft übertragen?

Das Gästebuch von Xing ist eine ganz eigene Geschichte. Und es ist (noch!) keine Erfolgsgeschichte. Es erinnert mich etwas an die Poesiealben meine Kindheit. Eine Eintragung dort, ein Dankeschön, mit Glück kam die Replik fürs eigene Album. Ich habe eine Mini-Umfrage – mit leider nur 13 Teilnehmern – zur Verwendung des Xing-Gästebuches gemacht. Über das zwar nicht repräsentative, aber doch richtungsweisende Ergebnis war ich nicht komplett überrascht.

Leider hat man in der Ergebnisgrafik nur via Mouse-over die komplette Antwort angezeigt bekommen, so dass ich meinen Screenshot entsprechend der tatsächlich angebotenen Antwort-Optionen nach „…“ ergänzt habe. Bei der Mehrheit der 13 Teilnehmer ist das Xing-Gästebuch also nicht im (aktiven) Bewusstsein. In der Tat benötigt man 2 Klicks, um von der Profilseite zum Gästebuch einer Person zu gelangen. Für meine Begriffe „gut versteckt“ hinter den „Aktivitäten“.

Vergleichen wir mal mit Facebook. Dort ist das „Gästebuch“ ein kombiniertes „Gäste- und Tagebuch“. Mit dem Aufruf der Profilseite sehe ich *sofort* Einträge des Inhabers und seiner Kontakte und Dialoge, insofern ich mit dem Inhaber des Profils verbunden bin und (in der Regel) diese Rechte zur Einsicht habe. Was würde dagegen sprechen, dass Xing das Gästebuch weiterentwickelt zu einem Dialogbuch?

Nochmal der Vergleich Facebook-Pinnwand vs. Xing-Gästebuch. An meinem Geburtstag. Bei über 1100 Freunden ca. 180 Pinnwand-Einträge. Auf der anderen Seite 950 Xing-Kontakte und kein Gästebuch-Eintrag zum persönlichen Ehrentag. Bei vielen liegt der letzten GB-Eintrag schon um Jahre zurück, da bin ich keine Ausnahme.

Das Abonnieren von Usern bzw. deren Updates hat (viele) Facebook-Mitglieder aus einer Art Mausefalle des eingeschränkten Kommunikationskreises heraus geholt. Übrigens auf Innovation und Inspiration von Google+ hin, wo die „Circles“ bis heute eine offensichtlichere Rolle als die „Listen“ bei Facebook spielen. Abonnieren kann man prinzipiell Mitglieder und Unternehmen bei Xing. Doch wer weiß von diesem Feature? Wer hat es aktiviert?  Selbst größere Unternehmen wie 1&1 mit 50 Mitarbeitern auf Xing haben 0 (Null) Abonnenten. Auch hier: Versteckspielen in den Xing Beta Labs. Viele mögen noch nicht mal davon gehört haben, dass sich persönliche oder Unternehmensprofile abonnieren lassen.  Dazu müsste man die Nutzer – nicht über aufwendige Werbung – eher über funktional integrierte und intuitiv erfassbare Features aufmerksam machen.

Ein großer Teil der Kontaktanfragen („Wir sind in der selben Gruppe“ – das wars aber oft auch schon in Sachen Gemeinsamkeiten) ließe sich über ein Abonnieren abfedern. Auch diesen, für meine Begriffe recht intelligenten Mechanismus kennen wir schon von Facebook: Solange eine Person eine Kontaktanfrage nicht bestätigt hat, abonniert man automatisch die Updates dieses Nutzers. Natürlich sind in der Phase der einseitigen Kontaktherstellung Updates dieser Person nur sichtbar, wenn sie überhaupt öffentliche Neuigkeiten generiert.

Zum Schluss noch ein paar Worte zu den Events bei Xing. Wieder von meiner Perspektive aus betrachtet, stellt das Fehlen der Veranstaltungen in der mobilen App von Xing ein signifikantes Defizit dar. Genau die Events sind es doch, die auf der einen Seite das Entstehen lockerer Beziehungen induzieren und andererseits aus sogenannten Weak Ties Strong Ties werden lassen können. Muss ich mir denn als Teilnehmer eines Kongresses vorher alle Themen und Teilnehmer ausdrucken oder würde mir eine mobile App, mit der ich beides „on location“ nachschlagen kann, nicht viel mehr an Flexibilität bieten und der möglichen Dynamik einer solchen Veranstaltung eher Rechnung tragen?

In der Desktop-Variante von Xing hatte ich bei den Events schon unterschiedliche Erfahrungen. Mit den Updates wurde dies wohl auch mehrfach deutlich geändert. Da ich selbst häufig bei Veranstaltungen unterwegs bin und hier eine ganz wichtig Klammer zwischen realen und virtuellen Beziehungen oder auch Formen der Zusammenarbeit sehe, kann ich selbst Xing nur empfehlen, Events leicht und gut sichtbar darzustellen. Und zwar immer dort, wo der Kontext es erfordert. Sei es innerhalb einer Gruppe oder auf dem Profil des Event-Organisators. Was auf jeden Fall noch auf Gruppenseiten ergänzt werden sollte: Vergangene Events. Zu oft möchte man unmittelbar nach einem Event nochmal schauen, wer war denn eigentlich dabei, wer hatte mir nochmal seine Visitenkarte gegeben? Moment mal, er müsste doch angemeldet gewesen sein. Aber wo ist denn das Event hin?

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich ein gutes Potential und Reserven bei Xing sehe in Richtung Dialog, modernes Netzwerken und intuitives Benutzer-Interface. Das Unternehmen hat sich auf den Weg gemacht. Das zeigt auch das relativ neue Feature „Bestätigung der Profileinträge“, das über die Xing Beta Labs freigeschaltet werden kann. Manchmal gibt es Stolpersteine. Doch durch den Dialog zwischen Anwendern und Entwicklern können beide Seiten auf lange Zeit eigentlich nur Nutzen davon tragen.

Update:

Einen Punkt wollte ich noch erwähnen. In einem Tweet hat mich Michael Rajiv Shah aka. Xingfinder mit Verweis auf seinen ziemlich genau vor einem Jahr erschienenen Artikel „Das Xing Gästebuch ~ Referenzen & Empfehlungen auf Xing“ daran erinnert (Danke!) : Die Möglichkeit, bei Xing Referenzen für andere zu schreiben bzw. selbst welche zu erhalten. Auch hier habe ich den Eindruck (ähnlich wie Michael), dass dieses Feature viel zu wenig selbst kommunizierend ist. Aktuell sind die Referenzen auf dem Profil unter der Berufserfahrung im Abschnitt „Referenzen und Auszeichnungen“ verlinkt. Wahrnehmung und ein weiterer Klick sind erforderlich, um eine möglicherweise große Anzahl von Referenzen überhaupt erstmal einsehen zu können. Beim nächsten Profilbesuch ist die gleiche Prozedur erforderlich, also erst ein „Hineinklicken“, da in der Profilansicht weder Zahl der Referenzen noch das etwaige Hinzukommen einer aktuellen Referenz angezeigt werden. Somit auch an dieser Stelle Raum für Optimierungen bei Xing 🙂

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Klout Score Big Bang 2012

Den letzten Knall, der von dem 2008 gegründeten, US-amerikanischen Startup-Unternehmen Klout verursacht wurde, gab es im Oktober 2011, siehe meinen damaligen Artikel „Über den Klout Score und warum er aus heiterem Himmel fällt„. Für sehr viele Teilnehmer war das Upgrade 2011 mit einem starken Abfall des eigenes Klout Score verbunden. Gerade dieser Punkt veranlasste eine große Menge von Leuten, die Nachhaltigkeit und somit den Klout Score per se in Frage zustellen.  Ich könnte mir vorstellen, dass das diesjährige große Update von Klout, eins der größten der Geschichte des jungen Unternehmens, wie der Geschäftsführer Joe Fernandez im aktuellen Blogpost Discover Your Klout verrät, ebenso große Wellen schlagen wird. Allerdings sehe ich auch Potentiale, die Klout mit diesem Upgrade vom 14. August 2012 zu nutzen versucht.

Bild: Begrüßung von Klout nach dem Update.

Damals wie heute ist es zu einer Löschung der Klout Score History gekommen, weswegen nur eine gerade, waagerechte Linie angezeigt wird. Klout hat für die kommenden Tage ein paar Änderungen angekündigt, die möglicherweise sukzessive ausgerollt und sich wohl in erster Linie auf die grafische Präsentation und „Insights“ beziehen werden. Währenddessen wird der Meilenstein für die doch stark veränderte, erweiterte Kalkulation des Klout Score der schon benannte 14.8.2012 sein und bleiben.

Ich möchte stichpunktartig ein paar wesentliche Änderungen beim Klout Score benennen, in dem Maße, wie ich sie bisher erkennen (erlesen, ersehen) und nachvollziehen konnte:

  • Die bisher als „Subscores“ bekannten Kennzahlen Reichweite, Verstärkung und Netzwerk entfallen.
  • Die bisher als Bestätigung (Stärkung, Erhalt) eines Topics fungierende +K werden ab jetzt auch für die Berechnung des Klout Score herangezogen.
  • Klout macht erstmals einen Schritt weg vom reinen Online Influence Measurement Tool in Richtung Einbeziehung von Komponenten mit größerer Relevanz in der Realität. So werden z. B. Wikipedia-Seiten gewichtet (Page Rank, Inbound & Outbound Links), in der Konsequenz überholt Politstar Barack Obama den Popstar Justin Bieber beim Klout Score!
  • Joe Fernandez spricht davon, dass bisher weniger als 100 Kennzahlen für die Berechnung des Klout Score genutzt wurden. Nun sollen es über 400 sein.
  • Auch wenn die Moments bisher (bei mir) noch nicht ausgerollt sind, so suggeriert ihre Ankündigung, dass sie zu einem wichtigen & informativen Feature bei Klout werden könnten. Zum einen sieht das nach einer Dashboard-Funktionalität aus, die die sozialen Ströme übersichtlich aggregiert und somit den Nutzwert von Klout steigern könnte. Außerdem sollen damit die (wichtigsten) Beiträge zum Erhalt oder zur Steigerung des Klout Score transparent gemacht werden.

 

Bild: Neu bei Klout: Moments. Eine Art Meta-Timeline.

Der neue Klout Score sorgt nicht nur im US-amerikanischen High-End-Bereich „near 100“ für Wirbel. Auch im deutschen Klout Score Olymp, der bei Mitte/Ende 70 angesiedelt ist, gibt starke Veränderungen und Neuzugänge.

Bild: Klout Style (ganz früher als Klout Matrix bekannt) mit neuer Star-Besetzung im höchst bewerteten Nordost-Quadranten.

So konnte die renommierte Social-Media-Beraterin Claudia Hilker um ganze 8 Punkte zulegen. Ich sehe hier einen Bezug zu ihrer 3-stelligen Zahl von Abonnenten bei Facebook, die von Klout mit diesem Update nun auch erfasst und beim Klout Score berücksichtigt werden. Ähnlich wie ihr erging es Oliver Gassner, der sich ebenso vom Broadcaster zum Pundit aufgeschwungen hat. Wohl behutet und behütet von den Mitstreitern Stefan Keuchel und Mirko Lange gilt Frank Tentler nun auch als Thought Leader. Da die genannten Personen auch in der realen Öffentlichkeit eine gewisse (nicht geringe) Sichtbarkeit haben, sehe ich die doch deutliche Erhöhung ihrer Klout Scores als folgerichtige Entwicklung im Sinne des nun der Realität näheren Klout Score an.

Abschließend möchte ich auf meine persönliche Sicht in Bezug auf Klout und den Klout Score hinweisen. Eine Kennzahl allein wird niemals ausreichen, den Wert eines Menschen oder seine Arbeitskraft beurteilen zu können. Von mir häufig anzutreffen ist eine überzogene Erwartungshaltung an den Klout Score. In der Konsequenz folgt meist eine Enttäuschung und eine Negierung oder Ignoranz von Klout. Aus meiner Perspektive gibt er aber doch Hinweise darauf, wie effizient Menschen mit den sozialen Medien umgehen können bzw. welchen Einfluss sie dort haben. Das „Gaming“ (Erspielen) eines hohen Klout Scores ist statistisch und in der Praxis kaum relevant. Klout hat seine Potentiale und nimmt eine interessante Entwicklung. Für mich ist der Klout Score ein Tool zur Reflexion und gleichzeitig Ansporn. Den für sich richtigen Bezug zu Klout muss aber jeder selbst finden. Schulnoten haben wir auch nicht immer gemocht. Hier und da hatten sie aber doch ihre Relevanz in unserem Leben …

Update:

Soweit ich sehen kann, habe ich im deutschen Sprachraum den ersten Blogpost zum aktuellen Update bei Klout geschrieben. Insgesamt war Mashable aber doch etwas schneller; was auch ein bisschen naturgemäß ist 😉

http://mashable.com/2012/08/14/klout-update/

Weitere Beiträge zum Klout:

Influencer-Listen:
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PK am 19.7.12 zu Social Media Club Karlsruhe & 3. SOMENIKA

MicialMedia und der Social Media Club Karlsruhe geben bekannt:

Ein Jahr nach Gründung des Social Media Club Karlsruhe (SMCKA), am Donnerstag, 19.7.12, gebe ich, Michael M. Roth, Gründer und Chapter Leader des SMCKA, zusammen mit Paseo Marketing eine Pressekonferenz zu den Themen Social Media Club Karlsruhe und 3. Social Media Night Karlsruhe (SOMENIKA), die am Dienstag, 24.7.12, stattfinden wird.

Auf der Pressekonferenz in der IHK Karlsruhe werde ich etwas zur Gründungsgeschichte des Social Media Club Karlsruhe erzählen. Es wird zu erfahren sein, welches Anliegen der 2006 in den USA gegründete Social Media Club hat und wie wir in Karlsruhe, als autorisiertes aber unabhängiges „Local Chapter“ versuchen, die Grundideen umzusetzen und Social Media in der Region Karlsruhe zu leben und zu fördern. Mit großartiger Unterstützung der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH sowie weiteren Sponsoren entfacht der SMCKA entlang von Präsentationen von Experten der Branche Diskussionen, die zu einem Benefit für Produzenten, Konsumenten und Prosumern im unternehmerischen aber auch gesellschaftlichen Bereich führen sollen.

Ich freue mich, interessierte Journalisten und Medien aus der Region Karlsruhe, wie Baden TV, die BNN, ka-news und andere,  zur Pressekonferenz begrüßen zu dürfen!

Eckdaten Pressekonferenz

Ort: IHK Haus der Wirtschaft, Saal Rebland, Lammstraße 13 – 17, Karlsruhe.
Zeit: Donnerstag, 19.7.12, 11:00 Uhr.
Kontakt SMCKA: Michael M. Roth, MicialMedia; Julia Scharmann, Paseo Marketing.
Kontakt IHK: Michael Hölle

Eckdaten 3. Social Media Night Karlsruhe (SOMENIKA)

Ort: Stadthalle (Haupteingang!), Clubraum, Kongresszentrum. Festplatz 9, Karlsruhe.
Zeit: 24.7.12, 19:00 (Einlass 18:30).
Anmeldung: http://smcka.de/somenika

Sponsoren der 3. SOMENIKA

Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH

Fischer ComputerSysteme

Socialindex

Echobot

 

 

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Erstes Twitinka – Twitter-Treffen in Karlsruhe

In Karlsruhe tut sich etwas in Sachen Social Media! In den letzten zwei Jahren sind einige Veranstaltungsformate entstanden, teils als Ableger nationaler oder internationaler Formate, teils unabhängig davon. Events im Umfeld von Internet, Medien, Social Media, Web-Development, Web-Anwendungen und Gründerszene bringen die Leute nicht nur virtuell, sondern mehr und mehr auch real zusammen. Auf diese Weise wird der Dialog zwischen Produzenten und Konsumenten gleicher, abhängiger bzw. benachbarter Themengebiete gefördert und die Nachhaltigkeit menschlicher Beziehungen und fachlichen Austauschs gestärkt. Es seien hier ein paar konkrete Events in der Region Karlsruhe genannt mit Links auf einen Blogpost oder auf eine Seite im Internet – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Daneben gibt es Treffen mit einer zumindest dem Namen nach spezifischeren Intention: Twitter-Treffen. Heutzutage werden solche allerdings auch genutzt, um Diskussionen im erweiterten Kontext von Social Media zu führen und Menschen aus diesem Umfeld zusammenzuführen. Nach Formaten wie dem Twittagessen (eher spontane Zusammenkunft von Twitterern) und dem inzwischen auch nicht mehr ganz unbekannten Twitter-Festival Karlsruhe, kurz Twarlsruhe (überwiegend junge Leute aus der Abi-Phase ihres Lebens, grundsätzlich aber auch offen für die reiferen Jahrgänge, ähem 😉 ) ist nun ein neues, spannendes Event-Format hinzu gekommen, es heißt Twitinka!

(c) Michael M. Roth, MicialMedia.
Organisator Christoph Funk, Stadtmarketing Karlsruhe (Bildmitte).

Zur ersten Instanz von Twitinka am Freitag, 1. Juni 2012, erschienen ca. 15 Leute in der bento.bar. am menschlich und kulturell stark frequentierten Werderplatz in Karlsruhes Südweststadt. Hanna war seitens bento für die liebenswürdige Versorgung der Gäste mit Getränken zuständig. Neben Karlsruher Twitter-Urgesteinen wie Thomas Griesbaum, Christoph Böttcher und Marco Schrumpf erschienen allen voran Christoph Funk und Franziska Pfaff, die unter @KarlsruheTweets für das Stadtmarketing Karlsruhe twittern und zum innovativen Veranstaltungsformat eingeladen hatten. Stark vertreten waren neben dem Stadtmarketing auch der Tourismusbereich der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK) und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit deutlichen Überhangmandaten seitens der Uni (vs. Forschungszentrum). 🙂

Nicht vergessen zu erwähnen möchte ich übrigens @gebrudergrimm22, der vor der eigentlichen Umsetzung der Veranstaltung als Ideengeber selbiger gilt.

Der von Christoph Funk artikulierte Antrieb für Twitinka ist der Wunsch, Karlsruhe nach außen einheitlich, einfach und transparent darzustellen. Sicherlich würden auch die Karlsruher selbst davon profitieren. Es geht darum die vielfältigen kulturellen, gesellschaftlichen, städtischen, touristischen und teilweise schon stark im Netz reflektierten Aktivitäten in Karlsruhe zu bündeln und aus Einzelaktivitäten Synergieeffekte herbeizuführen. Beispielhaft wurden Projekte benannt wie DU360 und Rostock-Blogs.de. Als ursächlich für die vielen, teils unabhängig voneinander und unreflektiert zueinander existierenden Informations- und Kommunikationsträngen wurden strukturelle Gegebenheiten benannt. Ich fand bemerkenswert und wichtig, dass es hierbei nicht zu Schuldvorwürfen der jeweils anderen Seite gegenüber kam, in dem Sinne von „Na ihr macht doch sowieso immer nur Euer eigenes Ding“. Viel mehr empfand ich die Atmosphäre als sehr offen und diskussionsfreudig! Sowohl die Social-Media-Aktivisten des Stadtmarketing Karlsruhe als auch die Teams der anderen städtischen bzw. öffentlichen Einrichtungen bestehen aus jungen, offenen und engagierten Leuten. Das ist eine gute Voraussetzung dafür, althergebrachte Strukturen zu überdenken. Auch wenn Twitinka ohne einen konkreten Arbeitsplan endete, so war dieses Twitter-Treffen aus meiner Sicht doch ein toller Startschuss, eine gelungene Auftaktveranstaltung für weitere Events dieser Art und für Denkanstöße, die eines Tages auch mal in konkrete Projekte im Sinne einer transparenten Social-Media-Darstellung der Stadt Karlsruhe münden könnten.

Mir bleibt: Ein herzlicher Dank an die Organisatoren, alle Teilnehmer, die eine wunderbare, offene und kreative Atmosphäre erst möglich machten! Soweit mir bekannt, liste ich die Twitter-Accounts der Teilnehmer:
@KarlsruheTweets, @Visit_Karlsruhe, @tencate, @dwarfplanet@syn2 @utestattplastik, @brocksrocks, @webwanderer2@CocktailLiebe, @RentATobbes, @sabber_lott & @micialmedia.

Und schließlich eine Mini-24-Stunden-Statistik über den Hashtag #twitinka:

That’s it! Bye, bye 🙂

 

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Pollen und das Versus von ss und sz

Heute mal etwas abseits von Technik und Events, aber auch nicht ganz „unmedial“. Wer Rechtschreibe- , grammatikalische oder sonstige Fehler nun bei mir findet, darf selbstverständlich auch Beschwerde einreichen bei einer nicht zu kleinen Zahl von Kontaktmöglichkeiten …

*** Öffentlicher Brief ***
– publiziert auch auf meinem Blog micialmedia.de -​
(nur für den Fall, dass diese Nachricht nicht direkt zugestellt werden kann)

Re: Ihr aktueller Pollenwarndienst für den 19. März 2012

​Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst möchte ich mich für Ihre zuverlässigen Informationen zum Thema
Pollenflug, die sie nun schon über einige Jahre anbieten, sehr bedanken!

Gleichzeitig will ich eine kleine Kritik anbringen, und ich hoffe sehr,
dass meine Email dieses Mal bei Ihnen ankommt.
Ich versuche nun schon im 3. Jahr, Sie darauf hinzuweisen, dass
„mässig“ oder „mässige“ in der deutschen Rechtschreibung keine vorhandenen
Worte sind. Da Sie in Ihren Pollenflugnachrichten ja auch Umlaute verwenden,
somit nicht nur den 7-Bit-ASCII-Zeichensatz, sollten Sie auch in der Lage
sein, das „ß“ (sz) einzusetzen.

Für die in den vergangenen Jahren von Ihnen unterschlagenen sz und natürlich
für zukünftige Nutzungen reichen ich Ihnen hiermit symbolisch einige nach:

ßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßß

Sollte auf Ihrer Tastatur, mit der Sie die Serienbriefversersendung speisen
bzw. konfigurieren, wider Erwarten kein ß vorhanden sein, so dürfen Sie sich
natürlich gerne des reichhaltigen Angebots an ß, das ich Ihnen gratis zur Verfügung
stelle, via Copy & Paste bedienen. Aber halt, ich habe in Ihrem Pollenflug-Newsletter „maßgeschneidert“ entdeckt. Vielleicht war ein früherer Zeichen-Sponsor ja nicht großzügig genug.

Den Unterschied zwischen dem Einsatz von ß und ss möchte ich Ihnen anhand
von ein paar Wortbeispielen versinnbildlichen:

Maße (lang gesprochen)
aber
Masse (kurz gesprochen)

Gruß (lang gesprochen)
Grüße (lang gesprochen)

Fuß (lang gesprochen)
Füße (lang gesprochen)

aber

Kuss (kurz gesprochen)
(Küsse) (kurz gesprochen)

Ist Ihnen der Unterschied aufgefallen?

Vielleicht konnten Sie es sich schon denken: Ich erspare Ihnen nichts.
Ihr Abschiedsformel, „mit freundlichen Grüssen“, ist zweifelsohne ganz
lieb gemeint. Nach dem just erfolgten Crashkurs sollten Sie allerdings
in der Lage sein, auch diese noch einer kleinen Optimierung zu unterziehen;
ansonsten könnte der *Gruß* auch als *Schuss* in den Ofen verstanden werden.

Ganz zum Schluss (!) möchte ich Sie freundlich darauf hinweisen, dass ein
„single point of contact“ die Gefahr eines „single point of failure“ birgt.
Die Emailadresse, die Sie im letzten und vorletzten Jahr als Kontaktadresse
angegeben haben, konnte ich leider nicht erfolgreich zum Versenden einer
Email, mit der ich Sie auf o.g. Fehler hinweisen wollte, einsetzen.
Da Sie bisher auch keine Telefonnummer angeben, wird das ganze System
der Rückmeldung, eines möglichen Feedback zu Ihrem ansonsten in der Tat
sehr wertvollen Service, ad absurdum geführt, insofern diese eine
Rückmeldemöglichkeit via Email „broken“ ist.

Sie werden daher meine Neugierde nachempfinden können und sicherlich auch
meine Hoffnung, die ich eingangs artikuliert habe, ob und dass dieser Brief
dieses Mal sein Ziel erreichen wird.

Um der Kritik eine Selbstkritik hinzuzufügen:
Vielleicht fehlte mir ja auch in den vergangenen die Kreativität und/oder
Energie, alternative Kontaktmöglichkeiten zu Ihnen zu finden und schließlich
zum Einsatz zu bringen.

Ich verabschiede mich mit ganz herzlichen – Achtung! – Grüßen
Ihr Michael M. Roth aus Karlsruhe

info@michael-roth.de | https://micialmedia.de | Mob. 0173 1675729

MEDA Pharma-Pollenwarndiensthat am 19. März 2012 um 06:01 geschrieben:

> Sehr geehrter Herr Roth,
>
> anbei erhalten Sie Ihren persönlichen Pollenwarndienst – natürlich wie immer maßgeschneidert für Sie und passend zu der Region, in der Sie leben. Und nicht vergessen: Mit Allergodil kommen Sie ganz entspannt durch die Pollenflug-Saison.
>
> Wir wünschen Ihnen einen beschwerdefreien Tag
>
> Viele Grüße und bis morgen
> Ihr Allergodil®-Beratungsteam
> Meda Pharma
>
> Pollenflug in Ihrer Region – 76139 Karlsruhe
> ——————————————-
>
> Pollenflug
>
> Ambrosia: keine
> Ampfer: keine
> Beifuß: keine
> Birke: schwache
> Buche: keine
> Eiche: keine
> Erle: mässige

[..]

> Mit freundlichen Grüssen und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit>
> Ihre MEDA Pharma

 

Update:

Als sehr freundliche Antwort habe ich folgenden Brief erhalten:

„Schaub, Florian“ <Florian.Schaub@medapharma.de> hat am 20. März 2012 um 15:13 geschrieben:

> Sehr geehrter Herr Roth,
>
> vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir werden diesen bei unserem nächsten Update berücksichtigen.
> Leider kann ich Ihnen momentan keine Rückmeldung geben, wann dieses Update erfolgen wird.
> Ihr Verbesserungsvorschlag/Hinweis wird jedoch mit weiteren gebündelt und dann eingebaut.
>
> Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und eine möglichst pollenfreie Zeit.
>
> Mit freundlichen Grüßen
>
> Florian Schaub
>
> MEDA Pharma GmbH & Co. KG
> Manager New Media
> Benzstr. 1
> 61352 Bad Homburg

 

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MediaNet@KA 2012

Als modernes Veranstaltungsformat, das Magnet und Austauschknotenpunkt für die Medienschaffenden der Region Karlsruhe sein soll, fand die MediaNet@KA – parallel zu ihr die TV Komm – am 27. (Get-Together) und 28.2.12 (Hauptvorträge) zum 2. Mal statt.

An dieser Stelle zeige ich ein Mini-Social-Media-Monitoring, Reflexionen aus der Twitter-Welt zur MediaNet@KA. Warm ans Herz gelegt sei dem interessierten Leser natürlich auch meine kleine Storify-Geschichte, die ein paar Fotos und eine Reihe von Tweets enthält:

http://storify.com/MicialMedia/medianet-at-ka-2012-impressions

Sowie eine größere Fotoserie auf meiner Facebook-Seite:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.308667569187352.85077.124293924291385

Doch nun zur Beobachtung des Hashtags #mnka, den ich für die MediaNet@KA ins Spiel gebracht hatte …

 

 

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Yet Another TEDxRM AfterGlow – YATAG

http://storify.com/MicialMedia/yet-another-tedxrm-afterglow-yatag
 

Weiterführende Links zum TEDxRM // TEDx RheinMain
* http://blog.flinc.org/2012/02/tedxrheinmain-liveblog-aus-dem-capitol-offenbach/
(Live-Blog von Daniel Rehn und Philipp Hormel)

http://michaelheipel.wordpress.com/2012/02/04/tedx-rheinmain-2012-sieben-pralinen-aus-offenbach/

http://reverbmag.de/2012/02/subject-to-change-du-bist-der-wandel/

http://366degree.wordpress.com/2012/02/02/an-afternoon-of-sheer-inspiration/

 

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Expertentag Online Identity bei Marschner+Kühn | kuehlhaus in Karlsruhe

http://storify.com/MicialMedia/expertentag-online-identity-bei-marschner-and-kuhn

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Montagsrunde: Online Influence Measurement via Klout Score

(Bildquelle: http://facebook.com/montagsrunde)

Die Montagsrunde wurde Ende 2009 von Daniel Rehn ins Leben gerufen.

(Daniels Kommentar: Tapio Liller war der Gründer; Daniel stieß ab Runde 3 hinzu)

Der studierte Online-Journalist bietet damit eine sehr interessante Plattform für den Meinungsaustausch und Erkenntnisgewinn in den Bereichen Social Media, Kommunikation und moderne Technologien.

(Bildquelle: http://klout.com)

Ich möchte Montagsrunde #23 (Start am 9.1.2012, 20:00 [CET], Publizierung der Zugangsdaten auf der Facebook-Seite der Montagsrunde ab ca. 19:30) dafür nutzen, um eine Diskussion über den Sinn und Unsinn von Tools zur Messung des Online-Einflusses anzustoßen. Es existieren verschiedene Werkzeuge in diesem Bereich, die auch als Online Influence Metrics bezeichnet werden, also Maßzahlen für den Einfluss einer Person in den virtuellen Medien, in den Social Media Channels. Beispielhaft zu nennen sind der Klout Score, der Peer Index und Kred.  Insbesondere soll der Klout Score vorgestellt, seine Stärken und Schwächen analysiert werden. Dazu wird es zu Beginn der Montagsrunde eine Mini-Incentive-Präsentation geben. Dabei dürfen sich die Teilnehmer nach meiner Kenntnis eines Novums bei der  Montagsrunde erfreuen: Erstmals wird nicht via ustream.tv, sondern mittels „GoToMeeting“ von Citrix gesendet und kommuniziert.

Obgleich ich eine gewisse Affinität zum Klout Score wohl kaum werde leugnen können, sollen weder die Incentive-Präsentation noch die Diskussionsrunde im Ganzen als ein Hohelied auf den Klout Score fungieren. Viel mehr geht es darum, Chancen und Risiken zwischen „hyper-genial“ und „huch-was-soll-der-Quatsch“ von Klout zu hinterfragen und herauszuarbeiten.

Update: Hier geht es zu meinem Gastbeitrag, den ich nach der Montagsrunde geschrieben habe. Herzlichen Dank nochmal an Daniel für die tolle Kooperation!
http://montagsrunde.posterous.com/der-klout-score-als-online-influence-measurem

 

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SMA Live – Die Social Media Akademie im Live Talk mit Rechtsanwalt Dr. Carsten Ulbricht

 

Bild: (c) Social Media Akademie

Kurz vor Weihnachten, am 14. Dezember 2011, organisierte die Social Media Akademie (SMA) aus Mannheim einen Live Talk mit Rechtsanwalt Dr. Carsten Ulbricht zum immer wieder sehr spannenden Thema

Rechtliche Fragen im Social Web.

Wie es sich für eine Social Media Akademie gehört, präsentierte sie die kleine Runde, die aus dem Moderator und Gründer der SMA, Ralph Scheurer-Lee, dem geladenen Gast Carsten Ulbricht und der Publikums-Mediatorin Nadine Reuter bestand, in einem modernen, audio-visuellen Format über das Internet. Via einfache Anmeldeschnittstelle der Social Media Akademie konnte der Talk kostenlos verfolgt werden. Um neben der Präsentation von Carsten eine Interaktivität und einen Dialog zu ermöglichen und zu befördern, fand parallel auf der Plattform der Social Media Akademie ein Chat statt, an dem Größenordnung 20 bis 30 Teilnehmer aktiv mit mischten und somit den Live Talk mit ihren Fragen inhaltlich bereicherten. Diese Fragen und vereinzelt auch von Twitter unter dem Hashtag #smalive kommende, wurden von Nadine gesammelt und auf den Punkt gebracht an Carsten übergeben, der instantan versuchte, eine Antwort auf diese dem Publikum zu vermitteln.

Drei Schwerpunkte wurden von Carsten Ulbricht im Live Talk der Social Media Akademie abgehandelt:

  1. Impressumspflichten in Social Media
  2. Datenschutz und Social Plugins
  3. Astroturfing und Wettbewerbsrecht

Carsten betonte die Pflicht zur gut sichtbaren Ausweisung eines Impressums bei kommerziellen Internet-Auftritten entsprechend §5 TMG (Telemediengesetz). Das Landgericht Aschaffenburg hatte in 2011 die Impressumspflicht bei gewerblich genutzten Facebook-Seiten bestätigt. Ein eigener Impressums-Tab wurde empfohlen (versus Facebook-nativen Info-Tab) und das Setzen eines Deep-Link, also eines direkten Verweises zur Impressumsseite auf der eigenen Website. Dort sollte gleichsam betont werden, dass sich das Impressum nicht nur auf die Homepage, sondern auch auf die vom selben Unternehmen betriebene Facebook-Seite bezieht. Analogien gelten für weitere Soziale Netzwerke oder Kanäle wie Google+, Twitter et cetera.

Beim Themenschwerpunkt Datenschutz versus Web 2.0 arbeitete Carsten, der auf Rechtliche Fragen im Social Web spezialisiert ist, Stellen heraus, an denen mit hoher Wahrscheinlichkeit personenbezogene Daten an Betreiber Sozialer Netzwerke wie Facebook übertragen werden. Typisches Beispiel ist der Like-Button, bei dem IP-Adresse sowieso Cookies übermittelt werden können. Insbesondere die IP-Adresse sei als ein Container für personengebundene Daten zu werten. Bei der in naher Zukunft verstärkt zur Anwendung kommenden IPv6 wäre das um so mehr der Fall. Grundsätzlich spricht das Telemediengesetz von einem Verbot mit Erlaubnisvorbehalt. Demnach müssten Internet-User umfassend darüber informiert werden, ob und welche persönlichen Daten von ihnen an Betreiber transportiert werden. Nur bei explizitem Einverständnis wäre dies rechtlich vereinbar. Als Workaround nannte Carsten Ulbricht das Unterlassen der Einbindung von Social Plugins oder die Anwendung des doppelten Like-Buttons, bei dem der Internet-User mit dem ersten Klick (idealerweise) über die Konsequenzen des finalen Like-Klicks informiert wird.

Beim Astroturfing werden Bewegungen oder Initiativen vorgetäuscht, die angeblich von breiten Bevölkerungskreisen getragen werden, mit dem Ziel, konkurrierende Unternehmen in einem schlechten Lichte erscheinen zu lassen. Naheliegend: Hierbei können verschiedene Rechte, wie z. B. das Persönlichkeitsrecht, verletzt werden. Webseitenbetreiber, die bspw. – möglicherweise unwissend – manipulierte User-Meinungen publizieren müssen spätestens nach Inkenntnissetzung unverzüglich reagieren und derartige Falschinformationen vom Netz nehmen („notice-and-takedown“-Grundsatz).

Weiterführende Links zu den Rechtlichen Fragen im Social Web zeigen auf Unterseiten des Blogs von Carsten Ulbricht:

Am Ende meines Blogposts möchte ich mich ganz herzlich bei der Social Media Akademie bedanken für die Möglichkeit der kostenlosen Teilnahme am SMA Live Talk, einer wirklich interessante und hochgradig interaktiven Veranstaltung zum Thema Recht und Social Web.

Außerdem reflektiere ich auch bei diesem Event das Echo auf Twitter mit den inzwischen bekannten Tools Archivist und Hashtracking. Gesucht habe ich dabei natürlich nach dem Hashtag #smalive :

 

Und schließlich die zweite Visualisierungsform:

 

That’s it! 🙂

 

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