Bayerischer Freigeist inspiriert Karlsruhe via Israel

Bücherverkaufsstand von Christian Seeburger in der City Gemeinde Karlsruhe | Foto: MicialMedia

Bücherverkaufsstand von Christian Seebauer in der City Gemeinde Karlsruhe | Foto: MicialMedia

 

Natürlich, “In 80 Tagen um die Welt”, die Geschichte, die Jules Verne einst den neugierigen Menschen auf der Erde zum Geschenk machte, ist an Spannung kaum zu übertreffen. Doch nun durfte ich einem Welteroberer begegnen, der es in nur 50 Tagen schaffte, Israel zu Fuß und “ohne einen Penny” zu erkunden und dabei 1000 km zurück legte. Christian Seebauer durchquerte bei seinem Israel Trail das Land von Nord nach Süd. Nicht nur, dass es einem verrückt vorkommen muss, ein bis dato (für Christian) unbekanntes Land ohne finanzielle Reserven auf die ganz eigene Art und Weise erleben und erfahren zu wollen, der unerschrockene Wandersmann negierte zusätzlich noch die zur warmen Jahreszeit bevorzugte Route von Süd nach Nord. Und ebenso verblüffend und faszinierend die Antwort: “Ich wollte Menschen begegnen”. Was für eine spannende Philosophie und was für ein offener Denkansatz, der über sichere (Lebens-)pfade hinaus geht.

Inspiriert durch eine liebe Freundin, Tine Trödel, unten im Bild gemeinsam mit Christian Seebauer zu sehen, nahm ich ganz spontan an dem Veranstaltungsabend in der City Gemeinde Karlsruhe teil, an dem der aufgeweckte Christian Seebauer seine Wandergeschichte durch Israel einer großen Anzahl von wissbegierigen Karlsruherinnen und Karlsruhern erzählte. Manuel Winter gehörte zu den Initiatoren und Organisatoren des lebendig inszenierten und mit Fingerfood verfeinerten Events. Manuel hatte hatte Christian bei der Buchmesse in Leipzig getroffen und schließlich nach Karlsruhe eingeladen. Was für eine tolle Idee!

Angeblich hat ja Christian früher in der Finanzbranche gearbeitet. SMILE. Doch nach dem tollen Abend frage ich mich, ob er nicht doch zwischendurch auch mal in der bzw. für die Filmbranche tätig war. Denn abgesehen vom spannenden Inhalt seiner Geschichten, verstand es der “Aussteiger für 7 Wochen” diese dramaturgisch sehr wirkungsvoll dem fasziniert lauschenden Publikum zu vergegenwärtigen. Nicht wenige hörte ich in der Pause der Veranstaltung, die 2x 45 min dauerte, sagen: “Ach ja, nach Israel würde ich ja auch ganz gerne mal …”. Ich persönlich fand die Episode sehr beeindruckend, als Christian Seebauer, der auf seiner Wanderung ca. 12 kg verlor, in einem der nobelsten Hotels von Israel um Übernachtung bat. – Wir erinnern uns: Christian war ohne Geld unterwegs. Den Soldaten, die das Hotel bewachten, erzählte Christian, dass er einen Termin mit dem Chef des Hauses hätte. Den bekam er dann sogar auch. Über einen spontanen Arbeitsausgleich (Ihr könnt Euch vorstellen, in einer großen Küche gibt es immer viel zu tun) bekam der eigentlich unangemeldete Wandersmann eine Übernachtung geschenkt. Welche Gefühle der Freude und Genugtuung mussten zu jener Zeit in Christian geherrscht haben?!

Für mich war es auf jeden Fall eine große Freude und Ehre, den fleißigen Weltenbummler und Buchautor Christian Seebauer aus Bayern “live und in Farbe” kennen zu lernen!

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Alle Fotos vom Veranstaltungsabend: Michael M. Roth, MicialMedia

 

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Die Idee vom Weltbürger – Hoffnung oder Illusion?

Obwohl die Welt damals bei weitem noch nicht so vernetzt sein konnte wie heute, ist bemerkenswerterweise die Idee vom Weltbürger schon ziemlich alt. Die philosophisch-politische Weltanschauung des Kosmopolitismus (griechisch für “Weltordnung”) bzw. Weltbürgertums geht auf die Antike zurück. Diogenes von Sinope (410-323 v. Chr.) sah sich selbst als einen Weltbürger.  Während des Renaissance-Humanismus und der Aufklärung wurden die weltbürgerlichen Ideen u.a. fortgeschrieben durch Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781, “Die Erziehung des Menschengeschlechts”), Johann Gottfried Herder (1744-1803, “Auch eine Philosophie der Geschichte zur Bildung der Menschheit”) sowie Immanuel Kant (1724-1804, “Zum Ewigen Frieden”). Für mich erstaunlich: In den Zeiten des aufkommenden Sozialismus und (angedachten) Kommunismus wurde der Kosmopolitismus als eine Machenschaft des Imperialismus verklärt oder zumindest uminterpretiert. Dabei nannten sie ihre eigenen Raumfahrer doch Kosmonauten (vs. Astronauten in weiter westlichen Gefilden)! Und Juri Alexejewitsch Gagarin (1934-1968) gehörte zumindest zu den ersten Welt-All-Bürgern, er war der allererste menschliche Raumfahrer. Im heutigen 21. Jahrhundert ist der meines Erachtens unglaublich beeindruckende deutsche Astronaut und Kosmonaut Alexander Gerst (geb. 1976 in Künzelsau) ein Weltbürger par excellence.  Bereits in 2014 verbrachte “Astro-Alex” 6 Monate auf der ISS und wird 2017 der 1. deutsche Kommandeur auf der ISS werden. Es gibt wohl kaum einen anderen Platz in der Welt, bei dem so gut demonstriert wird, wie (Vertreter) verschiedene(r) Nationen mit unterschiedlichen Gesellschaftsordnungen zusammen leben und arbeiten können. Chapeau!

Doch muss es weltweit bei Oasen, einzelnen Orten, Ländern oder Ländergemeinschaften bleiben, bei denen man Liebe oder im Mindesten gegenseitigen Respekt vorfindet?

Straßenfotografie in Karlsruhe. Das Motiv steht symbolisch für Liebe und herzlicher Begegnung | Foto: MicialMedia

Straßenfotografie in Karlsruhe. Das Motiv steht symbolisch für Liebe und herzliche Begegnung | Foto: MicialMedia

 

Wenn ich an Weltbürgertum denke, dann assoziiere ich eine Vielzahl von weiteren Begriffen, die diesen Begriff ausmalen oder näher skizzieren. Dazu gehört Offenheit. Offenheit, die nicht an der eigenen Haustür, nicht an der Stadt- Bundesland- oder Landesgrenze endet. In meinen Augen besitzt ein Weltbürger durchaus eine Affinität zu eigenen Traditionen oder zu einer regional geprägten Kultur. Gleichzeitig verfügt er oder sie über weiche Schnittstellen zu anderen Kulturen und Nationalitäten. Der weite Horizont ermöglicht den Austausch mit Menschen, die einer anderen Religion angehören als der eigenen. Gleichwohl besitzt ein Weltbürger Werte, die kleinste gemeinsame Nenner zwischen Angehörigen verschiedener Religionen oder Kulturen zulassen oder diese sogar befördern. Auf diesen Passus im deutschen Grundgesetz bin ich besonders stolz und erfreue mich, dass er hier seinen festen Platz gefunden hat. Vor allem aufgrund der widersprüchlichen und hasserfüllten Geschichte, die Deutschland als Bestandteil seiner “Vita” einräumen muss. Dieser Passus steht in Artikel 1 des Grundgesetzes und lautet:

Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Ich könnte mir keine Religion oder Kultur vorstellen, die diesem Anspruch nicht genügen würde, zumindest freilich in meiner Wunschvorstellung.

Was so felsenfest in der deutschen Verfassung verankert ist und worüber großenteils unter der Weltbevölkerung grundsätzlich Konsens herrschen sollte, kann gleichzeitig als Ausgangspunkt dienen für die Frage “Was bedeutet überhaupt die Würde des Menschen und (ab) wann könnte sie verletzt werden?”.

Nach unserer humanistischen Vorstellung von Recht und Menschenwürde gilt es als absolut menschenunwürdig, krankhaft und fanatisch, einem anderen Menschen die Kehle durchzuschneiden. Was aber ist, wenn die Todesstrafe zum Rechtssystem eines Landes gehört? Was macht man mit einer alten Tradition, bei der die Geschlechter von Kindern oder heranwachsenden Erwachsenen beschnitten werden?

Obwohl die Welt von heute besser vernetzt ist als jemals zuvor in ihrer Geschichte, haben wir weiterhin weltweit Konflikte. Die Vernetzung dient oftmals nicht dem Austausch von Perspektiven, sondern der Verbreitung von Falschnachrichten oder von Propaganda. Wenn wir uns mit den Dingen im Detail befassen, wird uns auffallen, dass mehr Fragen als Antworten oder gar Lösungen im Kontext der weltweiten Konflikte auftauchen. Aber vielleicht ist ja gerade das ein Ansatz, wenn man Konfliktlösungen anstreben will: Fragen zu stellen und Fragen zuzulassen. Fragen, die nicht nur die eigenen Interessen betreffen, sondern auch um die Perspektive und Beweggründe der anderen Seite näher zu erforschen. In all den Diskussionen, die vor allem in den digitalen Netzwerken geführt werden, überwiegen die Antworten und klaren Meinungen. Und ganz oft werden sie von Personen artikuliert, die gar keinen Widerspruch zulassen.

Wie also sollte ein Weltbürger agieren? Gibt einen solchen (abgesehen von Alexander Gerst ;-) ) überhaupt aktuell auf der Welt lebend?

Für mich ist die Weltbürgerschaft eine Symbolik. Mich selbst als Weltbürger zu bezeichnen ist vielleicht eher ein Anspruch, denn eine unbestrittene und offensichtliche Tatsache. Was bleibt uns denn, als die Erfüllung unserer Ziele und die Umsetzung unserer Ideale anzustreben? Eigentlich unabhängig davon, ob sich jemand als Weltbürger bezeichnet oder eher seine europäischen, deutschen oder landesspezifischen Facetten sieht, meiner Meinung nach bleibt für uns alle die Herausforderung, schon im Kleinen mit Respekt und Wertschätzung miteinander umzugehen, die eigene Meinung für wichtig, aber nicht für unumstößlich zu halten und unsere Reden, Kommentare, Posts verletzungsärmer zu gestalten. Denn jener Geist, den wir im Kleinen applizieren, ist die Basis dafür, was wir oder Menschen mit “höheren Aufgaben” oder in “höheren Positionen” umsetzen. Egal ob wir Deutsche, Russen, Amerikaner oder Kongolesen sind, wir können zumindest weltbürgerlich handeln und unsere Leben sowie unseren Planeten als eine einmalige Chance betrachten auf ein Leben in Würde bei dem Freude und Glück, das heißt, glückliche und friedliche Momente nicht zu kurz kommen sollten.

Und solange wir daran glauben, gibt es eine Hoffnung. Sowohl für jeden einzelnen als auch für die Menschheit auf der Erde als Ganzes.

[Quelle für die geschichtlichen Daten: Wikipedia]

 

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Einheit und Protest zum Nationalfeiertag in Dresden

Als Bestandteil der 15-köpfigen Bürgerdelegation Baden-Württemberg durfte ich vor zwei Jahren, am 3. Oktober 2014, selbst an den zentralen Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag in Hannover teilnehmen. Für mich war das eine großartige und spannende Veranstaltung. Das dort gelebte Motto “Einheit in Vielfalt” berührte mich auf angenehme Art und Weise. Ich lernte eine Vielzahl von Menschen kennen mit unterschiedlicher Hautfarbe und Religion. In ihnen sah ich keine Bedrohung, im Gegenteil, für mich waren sie eine Bereicherung meines eigenen kulturellen Horizontes und eine Erweiterung meines Freundeskreises. Dazu gehörte u.a. Najoua Benzarti (im Bild links mit Kopftuch), Migrationsbeauftragte aus Karlsruhe und stellvertretende muslimische Vorsitzende des Koordinationsrates des christlich-islamischen Dialogs.

Gemeinsame Anreise: Stuttgart->Hannover; Tag der Deutschen Einheit 2014 | Foto: MicialMedia

Gemeinsame Anreise: Stuttgart->Hannover; Tag der Deutschen Einheit 2014 | Foto: MicialMedia

 

Bei den Zentralen Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag, die nun, 2016, in Dresden stattgefunden haben, gab es einige Unruhen. Auf Facebook hatte Tobias Huch (FDP) in seinem aktuell 6.444 mal geteilten Post um eine Bezeichnung für jene Menschen gebeten, die mit ihren Rufen und Plakaten wie “Merkel muss weg” das Bild der feierlichen Einheit trübten:

Lasst uns KLARTEXT REDEN! Welches Wort passt? 

Pack? Gesindel? Abschaum? Gesocks? Eine Schande? Nazis? Brüllaffen? Dummköpfe? 
// TEILEN und als Betreff das passende Wort schreiben //

Aber kann man Hass mit Hass bekämpfen? Als selbst “DDR-Geborener”, der verschiedene Systeme kennen gelernt hat, wollte ich mit folgendem Text eine differenziertere Betrachtung entgegen setzen:

In meinen Augen seid Ihr weder Pack, Gesindel, noch Abschaum. Schändlich ist vor allem die Situation.

Für mich seid Ihr der entgleiste Hilferuf einer desorientierten Gemeinschaft mit einer untergegangenen Religion, die sogar Werte vertrat, die Ihr heute negiert artikuliert, nämlich Solidarität und Menschlichkeit, so wie sie – sogar und vor allem – im Volk – der ehemaligen DDR – gelebt wurden.

Eure Hilfeschreie lassen Euch erscheinen als Pack, Gesindel, Abschaum, weil Ihr die Geduld verloren habt, Eure Erwartungen und Hoffnungen unerfüllt und verloren glaubt. Die Flüchtlinge und Andersfarbigen, die in Eurer Region nur in Spuren vorkommen, sind nicht Euer Problem. Sie werden von Euch genutzt als Metapher für die vor allem in Euren Köpfen noch nicht angekommene Freiheit. Freiheit bedeutet auch Verantwortung. Für das eigene Menschenleben und seinen Platz in der Gesellschaft. Wertschätzung und Respekt für seine Mitmenschen, unabhängig von ihrer Hautfarbe oder Religion.

Es ist beachtlich, *dass* Ihr auf Euch aufmerksam macht. Wie schön wäre es, wenn dies in einem positiven Kontext geschähe. Ich schaue hinter Eure Fassade, Eure grimmige Maske. Ich sehe kreative Menschen, tief im Inneren, nur äußerlich abgestumpft. Habt Ihr keine Lust, den Paradigmenwechsel zu vollziehen, im positiven Sinne von Euch reden zu machen? IHR könntet zu den Weltverbesserern werden. Ihr wart es doch auch, die 1989 für ein ein besseres Leben auf die Straßen Ostdeutschlands gegangen seid. Und wenn Ihr glaubt, “die im Westen” oder “die da oben in der Regierung” hören Euch nicht, dann schreit lauter und schreitet mit guten Taten voran. Bildet Euch weiter, gründet Unternehmen, kümmert Euch um Eure Mitmenschen! Macht Euren Lebensraum, egal ob Ihr in Dresden, Stuttgart oder Kiel wohnt, zu einem Flecken Erde, der dazu beiträgt, das Leben auf der ganzen Welt zu verbessern. Selbst wenn Ihr nur ein Mosaiksteinchen seid. Aber genau ohne diese Mosaiksteinchen funktioniert das Leben als Ganzes nicht.

Positive Impulse zu setzen, im eigenen Leben wie inspirierend auf das Leben anderer einzuwirken, kann mindestens genauso befriedigend sein wie “Merkel muss weg” zu rufen oder zu plakatieren. Vielleicht solltet Ihr einfach mal den Mut aufbringen und diese Zäsur in Eurem eigenen Leben Wahrheit werden lassen. Der persönliche und gesellschaftliche Gewinn könnten größer sein, als Ihr Euch derzeit vorzustellen wagt.

 

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Ein Jahr Garten der Religionen

Garten der Religionen in Karlsruhe | Foto: Michael M. Roth, MicialMedia

Garten der Religionen in Karlsruhe | Foto: Michael M. Roth, MicialMedia

 

In Karlsruhe gibt es einen Garten der Religionen. Wie wunderbar ist das denn?! Religionen sind für mich nicht von Interesse, weil ich an den oder an einen Gott glaube, sondern weil ich neugierig bin, worauf sich Menschen in ihrem Leben beziehen. Denn eins ist klar: Wir alle brauchen Bezugspunkte. Auf einer einsamen Insel würden wir nicht nur bezüglich der Ernährung, sondern mindestens genauso in Sachen Kommunikation und Austausch mit unseren Mitmenschen (oder eben auch “mit Gott”) einen Überlebenskampf führen.

Leider verpasste ich die Eröffnung des Gartens der Religionen in 2015. Dieses Mal, zur Feier aus Anlass des 1-jährigen Bestehens (22.9.2016), gelang es mir nun endlich, dabei zu sein.
Neben dem umfangreichen Programm der Feier

14:00 Musik für Groß und Klein auf einer Drehorgel
(Jochen Freiberger, Freireligiöse Gemeinde)
15:00 Nordafrikanische Sufi-Trommeln, Gesang und Musik
(Trommel-AG der IIFG mit den Sängerinnen Hajer Daoussi, Chiha u.a.)
15:30 Buddhistische Rezitationen (Zen-Dojo Karlsruhe u.a.)
16:00 Tanz mit Tänzern der Lasya Priya School of Fine Arts
im Hinduismus- Innenkreis des Gartens
16:30 Führung durch den Garten der Religionen mit Vertretern verschiedener Religionen
alternativ: Digitale Schnitzeljagd (Quiz) mit der Actionbound-App zum Garten der Religionen, zusätzlich Quiz auf Papier (ohne Handy)
18:00 Ausklang [Quelle]

war für mich persönlich ein Höhepunkt, dass ich Sina Alavi kennen lernen durfte. Er ist Beauftragter des Geistigen Rates der Karlsruher Bahá’í-Gemeinde. Wie mir Sina Alavi erklärte, gehören ganzheitliches Denken sowie die Einheit der Menschen auf unserem Planeten Erde zu den Glaubensgrundsätzen der Bahá’í, womit ich mich gut identifizieren kann.

Nachfolgend wie immer ein paar Fotos von der Veranstaltung. Gefolgt von akkustischen Impressionen der Gesänge, die ich via Facebook Live im kleinen Video festgehalten habe.

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Alle Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia | Eventfotograf Karlsruhe

Facebook Live Video
https://www.facebook.com/michaMroth/videos/10208114984891570/

Herzlichen Dank an Mirja Kon-Thederan, die Islamische internationale Frauengemeinschaft e.V. Karlsruhe und Umgebung, die Organisatoren, Mitgestalter und die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterschiedlicher Glaubensrichtungen! Ich freue mich, dass Karlsruhe mit dem Garten der Religionen ein klares Zeichen für Toleranz und das respektvolle Miteinander setzt. Danke!

 

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Nathalia Edenmont – Blüten des Lebens

Galerie Schrade am Zirkel in Karlsruhe | Foto: Michael M. Roth, MicialMedia

Galerie Schrade am Zirkel in Karlsruhe | Foto: Michael M. Roth, MicialMedia

 

Neulich durfte ich einer Vernissage zu einer einzigartigen Fotoausstellung in der Karlsruher Galerie Schrade beiwohnen: Blüten des Lebens von Nathalia Edenmont.

Die 1970 auf der Krim geborene Künstlerin verfügt über Abschlüsse der Staatlichen Kunstschulen in Kiew und in Simferopol sowie der Forsberg International School of Art and Design in Stockholm. Die Hauptstadt Schwedens ist gleichzeitig ihr heutiger Wohnort.

Die Vita von Nathalia Edenmont offenbart sich als entbehrungsreich mit sicherlich schmerzhaften Momenten und Episoden. Schon in früher Kindheit verlor sie ihre Eltern. Gleichzeitig genoss sie eine frühkindliche Kunsterziehung. Die Kunst wie so oft auch bei Nathalia: Form der Verarbeitung. Trotz mehrerer Ehen und Schwangerschaften blieb ihr Kinderwunsch unerfüllt. In ihren Bildern artikuliert die Künstlerin ihre Sehnsucht nach Liebe. Daneben dürfte sich ein großes fotografisches Know-How hinter ihren aufwendig produzierten, von Glas umhüllten Fotos von Blüten des Lebens verbergen. Überdies findet ein Ausloten von persönlichen, gesellschaftlichen und moralischen Grenzen statt.

Wer sich einlassen möchte auf diese Art des künstlerischen und lebensphilosophischen Exkurs’, dem empfehle ich den Besuch der Ausstellung Blüten des Lebens von Nathalia Edenmont, die in der Galerie Schrade am Zirkel zu Karlsruhe (Stadtmitte, Nähe Schloss) noch bis zum 15.10.16 zu sehen sein wird.

Mein herzlicher Dank geht an die Kunsthistorikerin Katharina Arimont von der Berliner Galerie Michael Schultz, wo die Ausstellung zuvor zu sehen war. Katharina hielt die Eröffnungsrede bei der Vernissage in der Galerie Schrade und unterstütze mich bei der Recherche über die ausstellende Künstlerin Nathalia Edenmont.

Es folgen Impressionen von der Vernissage in der Galerie Schrade.

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Fotos von der Vernissage: Michael M. Roth, MicialMedia

Ausstellungsfotos: Nathalia Edenmont

 

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Europäischer Tag der jüdischen Kultur

Menora und Davidstern - Symbole der jüdischen Religion | Foto: Michael M. Roth, MicailMedia

Menora und Davidstern – Symbole der jüdischen Religion | Foto: Michael M. Roth, MicailMedia

Anfang September 2016 gab es in der Synagoge Karlsruhe eine Veranstaltung zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur. Seit 1999 existiert dieses Format, das interessierten Menschen die jüdische Religion näher bringen soll. Immer am ersten Sonntag im September. Vom Charakter her handelt es sich um eine offene Informations- und Kulturveranstaltung. Sie bietet Raum, mit Menschen des gleichen oder eines anderen Glaubens (beispielsweise wenn man selbst nicht Angehöriger der jüdischen Religion ist) ins Gespräch zu kommen.

Und so geschah es auch in Karlsruhe, als der Geschäftsführer des jüdischen Gemeindezentrums – Jüdische Kultusgemeinde Karlsruhe -, Daniel Nemirovsky, den Vortragsteil in der Synagoge eröffnete und den Besuchern in der anschließenden Diskussionsrunde die Beantwortung ihrer Fragen zum Judentum ermöglichte. Es war vieles über die Geschichte und Bräuche des Judentums zu erfahren. So z. B. wurde die Frage geklärt, welches Symbol für das Judentum von größerer Bedeutung sei, der Davidstern oder die Menora. Nämlich die Menora, der 7- (oder mehr-) armige Leuchter, der die Erleuchtung der Menschheit symbolisieren soll.

Nach dem “Religionsunterricht” – in konzentrierter aber keineswegs langatmiger Form – hatten sich alle eine wenig Entspannung und intellektuelles Wirken lassen verdient in Form von Kaffee und Kuchen. Hier kamen freilich auch die guten Gespräche und Begegnungen zwischen den Menschen (mit nicht vorgeschriebener Religionszugehörigkeit) zustande.

Den Höhepunkt des Veranstaltungstages bildete ein musikalisch-sinnlich ansprechendes und inspirierendes Konzert von dem La Roche Quartett. Gespielt wurden bekannte Stücke wie “Summertime” und “Oh Lord, I’m on my way” aus George Gershwins Oper “Porgy and Bess”.

Mein herzlicher Dank geht an die Kulturreferentin der Gemeindevertretung, Alla Stömmer. Sie empfing mich wie die anderen Besucher im Namen der jüdischen Gemeinde sehr freundlich und versorgte mich mit Informationen zur Veranstaltung.

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Alle Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia

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Schatzinsel meets 7ender & u.w.e

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Wer von uns kennt nicht den weltweit renommierten Roman “Die Schatzinsel” von Robert Louis Stevenson, der erstmals 1883 publiziert wurde, oder eine seiner zahlreichen Verfilmungen? Doch nun, hört, hört, in Karlsruhe soll es auch sowas geben. Eine Schatzinsel! Dabei ist Karlsruhe nicht mal ein Land oder Kontinent. Aber Schätze dürfte es in der badischen Metropole einige zu finden und zu bergen geben; die meisten von ihnen liegen IN uns Menschen, wie es der Sozialpädagoge, Autor und Künstler Jochen Freiberger von “Spiel(t)räume sind Lernräume” artikuliert.

Die Freireligiöse Jugend Karlsruhe und Spiel(t)räume sind Lernräume pachteten 2012 ein 1200 qm großes Grundstück auf dem Areal der Günther-Klotz-Anlage. Und schon im nächsten Jahr, 2013, wurde der Sinnesgarten (oder SINnesgarten? Der Sinn des Lebens liegt schließlich ebenso IN uns, wie auch die Schätze IN uns verborgen sind) eröffnet.

Die SchatzINsel bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, besonders für Kinder und Schüler, sich und die Natur zu erfahren. So wird das Grundstück u.a. von Kindergärten und Schulen der Region Karlsruhe genutzt, um spielerisch jungen Forscherdrang zu fördern.

Auch für Erwachsene, Familien und Freunde kann die SchatzINsel zu einer wunderbaren Stätte der Begegnung werden. Beim kürzlichen Grillabend mit Musik von 7ender und u.w.e, die am Ende unplugged, improvisiert und gleichwohl wunderbar herüber kam, durfte ich in diese Oasen-Atmosphäre hinein schnuppern, lauschen, mich mit netten, alten und neuen Freunden austauschen, Hunger und Durst stillen, einen schönen Abend haben und natürlich: Fotos machen! Eine ganz hübsche Auswahl von Bildern des Abends dürft Ihr Euch nun im Anschluss hier anschauen.  Mein besonderer Dank geht an den Mann mit dem “Hut auf” bei der SchatzINsel, Jochen Freiberger, sowie an die großartigen Musiker um 7Ender & u.w.e. Die Stimme von Ender Aynaci gehört für mich zu den größten Naturwundern des Planeten; dieses mal fand sie eine IMHO wirklich tolle Ergänzung durch Jenny Pirrmann. Chapeau! Ebenso DANKE an alle, die mitorganisiert haben oder einfach “nur” dabei waren! Ein Abend, an den man sich gerne zurück erinnert.

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Alle Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia

Referenz zum Veranstaltungsabend:
7ender & u.w.e and friends

 

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Künstler bei der CAS Software AG

CAS Campus | Foto: Michael M. Roth, MicialMedfia

CAS Campus | Foto: Michael M. Roth, MicialMedia

 

Die CAS Software AG mit Sitz in Karlsruhe beschäftigt (inklusive Beteiligungen) über 500 Mitarbeiter und ist laut eigenen Angaben der Marktführer in Sachen Customer-Relationship-Management-Systemen (CRM) für den Mittelstand in Deutschland. Gegründet wurde das Unternehmen 1986 von den heutigen Vorständen Martin Hubschneider und Ludwig Neer. Neben dieser bemerkenswerten Marktdurchdringung im Bereich der Softwareentwicklung  demonstriert die CAS Software AG durch die Präsentation von Fotoausstellungen in den eigenen Räumen immer wieder ihre Affinität zur Kunst. Bei der aktuellen Ausstellung, die voraussichtlich noch in den nächsten Wochen im August und September 2016 zu bewundern sein wird, präsentieren dieses mal die eigenen Mitarbeiter von CAS ihren Blick auf die schönen Dinge des Lebens, wozu beispielsweise bunte oder mit großen Augen schauende Tiere, malerische Landschaften sowie  beeindruckende Architektur gehören.  Die komplette Liste der Aussteller und ihrer Werke findet sich am Ende des Beitrages.

Mit der für mich typischen, spielerischen und ungezwungenen Art und Weise habe ich wiedereinmal versucht, Menschen in der Dynamik szenisch-authentisch einzufangen. Lebensfreude der Leute, ihre Beziehungen untereinander und zur Kunst. Auch dafür steht die MicialMedia Eventfotografie in Karlsruhe. Fotografie, die durch Echtheit ihr eigenes Profil erzeugt. Ich fand es amüsant und interessant, mich mit einem Teilnehmer der Fotoausstellung über die Unterschiede der Fotos an den Wänden und in meiner Kamera zu unterhalten. :-) Die Vernissage zur Fotoausstellung bot allen Teilnehmern einen unterhaltsamen und inspirierenden Abend. Herzlichen Dank an die Aussteller und an die CAS für die Bereitstellung der tollen, sich über drei Stockwerke erstreckenden Location!

Doch nun genießt meine Impressionen von der Ausstellung. Ich hoffe, Ihr seid das nächste Mal selbst dabei und wir treffen uns vor Ort, um zu plauschen über die Kunst, die Fotografie und den ganzen schönen Rest unseres einmaligen Lebens!

~ Weitere Fotos außer der hier gezeigten gibt es auf Anfrage!  ~

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Alle Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia | Fotograf aus Karlsruhe

Nachweis über die Fotografen von Künstler @ CAS (Ausstellungsfotos)

Der Blick, Hanna Hüter
Armwrestling, Jan Aidel
Sing mir ein Lied, Jan Aidel
Becken III, Sebastian Höninger
Die Wege, Hannah Hüter
Die Weite, Hannah Hüter
Ruhe im Alltag, Hannah Hüter
Strahlen, Hannah Hüter
Blitz, Fabian Gärtner
Rost, Fabian Gärtner
Nieten, Fabian Gärtner
Gecko, Hannah Hüter
Glänzender Boden, Anika Flessner
Cables, Torsten Biskup
Golden Gate, Marco Ruppert
Neubau, Marco Ruppert
My Way, Steffen Euch
Rainbow Beams, Steffen Euch
Schlosslichtspiele, Steffen Euch
Am Rhein, Sebastian Höninger
Auf Achse, Sebastian Höninger
Support, Sebastian Höninger
Spanish Night, Steffen Euch
Stadtmitte, Markus Bauer
Structures I, Steffen Euch
Sturm, Jan Aidel
Three Nuns, Steffen Euch
Verbunden mit Natur, Jan Aidel
Von der Wiese zum Campus, Webcam IT Services & Rainer Schubert
Wild, Wild West, Steffen Euch
Wired, Steffen Euch
Zauberwürfel, Tim Krämer
Verbundenheit, Hannah Hüter
Socializing, Jan Wirbatz
Ohne Titel, Marilena Müller
Paint We, Jürgen Reuter

 

 

 

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Music to go 2016 | Snippets

Karlsruhe klingt – Music to go 2016

Der 2. Juli 2016 war im kulturellen Karlsruhe ganz geprägt von der jährlich stattfindenden Veranstaltung Music to go. Mit der Machart von Straßenmusikanten präsentierten sich Studierende der Hochschule für Musik Karlsruhe (HfM) auf ihre ganz musikalische und enthusiastische Art und Weise. Organisiert wurde das Open Air Event von der HfM, vom Stadtmarketing Karlsruhe, der City Initiative und der KASIG. Die Grußworte zu Beginn des kleinen Musikfestes in der Baden-Metropole wurden entrichtet von Oberbürgermeister Frank Mentrup sowie dem Rektor der HfM, Hartmut Höll. Im Folgenden gibt es ein paar Schnipsel, fotografische Impressionen vom emotional geladenen Musik-Event zu bewundern, die sich insbesondere auf die Eröffnung um 14 Uhr am Kirchplatz St. Stephan beziehen.

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Alle Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia | Eventfotograf für Karlsruhe, Stuttgart, Berlin ..

 

 

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Fotos von der EUNIQUE 2016 – Internationale Messe für Angewandte Kunst & Design

Fotos, künstlerische und heitere Impressionen von der EUNIQUE 2016 an der Messe Karlsruhe, deren zeitlicher Rahmen vom 3. bis 5. Juni 2016 festgelegt ist. Bereits am Abend des 2.6.16 durfte ich gemeinsam mit meiner Fotografenkollegin Elena Nelipa alias Eta Carinae Photography bei der offiziellen Eröffnung durch die Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH, Britta Wirtz, die ersten Eindrücke sammeln. Durch die Eröffnung und eine Vielzahl von Teilevents der EUNIQUE führte der erfahrene Moderator Marc Ephraim.

Die internationale Ausstellung sei jedem ans Herz gelegt, der sich für Kunst und Design interessiert und hier Gleichgesinnten begegnen möchte. Dafür ist die EUNIQUE, die jedes Jahr in Karlsruhe stattfindet, wirklich eine tolle Plattform. Die Messe ist noch bis Sonntag, 5.6.16, geöffnet. Ansonsten sehen wir uns spätestens nächstes Jahr im Mai (19.-21.5.17) wieder?! :-) Es folgen 49 ausgewählte Fotos von der EUNIQUE 2016.

EUNIQUE 2016 | Foto: Michael M. Roth, MicialMedia

EUNIQUE 2016 | Foto: Michael M. Roth, MicialMedia

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Alle Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia

 

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