75 Jahre Befreiung von Ausschwitz | We must never forget

Der deutsche Nationalsozialismus und der aus ihm hervorgehende Faschismus brachten viel Leid über Europa und die ganze Welt. Heute vor 75 Jahren, am 27.1.1945, wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz Birkenau von der Roten Armee befreit. We must never let this happen again. Niemals vergessen!

Foto: Imago Images / Hans Lucas | Quelle: Der Tagesspiegel: Concentration Camp (KZ) Auschwitz 1945

2. Weltkrieg 1939-1945: 50.000.000 bis 60.000.000 Menschen wurden umgebracht.
II wojna światowa, 1939–1945: 50 000 000 – 60 000 000 osób zostało zabitych.
2. мировая война, 1939-1945 годы: 50 000 000 – 60 000 000 человек были убиты.
מלחמת העולם השנייה, 1939-1945: 50,000-60,000,000 איש נהרגו.
World War 2, 1939-1945: 50,000,000 to 60,000,000 people were killed.

6 Millionen Juden wurden ermordet, Sinti und Roma, Homosexuelle, Andersdenkende.
6 milionów Żydów zostało zamordowanych, Sinti i Romowie, homoseksualiści, dysydenci.
Шесть миллионов евреев были убиты, синти и рома, гомосексуалисты, диссиденты.
שישה מיליון יהודים נהרגו, סינטי ורומא, הומואים, מתנגדים.
Six million Jews were killed, Sinti and Roma, homosexuals, dissidents.

1,5 Millionen Kinder mussten ihr Leben lassen.
1,5 miliona dzieci straciło życie.
1,5 миллиона детей погибли.
1.5 מיליון ילדים מתו.
1.5 million children died.

Appell an die Menschheit: Niemals vergessen! Niemals sowas wieder geschehen lassen!
Apel do ludzkości: nigdy nie zapomnij! Nigdy więcej nie pozwól, aby to się powtórzyło!
Обращение к человечеству: никогда не забывай! Никогда не позволяй этому случиться снова!
פנייה לאנושות: לעולם אל תשכח! לעולם אל תיתן לזה לקרות שוב!
Appeal to Humanity: Never Forget! Never let that happen again!

The sad words above were written down in the following languages:
deutsch (deutsch)
polnisch (polski)
russisch (русский)
hebräisch (עברי)
englisch (english)

Please watch the three hours lasting commemoration at KZ Auschwitz in Poland,
which took place today, Jan 27th, 2020, 75 years after the liberation of Ausschwitz:

https://www.sueddeutsche.de/politik/auschwitz-75-jahre-video-1.4773813





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Leeres Blatt Papier 2020er

Wir stehen am Vorabend der 2020er Jahre. Nicht nur poetisch, philosophisch oder metaphorisch. Es ist wirklich so: Wenn die Sonne das nächste Mal aufgeht, dann sind wir in den 20er Jahren des 21. Jahrhunderts angekommen, wir hier in Europa. In Australien ist es bereits soweit. Und was assoziiere ich damit?

Wie wahrscheinlich viele von Euch auch frage ich mich, was uns die nächsten 10 Jahre bringen werden. Vielleicht sollte ich auch fragen: Was werden wir den nächsten 10 Jahren bringen? Denn wir Menschen können uns sowohl passiv als auch als aktiv selbst verstehen. In der bisherigen Menschheitsgeschichte haben wir uns zu oft als aktiv und gleichermaßen als ein disruptives Element auf dem Planeten Erde verstanden. Allein wenn wir an die dramatischen Klimaveränderungen der letzten 100 bis 150 Jahre, seit Beginn der Industriellen Revolution, denken, dann gelangen wir immer mehr zu jener „Mea-Culpa-Erkenntnis“, die streng genommen auch unser Handeln beeinflussen sollte in Richtung Demut gegenüber dem, was in Millionen Jahren während der und durch die Evolution an Wunderbarem hervorgebracht wurde.

Ehe ich zur Frage zurück komme, was in der nächsten Dekade alles passieren könnte, möchte ich nun doch zu einer Metapher kommen. Nämlich zu der in der Überschrift plakatierten.

Leeres Blatt Papier 2020er

Ja, schon. Es ist ein alter Hut, dass wir uns Jahr für Jahr, (eine überwiegende) Zeit unseres Lebens immer wieder mit dem Jahreswechsel Vorsätze kreieren, die oft dann nach wenigen Wochen für unerreichbar oder als nicht aktuell, nicht zutreffend etc. entwertet und für just obsolet erklärt werden. Ein Zuviel an Vorsätzen würde unseren Gedanken- und Vorhabenrucksack ohnehin zu sehr be/last/en. Und der nächste Jahreswechsel kommt bestimmt, dann versuchen wir es nochmal, richtig? Und doch. Ich spreche von einem neuen Jahrzehnt. Ich, Du, er, sie, wir und Ihr, alle sind involviert. Wir sind die Menschen, die den Planeten gerade bewohnen. Solange niemand von uns eine Zeitmaschine erfindet, müssen wir quasi durch, ob wir wollen oder nicht. Dann sage ich mir: Lasst uns lieber wollen!

Und nun meine besondere Idee für die 2020er. Meine Metapher. Eigentlich ist sie ganz trivial. Und doch mögen wir uns, oder sich andere Menschen, auf die wir keinen oder zu wenig Einfluss haben, schwer tun mit der Bewahrung dessen, was ich im folgenden beispielhaft aufzähle:

In den 2020ern gibt es keine Menschen, die anderen Menschen das Leben genommen haben. Es gibt keine Verfolgung von anders Denkenden, von Minderheiten, von Menschen mit einer Religion, die sich von der eigenen unterscheidet, von Menschen, die gar keine Religion haben, von Menschen, die sich in der Hautfarbe unterscheiden oder von Menschen gleichen Geschlechts, die Liebe miteinander machen. Es gibt keine Hinrichtung, weder eine private oder eine staatliche Verurteilung zum Tode. Denn selbst wenn es einen Mörder zu bestrafen gelte, so machte man das Prinzip des Tötens hoffähig, man würde es legitimieren, wenn man es selbst applizierte, egal ob als Privatmensch oder als ausführende Hand eines Gesetzes, das keinen Sinn macht. Keinen Sinn macht. Es macht keinen Sinn. Nein. Es gibt keine Menschen, die andere Menschen verstümmeln, in diesen 2020ern. Noch keinen einzigen! Es gibt kein Land, das einem anderen Land den Krieg erklärt oder dieses heimlich überfällt. Es gibt keine Menschen, die verdursten oder die verhungern. Es gibt keine weitere Rodung am Hambacher Forst und keine neuen Kohlekraftwerke, die in 2020 ff. entstanden sind.

Und warum gibt es das alles nicht, in den 2020ern?
Weil sie noch nicht begonnen haben. Das ist der einzige Grund.

Eine Dekade voller Chancen

Leute. Wir sind die Helden. Wir können zu Helden werden. Habt Ihr keine Lust? Habt Ihr Lust auf Wohlstand? Habt Ihr Lust, Wohlstand neu zu verstehen? Wollt Ihr dabei sein? Wenn ich an Fridays For Future denke, dann habe ich keine Zweifel an der Antwort. Wenn wir, unsere Eltern oder unsere Großeltern, die mit dem Motorrad durch die Scheune gefahren sind, (noch) keine Helden waren, dann ist das verzeihlich. Obgleich ich mir sicher bin, dass sie in ganz anderen Kontexten Held*innen waren. Aber wie wird man/frau heute zum Helden oder zur Heldin? Eigentlich ist es ganz einfach: Wenn Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sagen: „Wir müssen unser Verhalten ändern, wenn wir nicht wollen, dass uns in wenigen Jahrzehnten das Wasser bis zum Halse steht!“, dann sollten wir sie ernst nehmen.

Unsere Eltern konnten schon C aus A und B schließen. Die Sache war nur, dass sie von A und B erstmal erfahren mussten. Der Bücherschrank im Hause Roth war übervoll mit Meyers Lexika. Vergleichen wir das mal mit heute. Heute haben wir ein Vielfaches an Wissen und Informationen alleine in der Wikipedia. Und wir müssen nicht ewig blättern. Zu gesuchten Themen haben wir in Windeseile Ressourcen gefunden. Wie können heute unseren Wissensdurst viel effizienter stillen. Und uns somit fundiertere Meinungen bilden.

Wenn in 2020 all diese schrecklichen Sachen noch nicht passiert sind, dann haben *wir* doch die Chance, jeder für sich betrachtet und natürlich als Teil eines Uhrwerkes namens Gesellschaft, unsere positiven und konstruktiven Beiträge zu leisten. Das kann damit beginnen, dass wir für eine gewaltfreie Kommunikation im Internet eintreten. Dass wir nicht über andere Menschen herziehen, nur weil ein Freund oder Freundesfreund doch „gehört hat“ …. Auch neue Erkenntnisse, die nicht zu unseren bisherigen fundamentalen Positionen passen, auch für diese sollten wir offen sein. Der Mensch ist ein lernfähiges System. Seien *wir* doch dabei, wenn es um das Beschreiben dieses neuen Blattes 2020er Jahre geht. Betrachten und begreifen wir das Leben und das Leben unserer Mitmenschen als eine Chance! Betrachten wir uns als einen Teil der Natur, so wie es Maja Göpel im Interview bei Jung und Naiv im Sommer des sich nun dem Ende neigenden Jahr 2019 angemahnt hat. Wenn wir uns als einen Teil der Natur betrachten, dann gehen wir selbstverständlich sorgsam und sorgsamer mit dieser Natur, id est, mit uns selbst, um. Das Verhältnis Mensch – Milieu (Natur) sehe ich als Komponente der Neuen Ethik 2020, die wiederum Bestandteil meines Konzeptes der Ethischen Intelligenz ist.

Visionen zu artikulieren, geht mit der Gefahr einher, sich zu blamieren

Nur zu gerne möchte ich spekulieren über das, was uns in der kommenden Dekade alles passieren könnte, in unserer einmaligen, einzigartigen, großartigen und gleichzeitig so kontrastreichen Welt. Ganz klar, wer heute Visionen ausspricht, läuft Gefahr, sich einer Blamage zu unterziehen. Gerade im Politpoker der Parteien, wo die eine geradezu danach hechelt, der anderen etwas auswischen zu können, da bedarf es des Mutes, Dinge aus- oder anzusprechen, die bisher noch nicht gesagt oder geschrieben wurden. Ich sehe mich nicht als Prophet, auch wenn man mich in der einen oder anderen gesellschaftlichen oder technologischen Disziplin schon als „Early Adopter“ identifiziert haben mag. Und klar, könnte ich die Zukunft vorhersagen, ich wäre unglaublich stolz auf mich. Aber was ist der Punkt? Meiner Meinung nach: Dass gerade Deutschland und die Deutschen zu wenig Mut zeigen, Zukunft zu „fantasieren“. Wie können wir überhaupt zu neuen Konzepten gelangen? Ob es die Energie betrifft, die Umwelt, den Verkehr, unser Miteinander, den Umgang mit zukünftig künstlich-intelligenten Systemen? Wie können wir uns heran tasten, wenn nicht durch die Entwicklung und Entfaltung unserer Fantasie und unserer Kreativität? Gehören diese Attribute nicht zu den besonderen Fähigkeiten und Merkmalen des Menschen? Deutschland, Land der Dichter, Denker ….. und Ingenieure?

Visionen inspirieren den Spin zur Fortentwicklung der Gesellschaft

Ob schon jemand auf die Idee gekommen ist, die Krim zu einem Brückenstaat zu machen zwischen Ost und West? Warum muss es eigentlich immer ein „entweder oder“ geben? Wie kann es sein, dass der Brexit, der nun angeblich Ende Januar 2020 vollzogen wird, über Jahre (!) Politiker*innen und Institutionen weltweit beschäftigt? Konnte man sich nicht zusammen setzen und Ursachenanalyse betreiben? Wenn es Anfang der 2020er im (ehemals) Vereinigten Königreich möglicherweise so richtig krachen wird, auch was bspw. die schottische Zugehörigkeit entweder zu Großbritannien oder zur EU betrifft, kann man dann ab 2025 vielleicht wieder auf ein „Restart Europe“ hoffen? In Stein gemeißelt ist da m. E. sowieso nichts. Und Boris Johnson ist, ebenfalls meiner Meinung nach, allenfalls ein großer Rhetoriker. Politik sollte man anderen Leuten überlassen. Aber wer weiß, was da noch alles kommt, im Bösen wie im hoffentlich Guten.

Die 2020er werden mit ziemlicher Sicherheit einen Richtungsentscheid zumindest für die kommenden Dekaden bringen in Sachen Energiegewinnung und Versorgungssicherheit. Mich persönlich überzeugen derzeit weder das Konzept der Kernspaltung noch der Kernfusion. Der Beitrag Königsweg Kernfusion? Futuremag / arte, ist nicht mehr ganz aktuell (aus 2016), deutet aber einige systembedingte Herausforderungen oder Unwägbarkeiten an. Es gibt so viele renommierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in Deutschland, die ganz klar die Erneuerbaren Energien wie die Photovoltaik und Windkraft favorisieren. Einige zig Tausend haben sich hierzulande als „Scientists for Future“ zusammengeschlossen. Volker Quaschning, Maja Göpel, Stefan Rahmstorf oder Heinrich Strößenreuther gehören dazu. Letzterer ist Mitbegründer der bundesweiten Initiative German Zero, die zum Ziel hat, Deutschland bis 2030, spätestens bis 2035 klimaneutral zu machen.

Natürlich, ein hoch spannendes Thema wird in der kommenden Dekade das Thema Krankheiten und speziellen die riesengroße Herausforderung der Autoimmunkrankheiten werden. Allein die Erfindung der Genschere CRISPR öffnet Fantasien und Visionen Tür und Tor. Und wir erinnern uns: Darum geht es! Ich bin selbst Diabetiker, Typ 1, und hoffe, dass „eines Tages“ das Interesse der Pharmaindustrie, oder sei es ein kleines LifeScience-Unternehmen wie die HS Analysis GmbH in Karlsruhe, an der Heilung von Diabetes Typ 1 größer sein wird als das über (zu viele!) Jahre andauernde Melken der Cash Cows, das mit der milliardenfachen Produktion von Teststreifen und weiteren Therapiemitteln verbunden ist. Auch diese Hoffnung ordnet sich ein in meinen bereits oben erwähnten Sektor der Neuen Ethik 2020 als Teil der Mensch-Mikrokosmos-Beziehung. Schon in den 2030ern könnten Teststreifen „Hokuspokus von gestern“ sein. Ebenso sind transhumane Konzepte auf dem Vormarsch. Im Frühjahr 2019 ist es israelischen Forschern bereits gelungen, ein Mini-Herz aus menschlichem Gewebe im 3D-Drucker herzustellen. Eine wissenschaftliche und technologische Sensation!

Das nächste Große Ding: Künstliche Intelligenz

Wie bitte? Künstliche Intelligenz? Das ist doch jene Zukunftsmusik, die Spatzen schon seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts von den Dächern trällern. But so what? Tatsächlich schrieb der als einer der Väter der KI geltende Prof. Joseph Weizenbaum (MIT) das erste „künstlich-intelligente“ Programm Eliza im Jahre 1966. Das war natürlich nur ein Startschuss. Aber mit Signalcharakter. Kürzlich fand ich im Familiealbum ein hübsches Bild von dem Vordenker und Visionär Joseph Weizenbaum, zusammen mit meinem Vater, Prof. Michael Roth, beim Kaffee. Er hatte die prominente Persönlichkeit aus den USA zu einem Vortrag an die Technische Universität Ilmenau eingeladen. Das Foto ist ein bisschen wie ein Zeugnis darüber und Erinnerung daran, dass mich schon in jungen Lebensjahren Fragen und Visionen der KI faszinierten.

Auch hier bin ich kein Prophet, wenn ich sage, dass künstlich-intelligente Systeme der Zukunft unser Leben auf der Erde weitaus mehr revolutionieren werden als alle Erfindungen bisher zusammen. Natürlich waren diese Voraussetzungen dafür, dass es überhaupt soweit kommen konnte. Nicht wenige Wissenschaftler*innen sprechen heute davon, dass es bereits in ein paar Jahren zu einer „Superintelligenz“ kommen könnte. Ihr Eintreten in die Menschheitsgeschichte wird auch als Singularität bezeichnet. Wenn die Darwinschen Gesetze weiterhin, ohne eine Beimischung von Ethik, applizierbar sind, dann bedeutet die Existenz einer Starken Künstlichen Intelligenz möglicherweise sogar das Ende der Menschheit. In jedem Fall werden die Menschen ihre (Selbst)bestimmung hinterfragen und diese erweitern müssen. Das bereits oben angesprochene Thema der Ethischen Intelligenz, mit dem ich mich 2018 erstmals in dieser Wortkombination beschäftigte, ist ein sehr umfangreiches und universelles. Es findet gleichwohl in der „Unterabteilung“ der „Neuen Ethik 2020“ Anwendung und Interaktion im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Anders als bspw. der renommierte deutsche Philosoph Julian Nida-Rümmelin („Digitaler Humanismus„) verliert sich meiner Meinung nach innerhalb der nächsten Jahre oder wenigen Dekaden die Rolle der „Maschine“ allein als „Diener“ oder Hilfsmittel der Menschen. Der Mensch wird sich verabschieden müssen von der Idee, das intelligenteste Wesen auf dem Planeten zu sein. Ebenso werden sich autarkes Handeln, Fühlen sowieso und sogar Selbstbewusstsein nicht auf den Homo sapiens beschränken.

Frohen Mutes mit Liebe und Selbstliebe in die 2020er

Es liegt mir fern, eine teuflische Dystopie an die Wand zu malen. Wenn es nach mir ginge, müsste man neben dem derzeitig in einigen Städten Deutschlands anzutreffenden Klimanotstand auch einen Ethiknotstand ausrufen. Das betrifft nicht nur, aber natürlich auch, unsere Überlegungen über kommende KI-Systeme. Fundamental und essenziell wäre eigentlich auch die Beschäftigung mit uns selbst. Das Ja-Sagen zu uns Menschen. Jede Person zu sich und zu seinen/ihren Mitmenschen. Jede Gesellschaft zu sich und zu ihrer Nachbargesellschaft wie zum Planeten Erde überhaupt.

Wir haben alle Chancen, unsere Zukunft zu formen, zu gestalten, selbst in die Hand zu nehmen. Warum tuen wir es dann nicht einfach?

Rutsch gut; und kommt fein rüber nach 2020, und in hoffentlich gute 2020er Jahre!

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100 schönste Fotos | MicialMedia 2019

[ Hier geht es zur Übersicht meiner Jahresrückblicke ]

Die Jahre fliegen dahin. Die Leidenschaft für die Fotografie ist in voller Blüte. Wenn ich mir überlege, wie zaghaft, ahnungslos und vielleicht sogar sorgenvoll mein Quereinstieg als „nativer Informatiker“ von der IT zur Fotografie von statten ging. Als ich im Jahre 2011 meinen Hut nahm als Linux-Systemadministrator am KIT, hatte ich wenig Ahnung von der Fotografie und wusste ebenso wenig von Unternehmensführung. Wie würde man seine Preise gestalten, wie sich selbst und seine Dienstleistungen verkaufen? Wo würde überhaupt mein Schwerpunkt liegen? Ich hatte damals schon ein paar Events fotografiert, wie das BarCamp bei der Telekom in Darmstadt. Es war eher so, dass die anderen zu mir sagten „Du bist der geborene Fotograf!“. Ich wusste nur: „Ich fotografiere gerne!“. Aber daraus einen Beruf machen? Es brauchte schon zwei … drei Jahre, um mich überhaupt zu spezialisieren im Universum der Fotografie. Und nochmal so lange, um in meiner Wahlheimatstadt Karlsruhe – und darüber hinaus – als professioneller Eventfotograf erkannt zu werden. Zu den größten Herausforderungen zählten für mich die Akquise und die Preisbildung. Zumal es in Karlsruhe ja schon vor meinem Eintritt in den Anbietermarkt zahlreiche und ambitionierte Fotografen gab. Aber, mit Leidenschaft und Vision ist ja fast alles möglich.

Seit 2017 sind meine Jahresrückblicke zu einem Ritual geworden. 100 schönste Bilder pro Jahr, macht in der Summe inzwischen 400 an der Zahl. Da die Fotografie zu einem prägenden und zentralen Element in meinem Leben geworden ist, bilden meine Jahresrückblicke zum einen ein gerafftes Portfolio meiner beruflichen Tätigkeit und gleichzeitig sind sie ein Schaufenster zu meiner Vita überhaupt. Denn Fotos, Motive und Komposition sagen immer eine Menge über jene Person aus, die hinter der Kamera auf den Auslöser gedrückt hat.

Mein herzlicher Dank gilt meiner lieben Familie, meinen Kunden, die mich oft schon mehrfach beauftragt haben mit der fotografischen Begleitung eines Kongresses, einer Hochzeit, einer kulturellen oder sportlichen Veranstaltung, sowie vielen Freunden, Bekannten und nicht selten Zufallsbekanntschaften, die gerne mit Events assoziiert sind, die ich fotografiere. Ohne Euch wäre der Erfolg in meiner Fotografie gar nicht möglich. Ihr seid echte Schätze, wenn ich das mal so spontan und emotional formulieren darf. Vielen lieben Dank!! Ich freue mich über viele neue Aufträge und „Abenteuer“ im neuen Jahr 2020, die für beide Seiten zu einem Benefit werden. Nun aber genug geplappert und Vorhang auf für meine 100 schönsten Fotos 2019. Tata!


Cola Taxi Okay – Heimat

Fokus Zukunft @ KIT

Digital Workplace in München by Kongress Media

Grisha Alroi-Arloser – Israel Startup-Nation @ TFaK

Baden-Baden Soul Sessions by Nalin Thapa

Mindful Leadership Konferenz, Stuttgart, by Uni Witten/H

AI Karlsruhe: Scheitern der Demokratie, Prof. R.-U. Kunze

Erlebnis Pädagogik Abenteuer EPA Hochseilgarten in KA

Hochzeit in der Karlsburg / Karlsruhe Durlach

Katarina Barley (ehem. Familienministerin) SPD Karlsruhe

MP Winfried Kretschmann Rundgang ZKM Karlsruhe

VerfassungsFEST, ZKM-Stand im Schlosspark Karlsruhe

Finaltag Amateure, KSC vs. Waldhof Mannheim, Salt Works

Prinzessin von Thailand, Maha Chakri Sirindhorn, ZKM

Global Sustainable Finance Conference in Karlsruhe

25 Jahre Frau & Beruf, Programm BaWü, L-Bank Stuttgart

Energy Business Camp by fokus.energie @ Ev. Akademie

Gründung Women in Tech in Karlsruhe

Friday For Future Global Strike in Karlsruhe

Startup Weekend Reutlingen

Badische Chortage by Badischer Chorverband, Bruchsal

New Work Evolution Think New (Work) AppSphere @ ZKM

Journalism of Things conference, Literaturhaus Stuttgart

14. Fraunhofer BfC-Tagung im Leonardo Karlsruhe

Fotoshooting Blue Dot Beauties: Akari Nomizu (Japan)

Alle Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia
Fotograf Events Portraits Hochzeit Street Sport Kultur Karlsruhe Stuttgart München Berlin Hamburg

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Aktion: Leica Q2 Test: Werde eine Blaue-Erde-Schönheit!

In Kooperation mit Foto-Görlitz aus 32257 Bünde hat mir der Geschäftsführer, Alexander Görlitz, die relativ neue Leica Q2 für einen Test im Rahmen meiner üblichen fotografischen Tätigkeiten wie der Eventfotografie und der Portraitfotografie zur Verfügung gestellt. Dadurch eröffnet sich mir, von der Nikon-DSLR-Fotografie her kommend, die Chance, einmal in eine andere (Teil-)Welt der Fotografie einzutauchen, mit einem leichten, kompakten und somit sehr portablem und gleichzeitig leistungsfähigen Equipment. Insbesondere möchte ich bis zu 10 Frauen die Möglichkeit geben, sich auszuprobieren, eigene Facetten zu zeigen und zu entwickeln und sich dabei vom viel gelobten „Leica-Look“ umschmeicheln zu lassen.

Ehe ich auf das konkrete Angebot eingehe, möchte ich noch ein paar Worte zur Leica Q2 sagen. Aufgrund ihrer besonderen Spezifikation eignet sich diese Luxuskamera als eine robuste „Immer-dabei“-Cam. Sie hat eine fest verbaute Linse mit 28 mm (KB), was einem nützlichen Weitwinkel im Bereich der People-Fotografie entspricht. Das Haus Leica aus Wetzlar hat sich bei dieser Konstruktion etwas gedacht. Nicht nur, dass es sich mit Offenblende f/1.7 um ein lichtstarkes Objektiv handelt, auch der Sensor bietet mit 47 MP eine sehr komfortable Auflösung. Wer mit dieser Vielzahl von Pixeln schon mal gearbeitet hat (wie ich z. B. mit der Nikon D850), der weiß, dass man diese hervorragend für Ausschnittsvergrößerungen nutzen kann. Auf der einen Seite gibt es also die limitierende Festbrennweite, auf der anderen Seite doch diese Art von „Zoom-Möglichkeit“. Solange die Aufnahme scharf ist, was durch einen eingebauten Bildstabilisator unterstützt wird, funktioniert das auch prima. Wer das Budget für eine entsprechende Investition bereit halten kann, für den mag die Leica Q2 ein echter Gewinn sein, soviel kann ich schon durch bisherige Probeaufnahmen verraten. Die Einsatzgebiete bzw. der Haupteinsatzzweck sollten trotzdem wohl überlegt sein. Erfahrene Fotografen werden hier Vor- und Nachteile sowie spezifische Eigenschaften des Models gut abwägen und beurteilen können. Grundsätzlich empfehle ich vor jeder Anschaffung einer Kamera, diese mal in den eigenen Händen gehalten und zumindest einige Beispielbilder selbst erstellt zu haben.

Die von Foto-Görlitz freundlicherweise ins Leben gerufene Aktion „Leica Q2 – 14 Tage kostenlos testen“ möchte ich nutzen, um Frauen die Möglichkeit zu geben, sich vor der Kamera auszuprobieren. Seit 2018 betreibe ich das Label „Blue Dot Beauties“, wo ich natürliche Aufnahmen von Damen aus der ganzen Welt zusammenstelle. Im Rahmen dieser Aktion biete ich ein natürliches Fotoshooting an zum Sonderpreis von 69,- EUR inkl. 19% Mwst., wobei Studentinnen gebührenfrei an einem Shooting innerhalb der Aktion (endet am 14.1.2020!) teilnehmen können. Vorgesehen sind Fotoaufnahmen von bis zu 10 Frauen. Jede Teilnehmerin bekommt ca. 7 Tage nach dem Shooting fünf Fotos digital (JPG) zur Verfügung gestellt. Der Verwendungszweck ist dabei offen, wobei bei jeder Veröffentlichung der Urheber angegeben werden muss:
Foto: Michael M. Roth, MicialMedia

Bitte teile mir als Kommentar zu diesem Artikel mit, warum Du „Blue Dot Beauty“ werden möchtest. Hast Du vor, endlich auch mal vor der Kamera zu stehen, Deinem Selbstvertrauen einem Kick zu geben, Dich zu entwickeln, zu präsentieren, Dich selbst darzustellen? Strotzt Du nur so vor Selbstbewusstsein und möchtest das endlich auch mal anderen in Form von selbstbewussten Fotos zeigen? Oder willst Du einfach mal was ausprobieren, neugierig und unbefangen? Entweder kommentiere den Artikel und/oder poste über Social Media mit dem Hashtag #LeicaQ2Test und der Erwähnung von @micialmedia (Instagramm & Twitter) bzw. @Michael M. Roth (Facebook), warum ausgerechnet DU zu den nächsten Blue Dot Beauties gehören wirst. Die Auswahl der Bewerberinnen erfolgt durch den Fotografen, meine Vielkeit, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Fotoshootings finden vorzugsweise in Karlsruhe (18.-22.12.19, 30.12.19-14.1.20) bzw. im thüringischen Ilmenau (23.-26.12.19) statt.

Abschließend ein paar Fotos zur Inspiration. Möchtest Du dabei sein? Dann melde Dich!



Alle Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia
#BlueDotBeauties #LeicaQ2Test

Fühl Dich frei, diesen Artikel in Deinem Netzwerk zu teilen, um auch anderen Frauen die Möglichkeit einzuräumen, sich vor der Kamera auszuprobieren.
Kurz-URL ggf. zur Verwendung auf Twitter etc.: http://bit.ly/leicaq2test

Referenzen:

Blue Dot Beauties (Website) | Blue Dot Beauties (Instagram)

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Tanzstudio Palladium – Lerne Salsa, tanz Dich glücklich!

„Tanz Dich glücklich!“, so lautet das Motto des Tanzstudios Palladium im Herzen von Karlsruhe. Es befindet sich in der Kaiserpassage in sympathischer Nachbarschaft zum ebenfalls nicht ganz unbekannten Cats Café Karlsruhe. Betrieben wird das Tanzstudio von Sabrina Bauer und Carlo Accorinti. Im Studio werden Kurse für verschiedene Tänze angeboten, diese reichen von Jazz über Salsa bis hin zu Modern Dance. Gleichzeitig kann man die sehr hübsche und zum Tanzen ideal ausgestaltete Location auch für eigene Veranstaltungen mieten. Allein die großflächige Spiegelwand ist ein Hingucker. 80 von 90 qm sind der Tanzfläche vorbehalten, der Rest Garderobe und Couch Area zum Chillen zwischendurch.

Vielen lieben Dank an Sabrina, Fabiola und Sarah und natürlich die Teilnehmerinnen, die mir sehr spontan und unkompliziert eine Audienz beim Kurs „Salsa-Oriental Fusion“ mit den Mitteln eines Fotografen ermöglichten. Wieder einmal inspiriert von weiblicher Anmut, hier kombiniert mit der Ästhetik des Tanzes, hielt ich die schönsten Augen-Blicke in Lichtbildern fest. Eine kleine Auswahl der besten Impressionen möchte ich Euch nicht vorenthalten.

Alle Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia

Weiterführende Links im Kontext:
Die erste eigene Choreografie
Timbalitas Show Dance Group
Tanzstudio Palladium (Website)
Tanzstudio Palladium (Facebook)
Tanzstudio Palladium (Instagram)


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Tinka herbstlich und verspielt

Ich lernte sie mal bei einer After Art Party in Karlsruhe kennen. Ihren wilden Tanz fand ich faszinierend. Natürlich machte ich einige Lichtbilder davon, insofern man überhaupt von Licht sprechen konnte. Doch gerade im Dunkel ergeben sich immer wieder Grenzerfahrungen zwischen dem ambitionierten Fotografen und seinem unglaublichen Foto-Equipment. Schließlich wollte Tinka dann irgendwann auch mal die Fotos sehen. In der Zwischenzeit liefen wir uns immer wieder über den Weg und eröffnen in Form von Mini-Projekten neue Perspektiven auf Mensch und Natur.

Tinka hat eine natürliche, verspielte Art. Sie kokettiert gerne vor der Kamera, zeigt und versteckt ihre weibliche Reize. Ihr leuchtenden Kulleraugen verraten, dass sie immer wieder Spaß dabei hat. Auch dieses Mal haben wir wieder ein bisschen probiert und experimentiert, was aus einer spielerischen Stimmung heraus entstehen kann. Longboard, Bäume, ein schöner Schmuck um den Hals, der auf ihre georgische Heimat verweist. Eigentlich gehen einem nie die Ideen aus, wenn man nur etwas offen und neugierig ist.

Nun aber viel Spaß mit einer kleinen Auswahl der entstandenen Fotos!

PS: Ach ja, auf Instagram findet Ihr Tinka wie folgt:
https://www.instagram.com/tinatin_tika/



Alle Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia

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Fridays For Future Global Climate Strike in Karlsruhe

Nachklapp: Fridays For Future Kundgebung & Demo am 20.9.19 in Karlsruhe.

Am Freitag, 20. September 2019, ist es in Karlsruhe zur bisher größten Kundgebung im Kontext von Fridays For Future gekommen. Die Badischen Neuesten Nachrichten sprachen von 10.000 bis 12.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Die Frankfurter Rundschau berichtete von 1,4 Millionen Demonstrant*innen weltweit. Allein in Deutschlands Hauptstadt, Berlin, sollen 270.000 Menschen auf die Straße gegangen sein.

Wer diese Menge und die beharrlichen Forderungen der jungen, zu großen Teilen nicht mal volljährigen Menschen, erlebt hat, dem wird wohl bewusst, dass sich unsere Gesellschaft im Umbruch befindet. In den kommenden Jahren dürfte kaum eine Partei in Deutschland oder Europa noch ernst genommen werden, die sich nicht um das Thema Klimawandel und Umweltschutz kümmert. Neben und durch Fridays For Future wurden in den letzten Wochen und Monaten weitere Bewegungen initiiert wie „Parents for Future“, „Scientists for Future“, „Artists for Future“ usw., die auch bei der großen Demo in Karlsruhe in Erscheinung getreten sind. Im folgenden ein paar Impressionen, die eine Idee von der Mächtigkeit der Bewegung vermitteln dürften.

Alle Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia

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Gründung von Women in Tech in Karlsruhe

Der Vorstand von Women in Tech: Regina Gschladt, Lucia Hartig und Marie Hanel

Am 19.8.2019 ist es in Karlsruhe zur Gründung von Women in Tech e.V. gekommen. Als Fotograf und Dokumentarist der Zeitgeschichte durfte ich dabei sein und stimmungsvolle Bilder im Verlauf einfangen. Im obigen Bild sind die drei Gründungsmitglieder und Mitglieder des Vorstands, Regina Gschladt, Lucia Hartig und Marie Hanel zu sehen. Da hatten die drei Self-Made-Women gerade die Vereinsgründung vollzogen. Im Ergebnis hält Lucia eine notariell beglaubigte Urkunde stolz und hoffnungsfroh in ihren Händen.

Anschließend gab es die erste Mitgliederversammlung mit insgesamt acht Teilnehmerinnen, die zum Teil aus verschiedenen Teilen Deutschlands oder, wie Regina, aus Österreich angereist waren. Das CyberForum Karlsruhe stellte hierbei freundlicherweise die Location zur Verfügung, nämlich die Church im Cyberlab.

Durch das Festhalten der Szene in Bildern und hier und da das „Lauschen“ am Rande oder auch durch Gespräche besonders mit dem Vorstand, habe ich den Eindruck gewonnen, dass es sich bei den Gründerinnen von Women in Tech um junge, engagierte Frauen handelt, die ihr Glück selbst in die Hand nehmen wollen. Natürlich, wie der Name des just gegründeten Vereins schon suggeriert, weit gefasst in den Bereichen Technik, Technologien, in der IT-Branche. Das spürbare Ziel ist hier weniger der Aufbau einer (weiblichen) „Parallelgesellschaft“ als die Stärkung von Ebenen und Sektoren, die bisher vernachlässigt wurden. Frauen sind nun mal – bis dato – in den technischen Branchen unterrepräsentiert, nicht zuletzt auch dort, wo es tatsächlich um Präsentation und Self-Management geht. Als Eventfotograf, der an zahlreichen Veranstaltungen teilnimmt, erfahre ich das immer wieder.

Zu den Zielen von Women in Tech gehört also, Kompetenz in technischen Bereichen aufzubauen bzw. zu aggregieren. Denn oftmals gibt es technisches Know-How bei den Frauen, aber es fehlt die Sichtbarkeit oder die Verleihung einer Stimme. Mir scheint, dass Women in Tech der richtige Verein zur richtigen Zeit ist. Es geht um Themen und um Inhalte. In der Konsequenz bedeutet das dann auch die Entwicklung von Chancengleichheit von Frauen und Männern. Ich wünsche ganz, ganz viel Erfolg und bin offen für Kooperationen, dort, wo es sich anbietet, und zum Benefit für alle beteiligten Seiten beiträgt! In der Folge noch ein paar Fotos, die bei der Mitgliederversammlung von Women in Tech im CyberForum entstanden. Enjoy!


Fotos:
Michael M. Roth, MicialMedia

Referenzen:
https://www.womenintechgermany.com/
https://women-in-tech.org/

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Nachruf für Papa

Im folgenden Beitrag geht es um etwas Persönliches. Sehr persönlich. Persönliche Dinge gehören zum Leben eines Menschen. Wir sind keine Roboter. Auch nicht nur Unternehmer*in oder angestellt. Wir Menschen sind Lebenwesen mit zahlreichen Emotionen, Sorgen, Ängsten, Hoffnungen, kurzum: Eine überaus facettenreiche Erscheinungsform der Natur. Wenn ich diese Zeilen, die von Herzen kommen, veröffentliche, dann öffne ich gleichzeitig die Fenster in meinem „Haus Mensch“. Ich gebe Gelegenheit für Anteilnahme, für tröstende Worte meiner Mitmenschen. Und ich mag die eine oder andere Fabel weiter geben, die das Leben schon andere Menschen lehrte, und die vor allem auf die zeitliche Begrenztheit unserer Existenz auf dem Planeten Erde deutet, die sagt: Das Leben ist kostbar! Der Tag, an dem ein Elternteil von dir stirbt, ist ein bisschen wie „das jüngste Gericht“ oder wie dieses in der Vorstellung von so manchen gläubigen Menschen existieren mag: Mit einem Mal schießen dir Tausend Dinge durch den Kopf, Erinnerungen und Erlebnisse, schöne und herausfordernde, die du mit diesem Elternteil geteilt hast, welches nun von dir und von dieser Welt gegangen ist. Tränen bahnen sich ihren Weg, du könntest Badewannen heulen. Denn du weißt, das Leben dieses Menschen hat viel, sehr viel mit deiner eigenen Existenz zu tun. Sein Ableben berührt dich vielleicht mehr, als irgendetwas jemals dich berührt hat. Letzte Nacht, vom 22. zum 23.7.2019, ist mein Vater im Alter von 83 Jahren verstorben.

„Papa, warum lässt Du mich allein?“ – „Weil es höchste Zeit ist, mein Junge, dass Du Deinen Mann stehst, auch ohne mich leben und existieren kannst! Aus Dir ist doch was geworden, oder nicht?“ – „Ja, aber sicher doch!“, möchte ich ihm zurufen, wenn er es noch hören könnte. Vielleicht gibt es ja einen Geist, der über uns schwebt. Oder die Metapher des „Ruhen in Frieden“, die das Beste meint und uns selbst auf eine Art beruhigen mag.

Ein Mensch mit vielen Superlativen

Oft erzähltest Du uns vier Kindern von Deiner Kreativität. Mit 15 oder 16 bautest Du Dein eigenes Radio. Natürlich nicht so wie heute, dass man eben mal beim Elektronikfachhandel vorbei schaut und sich den dafür notwendigen Bausatz besorgt. Während Deiner Kindheit und Jugend war ja alles Mangelware, trotzdem hast Du es irgendwie geschafft. Als Sohn einer Bauernfamilie wurdest Du Landmaschinen- und Traktorenschlosser. Später folgte das Studium der Elektrotechnik und eines Tages warst Du Chef der Sektion „Technische und Biomedische Kybernetik“ der Technischen Hochschule Ilmenau. Dein Titel Prof. Dr. Dr. vor dem Michael Roth zeigte an, dass nur ein einziges Fachgebiet viel zu langweilig für Dich gewesen wäre. Nein, Du musstest unbedingt auch noch Philosoph werden, klar. Man gönnt sich ja auch sonst nichts!

Du hast selbst von Dir gesagt, dass Du den ersten Doktoranden auf dem Gebiet der Mikroprozessortechnik nicht nur in der DDR, sondern in ganz Deutschland hattest. Ich lass das hier einfach mal so stehen. Tatsächlich warst Du der Herausgeber der ersten Zeitschrift in der DDR zum Thema Mikroprozessortechnik mit der „MP“, die 1987 erschien.

Für Dich und Deine Familie bautest Du Dein eigenes Haus im schönen Ilmenau, das Du über die Jahre lieben gelernt hattest. Ich habe nie einen Menschen persönlich kennen gelernt, der Wissenschaft, theoretisches Wissen und praktisches Handwerk besser und effizienter verbinden konnte, als Du.

Ich erinnere mich noch daran, als Du 40 wurdest. Du meintest: „So, die Hälfte des Lebens ist geschafft. Eigentlich ist es viel zu kurz. Man kann so viele Dinge entdecken und erfinden. Ein Menschenleben reicht gar nicht!“.

Last but not least: Möglich gemacht hat Deine großen Taten, Deine internationalen Patente, dass Du „Verdienter Techniker des Volkes“ wurdest etc. pp. Deine Frau und meine liebe Mama! Was in der DDR als Gleichberechtigung galt und aus einer Perspektive auch war, dass die meisten (Ehe-)Frauen einer eigenen Arbeit nachgingen. Mama hat das so ausgefüllt, wie man es wohl gar nicht weiter expandieren kann. Sie hat Dir den Rücken frei gehalten für Deine wissenschaftliche Arbeit, sie arbeite selbst als Kinderkrankenschwester in Schichten UND zog „nebenbei“ noch vier Kinder groß. Wenn das nicht übermenschlich ist, was dann? Bis zum Schluss hat Mama Dich umhegt und versorgt, dabei buchstäblich ihr letztes Hemd gegeben. Ob man IHRE Anstrengungen jemals durch irgendetwas aufwiegen kann, bleibt für mich diffus. Eins ist klar: Der Dank der Kinder geht mindestens genauso authentisch und groß an die Mutter wie an den – nun verstorbenen – Vater!

Übervater, Lehrmeister und Glücksbringer

Wie viele Momente mag es gegeben haben, in der Du Deiner Familie, Deiner Frau und uns Kindern Dein Wissen, Deine Perspektive auf die Welt, aber natürlich auch Deine Liebe vermittelt und geschenkt hast?! Als ich 5 Jahre alt war, brachtest Du mir Schach bei. Das führte dazu, dass ich im Schulalter ein paar kleinere, für mich damals aber ganz große Titel holte wie die Kreismeisterschaft (Ilmenau) und den vierten Platz im Bezirk (Suhl).

Noch als Schüler durfte ich Teil Deiner Vorlesung zum Thema „Chaostheorie“ werden. Vor versammelter Studierendenschaft war ich so aufgeregt, dass ich mich zwischendurch verhaspelte und bis zur Lösung des Magischen Würfels 3:30 der sonst üblichen 2:45 min benötigte. Am Ende freute ich mich natürlich über den Applaus.

Deine Arbeit zum philosophischen Doktor, „Kooperation und Evolution von Mensch und intelligentem Automat“ durfte ich Korrektur lesen. Kein Wunder, dass mir meine damaligen Freunde den Co-Spitznamen „Laufendes Fremdwörterbuch“ gaben. Das, was von Dir kam, ging zweifelsohne über das generelle Schulwissen hinaus.

Und ja, wir Kinder brauchten einige Zeit, um aus Deinem Schatten heraus zu treten. Du hast uns immer gefordert und gefördert, manchmal aber auch überfordert. Es ist ja nicht außergewöhnlich, dass Kinder in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Trotzdem hat es mir persönlich gut getan, als ich als Informatiker nach meiner Zeit in der IT-Branche mich als Fotograf selbständig machte. Es gab eine Zeit, da Du selbst, damals noch analog, mit Freude und Leidenschaft die Spiegelreflex in die Hand genommen und die schönsten Urlaubsorte in Bildern verewigt hast. Zwar bin ich nun Fotograf, aber die Themen der Informatik, moderner Entwicklungen wie der KI lassen mich nicht los, vor allem deren philosophische Betrachtungen. Da schließt sich der Kreis zu Deinem zweiten, philosophischen Doktortitel, oops. Ich bringe die Ethische Intelligenz in die Diskussion ein. Während mir früher Deine philosophischen oder weltpolitischen Reden manchmal zu lang wurden, wünschte ich mir heute ein, zwei Bemerkungen von Dir dazu. Sei mir nicht böse, wenn ich mir da ein bisschen was in Gedanken zurecht schiebe. Vieles hängt doch davon ab, wie wir damit umgehen.

Es bleiben lebens- und liebenswerte Erinnerungen

Als kleiner Junge bist Du aus der Slowakei, Klein Lomnitz oder Lomnička, wo die Zipser Deutschen vor Jahrhunderten gesiedelt hatten, zurück gekommen nach Deutschland. Bauernhof und Scheune waren Dein Zuhause. Wir Kinder nutzten später den inoffiziellen Spielplatz oft zum „Rumtollen“. Ich hatte durchaus ambivalente Gefühle, als ich Zeuge einer Schweineschlachtung werden durfte. Aber das gehörte damals zum bäuerlichen Leben dazu. Schöner war es da, die Eierschalen von den Eiern, die die Hühner selbst gelegt hatten, eben diesen zum Futtern zurück zu geben, puuut, puuut, so hörte es sich damals an.

Du hast uns immer Idealismus und Tatkraft vermittelt, die Du im eigenen Leben appliziertest. Oft handeltest Du über einen Rahmen hinaus, die die damalige sozialistische Gesellschaft vorgegeben hatte. Als ein Student Deiner Sektion (heute: ähnlich Fachbereich bzw. übergreifend) an einer Wandzeitung (heute: Schwarzes Brett) nach dem Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan kritisch kommentierte, dass die Russen lieber das Land verlassen sollten, drohte diesem Studenten die Exmatrikulation. Du setztest Dich für ihn ein, und am Ende durfte er weiter studieren. Wachsamkeit, das Hinterfragen von Dingen, die um uns herum geschehen, das haben wir von Dir gelernt.

Lieber Herr Professor, wie Du besonders am Ende sehr gerne gerade von fremderen Menschen genannt wurdest, mein liebster Vati, ich lasse Dich ziehen in Deine wohl verdiente Ruhe. Dein Ableben hat mich sehr traurig gemacht, und diese Traurigkeit wird ein Teil von mir sein und bleiben. Gleichzeitig bin ich froh über viele gemeinsame Stunden, Momente, glückliche Erlebnisse, die wir mit Dir als Familienvater erleben durften. Das Leben ist kostbar. Du bleibst in unserer besonderen Erinnerung. Danke für alles! – Dein Sohn und – sicher in weiten Teilen zutreffend – Deine Frau, Deine vier Kinder, Verwandte und Freunde und (ehemaligen) Arbeitskollegen. Ruhe in Frieden!


Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia

Referenz: Papa | Prof. Michael Roth in der Wikipedia

Kondolenz-Kommentare auf Facebook – herzlichen Dank dafür! :

Jenny Warzecha Mein Beileid Dir, lieber Micha!

Magdalena Grecu Rest in peace! RIP❤

Hakan Mandalinci Mein Beileid Michael, möge er in Frieden ruhen. Wünsche Dir viel Kraft.

Christine Holsten Lieber Micha, meine aufrichtigen Gedanken der Anteilnahme sind bei Dir ??.
Danke, dass dein Papa war, wie er war, sonst wärest Du nicht! Auch, der Du jetzt bist.
Ein Mann, echt und authentisch, liebevoll u klar.
Ein Visionär halt viel vom Papa ?❤️?
Sei gesegnet für diese Zeit jetzt. Tine

Nicki-g Aus-d Das tut mir leid, lieber Michael , fühl dich gedrückt und behalte ihn im Herzen , dann ist er immer bei dir !

Maria Baumann Mein Beileid, Micha!

Jörg Rupp Mein herzliches Beileid

Alain Mercado Mein Herzliches Beileid Michael und Grüße aus Mexiko

Hans Steiner Viel Kraft für euch alle in dieser schweren Zeit!
Herzliches Beileid!

Karlheinz Goder Mein herzliches Beileid, lieber Michael!

Jutta Käthler Lieber Michael, herzliches Beleid! Wir denken an dich.

Sandra Schlensog Ein herzliches Beileid. Viel Kraft dir und deiner Familie. Fühl dich gedrückt.

Bernadette Fink Ein schmerzlicher Lebensabschnitt, mein Beileid.

Marc Ephraim Ich denke an Dich ? erlaube Dir schwach und traurig zu sein – das darf man! ?‍♂️?

Rolf Ableiter mein herzliches Beileid, lieber Michael ?

Christel Fichtmueller Herzliches Beileid!

Markus Lamers Mein herzliches Beileid, lieber Micha .. mögest du viel Kraft in der schweren Zeit finden.

Carola Wüst Mein herzliches Beileid!

Lara Schneider Tut mir sehr leid Micha ? bin in Gedanken bei dir

Thomas Jessen Herzliches Beileid, lieber Michael!

Matthias Benz Herzliches Beileid lieber Michael ?

Cal Dana ❤ auf das seine Seele Frieden findet, ihr Trost und Liebe füreinander

Aydin Mir Mohammadi Mein herzliches Beileid.

Katrin Wacki Wackwitz Mein herzliches Beileid Michael, ich wünsche euch viel Kraft für die kommende Zeit.

Johanna Kirsch Aufrichtige Anteilnahme ?

Meri Uhlig Von Herzen mein Beileid, lieber Michael!

Guenther Schreiner Mein Mitgefühl, lieber Michael!

Moritz Hi Lieber Michael, mein herzliches Beileid.
„Ich bin von euch gegangen
nur für einen Augenblick
und gar nicht weit.
Wenn ihr dahin kommt,
wohin ich gegangen bin,
werdet ihr euch fragen,
warum ihr geweint habt.
Antoine de Saint-Exupéry“

Corinna Schmidt Herzliches Beileid

Ines Richter Tut mir leid für Dich und Euch. Unser herzliches Beileid. Liebe Grüße auch von Silke. Viel Kraft.

Viktor Koltun Death Is Nothing At All
Death is nothing at all.
It does not count.
I have only slipped away into the next room.
Nothing has happened.
Everything remains exactly as it was.
I am I, and you are you,
and the old life that we lived so fondly together is untouched, unchanged.
Whatever we were to each other, that we are still.
Call me by the old familiar name.
Speak of me in the easy way which you always used.
Put no difference into your tone.
Wear no forced air of solemnity or sorrow.
Laugh as we always laughed at the little jokes that we enjoyed together.
Play, smile, think of me, pray for me.
Let my name be ever the household word that it always was.
Let it be spoken without an effort, without the ghost of a shadow upon it.
Life means all that it ever meant.
It is the same as it ever was.
There is absolute and unbroken continuity.
What is this death but a negligible accident?
Why should I be out of mind because I am out of sight?
I am but waiting for you, for an interval,
somewhere very near,
just round the corner.
All is well.
Nothing is hurt; nothing is lost.
One brief moment and all will be as it was before.
How we shall laugh at the trouble of parting when we meet again!

Claudia Christina Leis Mein herzliches Beileid ❤️

David Seldner Mein herzliches Beileid!

Cristian Grapatin Mein herzliches Beileid
Ganz viel Kraft und Gottes Segen für euch

Merve Punar Mein herzliches Beileid dir und deiner Familie…

Johannes Brehme Lieber Michael, mein herzliches Beileid.

Simone Trägner Lieber Michael, dir und deiner Familie mein aufrichtiges Beileid!

Sabine Frings Mein aufrichtiges Beileid ?


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Interreligiöse Radtour? Karlsruhe kann das!

Wie schön. Man braucht nicht Angehöriger einer bestimmten Ethnie oder Religion sein, auch nicht Agnostiker oder Atheist. Es ist egal. Wir sind alle Menschen. Diese Erkenntnis ist so simpel und evident; trotzdem fühlen wir uns durch die Andersartigkeit unserer Mitmenschen immer wieder herausgefordert oder gar provoziert. Dass es auch anders geht, zeigt Karlsruhe. Da nimmt der Oberbürgermeister der Stadt schon mal am Fastenbrechen der Muslime zum Ende des Ramadams teil oder macht gar in Zusammenarbeit mit dem DMK ein großes, kulturelles, städtisches Ereignis daraus. Bravo! Auch Fußballmannschaften mit Spielern verschiedener Religionszugehörigkeiten wie dem Christentum und dem Islam treten in Freundschaftsspielen ebenso freundschaftlich gegeneinander an. Dazu wird Kuchen gereicht, schließlich soll es allen gut gehen. Musik für die Seele! Und nun, wie ich gehört habe, schon das zweite Mal eine interreligiöse Radtour. Wie genial ist das denn? Ich finde: sehr! Während meiner inzwischen mehrjährigen Wohnhaft in meiner Wahlheimat Karlsruhe habe ich so einige Netzwerke aufgebaut durch wiederholtes Besuchen von einschlägigen Veranstaltungen. Letzten Endes führte das auch zu einer interreligiösen Verpflechtung. Gerade beim DMK konnte ich viele tolle Freunde gewinnen. Und gestern rief mich eine Freundin aus der Jüdischen Glaubensgemeinschaft an und fragte mich, ob ich bei der interreligiösen Radtour mitmachen würde. Ein bisschen zögerte ich noch aufgrund der aktuell außergewöhnlichen Hitze in der Badenmetropole wie in Deutschland überhaupt. Schließlich entschloss ich mich zur Teilnahme und bereue diese nicht! Nähere Infos zur Radtour findet Ihr hier:

Garten der Religionen Karlsruhe – Interreligiöse Radtour
Orga: Garten der Religionen & die Christlich-Islamische Gemeinschaft Karlsruhe

Und von mir gibt es zum Abschluss noch ein paar fotografische, dieses mal mit dem sehr portablen Smartphone eingefangenen Impressionen:

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