Twarlsruhe – Twitter Festival in Karlsruhe

Twarlsruhe – Twitter Festival in Karlsruhe

Ich hatte zunächst auf Twitter davon Wind bekommen. Da bei mir der Hashtag #Karlsruhe quasi in der Dauerbeobachtung ist, fiel mir die gehäufte Nennung von „Twarlsruhe“ ins Auge. Außerdem wurde eine Homepage benannt: twarlsruhe.de. Eigentlich war dort gar nicht so viel zu erfahren. Man wolle sich treffen, am  Samstag, 10. September 2011.  Die Seite im Internet glich eher einem Reiseführer, denn einer Agenda einer Netzwerkveranstaltung.

Aufgrund meiner Neugierde setzte ich mich mit dem offenkundigen Urheber, auf Twitter nannte er sich OrderOfTheStars, in Verbindung. Wir telefonierten gefühlte zwei Stunden, wobei wir vor allem sehr viel Zeit für „Gott und die Welt“ verwendeten.

Da ich im Kontext der Veranstaltungsnennungen häufig sehr junge Leute twittern sah, fragte ich sicherheitshalber bei Peter nach. Er bestätigte mir, dass auch Jugendliche erscheinen würden. Im Laufe der folgenden Tage machte ich mir immer mehr ein Bild von der Veranstaltung – gleichwohl, es blieb verschwommen. Ich ließ es für mich aber offen, ob es ein expliziter Treff von Teenies werden würde. Sogar das Bild von in Reihe sitzenden Twitterern ging mir nicht ganz aus dem Kopf.  Aber ich wollte es ja genau wissen, also: Ging ich am besagten Samstag zum verabredeten Treffpunkt in die Stadt, zu den Gelben Seiten, einem Lokal in der Karl-Friedrich-Straße am ECE-Center.

Als ich 16 Uhr dort ankam, war just die Masse der Twarlsruher zum ZKM gezogen, um sich dort die Location anzuschauen. Ich tat so, als müsse das so sein, dass ich jetzt quasi der einzige Twarlsruher im Lokal war.  Ich setzte mich an einem Tisch, an dem bereits ein junger Bursche saß, der allerdings von Twarlsruhe so gar nichts wusste. Mehr und mehr tauschten Daniel und ich uns aus. Ich erzählte ihm etwas von Social Media und Klout Score, während er interessiert lauschte. Ich hätte ihm auch etwas zum Thema Fotografieren sagen können, doch dann drehte er den Spieß um und brachte mich in die Position des aufmerksamen Zuhörers.

Im Bild: Daniel Torz

Er hatte den Beruf des Beleuchters erlernt und einige Zeit ausgeübt und kam „aus dieser Ecke“ heraus, wenn man es überhaupt „Ecke“ nennen kann, zum Fotografieren. Was für eine Kombination: Licht und fotografieren! Jedes Foto steht und fällt mit dem Licht und vermag durch das Licht ganz verschiedene Nuancierungen zu erhalten. So tauschten wir uns intensiv aus. Langweilig geht anders.

Trotzdem freuten wir uns über weitere Twarlsruher, die nun eintrudelten. Auch wenn sie nicht zur Kerngruppe gehörten.  Mit Henning und Julia waren wir nun in den Gelben Seiten immerhin eine stolze 4-Mann-Gruppe.

Auf den Bildern: Henning (@henningreiniger) und Julia (@sahnemuffin_)

Die anderen waren nach ihrem ZKM-Besuch noch ins Besitos gegangen und hatten eine Weile dort verweilt. Diese Gruppe spaltete sich auf, da die Jüngsten zum einen aus anderen Städten nach Twarlsruhe gekommen waren, zum anderen ohnehin langsam wieder nach Hause wollten. Somit stießen schließlich Erik, Peter (der Organisator von Twarlsruhe) und Mario zu uns.

Auf den Bildern: Erik Wagner (@quantatheist)

Auf den Bildern: links: Peter (@OrderOfTheStars) & rechts: Mario (@masmayo)

Nachdem die ganz Jungen also gegangen waren, musste das Durchschnittsalter nun in den guten Zwanzigern gelegen haben. Es gab in der Tat immer wieder einzelne Leute, die nach Lust und Laune vor sich hin zwitscherten, also Twitter mit Genuss nutzen. Aber dafür war es ja auch Twarlsruhe. Nichtsdestotrotz hatten wir viele interessante Talks zwischen Gott und der Welt, Twitter und dem realen Leben und der Verbindung von allem.

Ich habe zweifelsohne nur einen Teil von Twarlsruhe erleben dürfen. Gleichwohl hat mir dieser Tag viele Incentives, Inspirationen und Ideen gegeben, vor allem Freude und neue Freundschaften bereitet.  Am Ende durfte das eine ziemlich einhellige Meinung gewesen sein: Ein Treffen von Menschen, die nur eine Schnittmenge an gemeinsamen Interessen, aber vielleicht ein gemeinsames Fundament an Wertvorstellungen und einer humanistischen Weltanschauung haben mögen, ist immer eine Bereicherung des persönlichen Lebenserfahrungsschatzes.

Besonderer Dank am Ende also nochmal an Peter Dimmroth, der die Veranstaltung überhaupt erst ermöglichte, in dem er Zeit und Ort festlegte, sich einen kulturellen Beitrag ausdachte und somit der Veranstaltung einen sinnvollen Rahmen gab.

Mein kleiner Blogpost erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Wer (Twitter-)Namen und/oder Ereignisse bzw. Erlebnisse bei Twarlsruhe ergänzen mag, darf das gerne via Kommentar tun.

DANKE an alle! 🙂

 

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